FC Bayern München: Lothar Matthäus sieht Differenzen zwischen Max Eberl und Uli Hoeneß - "Chemie stimmt nicht"

Am Sonntag berichteten mehrere Medien darüber, dass der FC Bayern den zum Sommer auslaufenden Vertrag von Thomas Müller nicht verlängern werde. Geht es nach Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, steht die Müller-Entscheidung stellvertretend für die Differenzen zwischen Uli Hoeneß und Sportchef Max Eberl. "Eberl und Hoeneß sprechen nicht alles ab", vermutete Matthäus im Gespräch mit der "Bild".

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Quelle: Perform

Für Matthäus steht die Entscheidung um Müller exemplarisch für das Gefüge auf der höchsten Bayern-Ebene. Hoeneß hatte Müller zuletzt ein Karriereende nahegelegt, Eberl hingegen hatte in der Vergangenheit einfache Verhandlungen mit der Vereinslegende angekündigt.
"Wenn er Lust hat, weiterzumachen, werden wir uns tief in die Augen schauen und den Kader anschauen, dann geht es weiter", hatte Eberl noch vor wenigen Monaten erklärt.
"Es sieht so aus, als würde die Chemie nicht ganz stimmen, als sei es nicht so harmonisch in der Führung, wie man es sich in einem Unternehmen, dass der FC Bayern ja ist, wünscht", so Matthäus gegenüber der "Bild".
Der ehemalige Bayern-Profi vermutet, dass der Ablauf der Entscheidung nicht zwingend im Sinne des 131-fachen Nationalspielers war: "Thomas ist vielleicht sauer, weil ein Gespräch zu wenig stattgefunden hat."

Hoeneß-Sorgen um das Festgeldkonto

"Er liebt es, Fußball zu spielen, er möchte auf dem Platz stehen, wenn es um die Wurst geht: Damit kann er nicht zufrieden sein. Es ist sportlich nicht das, was es die letzten 17 Jahre war. Zudem muss Bayern auch Geld einsparen", erklärt Matthäus.
In dieser Saison kommt der 35-Jährige meist nur als Joker zum Einsatz. In seinen 35 Einsätzen stand Müller zwölfmal in der Startelf.
Der deutsche Rekordmeister hat sich mittelfristig einen Sparkurs auferlegt - die Verträge der Spieler sind dabei ein zentraler Punkt, der auch der Nicht-Verlängerung eine große Rolle gespielt haben soll.
"In Uli brodelt etwas, das merkt man. Auch weil er sich Sorgen um die Finanzen macht. Das Festgeldkonto wird immer weniger, damit ist er nicht zufrieden. Das wäre ich auch nicht, wenn ich als Vater Geld verdient hätte und meine Kinder verprassen es", sagte Matthäus.

Wie geht es mit Müller weiter?

Unabhängig davon, ob der FC Bayern den Vertrag mit Müller wirklich nicht verlängert: Die Verbindung zwischen Verein und Spieler bleibt eng.
Entsprechend müsse aus Sicht von Matthäus nun auch der Umgang mit Müller aussehen - es gehe nun darum, die Beziehung so zu pflegen, "dass er später bereit ist, einen wichtigen Posten im Verein zu übernehmen".
Ob und wie Müller dem Verein erhalten bleibt, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch Zukunftsmusik. Sportchef Eberl wird sich zu dem Thema bald äußern müssen - womöglich tut das auch Hoeneß. Eine neue Bewährungsprobe für die Chemie der beiden Bayern-Größen.
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Quelle: Perform


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