Drei Dinge, die bei FC Bayern - Werder Bremen auffielen: Das leidige Thema und ein Elfer-Alien
Der FC Bayern hat zum Auftakt des 21. Spieltags am Freitagabend Werder Bremen 3:0 (0:0) bezwungen und Verfolger Bayer Leverkusen auf Abstand gehalten. Dabei tat sich der Rekordmeister lange schwer. Ein - zumindest aus Werder-Sicht - diskutabler Strafstoß wurde von Harry Kane dankend verwandelt, ehe das Elfer-Alien kurz vor Schluss erneut vom Punkt traf. Drei Dinge, die auffielen.
Ruhepuls bei Kane-Elfmeter? Kompany: "Er trainiert oft"
Quelle: Perform
Dank Elfmeter-Garant Harry Kane hat sich der FC Bayern mit einem Pflichtsieg auf das Playoff-Duell in der Champions League mit Celtic Glasgow (Mittwoch um 21:00 Uhr im Liveticker) eingestimmt.
Dem Rekordmeister gelang zum Auftakt des 21. Bundesliga-Spieltags gegen Werder Bremen mit einem souveränen 3:0 (0:0) der siebte Ligasieg in Serie, mit dem die Münchner den Vorsprung im Titelrennen gegenüber Bayer Leverkusen vorerst auf neun Punkte ausbauten.
Lange hielt das Bremer Bollwerk, erst aufgrund der Ungenauigkeiten der Bayern-Angreifer, dann unter Mithilfe der Querlatte. Bis Kane die Mannschaft von Vincent Kompany mit einem verwandelten Handelfmeter, der im Lager der Bremer enorm umstritten war, erlöste (56.).
In der Schlussphase erhöhten der kurz zuvor eingewechselte Leroy Sané (82.) und Kane mit einem Foulelfmeter (90.+7).
Drei Dinge, die bei FC Bayern - Werder Bremen auffielen.
1. Das leidige Thema
Es herrschte im Nachgang der Partie Konsens, dass der Sieg des FC Bayern vollkommen verdient war.
Was allerdings für einige Stirnrunzler aufseiten der Gäste aus dem hohen Norden sorgte, war die Elfmeter-Entscheidung, die zur Münchner Führung geführt hatte.
Was war passiert? Innenverteidiger Anthony Jung hatte Kane kurz aus den Augen verloren, nach einem langen Ball von Joshua Kimmich aber wieder Tuchfühlung aufgenommen und den Engländer im Rahmen der Regeln in Schach gehalten. Als Kane die Kugel trotz des Widerstands seines Gegenspielers mit der Brust perfekt verarbeitete, sprang sie Jung aus kürzester Distanz an den Unterarm.
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Anthony Jung (l.) bekam den Ball aus kurzer Distanz an den Arm
Fotocredit: Getty Images
Schiedsrichter Sören Storks, der bestens stand und freie Sicht auf die Szene hatte, zeigte sofort auf den Punkt. Zu Unrecht - aus Sicht von Marvin Ducksch: "Also bei uns hätten sie ihn nicht gegeben", sagte der Werder-Angreifer im Anschluss bei "DAZN" und spielte offensichtlich auf den immer mal wieder bemühten "Bayern-Bonus" an.
Auch SVW-Schlussmann Michael Zetterer haderte mit dem Elfer-Pfiff: "Er (Jung, Anm. d. Red.) sieht den Ball nicht, er bekommt ihn aus 0,2 Zentimetern an die Hand. Vor ein paar Wochen gab es eine ähnliche Szene gegen Augsburg, wir haben den Elfmeter damals nicht bekommen."
Er schob nach: "Es ist zurzeit ein leidiges Thema." Tatsächlich lassen die Referees in der Bundesliga hinsichtlich der Handspiel-Auslegung nach wie vor eine klare Linie vermissen, nahezu jede Woche wird - trotz VAR-Unterstützung - über derlei Entscheidungen diskutiert.
2. Ein Elfer-Alien
Harry Kane hält nicht viel von Großspurigkeit, verdeutlicht in Interviews regelmäßig, dass er die Bodenhaftung nicht zu verlieren gedenkt.
Auch an diesem Abend wollte der Knipser vom Dienst seine eigene Leistung nicht zu sehr in Vordergrund gestellt wissen. Es sei "ein schönes Spiel" gewesen, es mache immer "Spaß, mit den Jungs da draußen auf dem Platz zu stehen", gab Kane am "DAZN"-Mikro zu verstehen.
Und freilich habe er selbst noch Luft nach oben, immerhin hätten es ja auch noch mehr als die zwei Treffer sein können, die er an diesem Abend wieder einmal beigesteuert hatte.
Mit einem Blick auf die Statistik dürfte der 31-Jährige aber schon ein bisschen ruhmrediger auftreten. 57 Tore in 51 Bundesliga-Spielen zieren Kanes Zeit beim Rekordmeister - niemand zuvor brachte einen ähnlichen Wert in die Bücher der deutschen Beletage.
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Der FC Bayern bezwang Werder Bremen letztlich souverän
Fotocredit: Getty Images
In puncto Treffsicherheit bei Elfmetern sind die Zahlen ebenfalls außerirdisch: Kane verwandelte seine vergangenen 29 Strafstöße allesamt. "Das ist schon bemerkenswert", lobte Kapitän Manuel Neuer und führte aus: "Die Disziplin, die er hat, sich jedes Mal zu fokussieren, und im Training vom Punkt seinen Ablauf zu trainieren."
Auch Trainer Vincent Kompany schwärmte von seinem Goalgetter: "Ich sehe, was er macht – nicht nur in den Spielen, sondern auch im Training. Das ist nicht Glück, er arbeitet sehr viel dafür", erklärte der Belgier.
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"Coach...?" Kompany funkt bei Werner-Frage dazwischen
Quelle: Perform
3. Joker Sané sticht sofort
Leroy Sané kam, sah und traf - und das alles binnen weniger Sekunden. In der 81. Minute eingewechselt, eine Minute später umringt von jubelnden Mannschaftskameraden.
Sané, der perfekt von Konrad Laimer in Szene gesetzt worden war, dürfte das Tor zum zwischenzeitlichen 2:0 kurz vor Schluss weiter Auftrieb geben - auch mit Blick auf seinen Vertragspoker.
Der deutsche Nationalspieler kämpft bei den Münchnern immerhin um ein neues Arbeitspapier, sein aktueller Kontrakt ist lediglich bis zum Sommer gültig. Eine Entscheidung bezüglich Sanés Zukunft ist noch nicht gefallen.
Der 29-Jährige steht seit seinem Wechsel von Manchester City an die Isar 2020 regelmäßig in der Kritik, zumeist wird ihm vorgeworfen, sein enormes Potenzial nicht vollumfänglich abzurufen.
Gegen Bremen durfte Sané zwar nur kurz Werbung in eigener Sache betreiben, die wenigen Minuten, die er hatte, nutzte er jedoch.
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SotipptderBoss: Meister Leverkusen und BVB patzen
Quelle: Eurosport
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