Eberls Appell: FC Bayern muss Spieler verkaufen - bei welchen Leistungsträgern ist ein Verkauf im Sommer realistisch?
Update 31/07/2024 um 14:23 GMT+2 Uhr
Max Eberl wurde bei der Vorstellung des neuen Star-Zugangs João Palhinha deutlich: Bevor die Münchner neue Spieler verpflichten, müssen sie andere verkaufen. Gerüchte gibt es viele, über konkrete Wechselpläne ist aber kaum etwas bekannt. Welche früheren Leistungsträger der FC Bayern gern loswerden möchte, wer die Abnehmer sein können - und wie die Chancen auf einen Abgang stehen.
Serge Gnabry (Mitte) und Leon Goertzka (links) im FC-Bayern-Training
Fotocredit: Getty Images
Dann, wenn die anderen längst schlafen, will Max Eberl arbeiten, telefonieren. Weiter arbeiten, nachtaktiv sein. Arg viel Zeit bleibt ihm nicht mehr, in knapp einem Monat geht die neue Saison los.
Deshalb haben die Gespräche auch dann Priorität, wenn der Sportvorstand mit dem FC Bayern in Südkorea weilt. Dort kann er mit den Spielern persönlich sprechen, abends mit potenziellen Abnehmern telefonieren.
Der FC Bayern muss Spieler verkaufen, das hat Eberl nicht nur erkannt, sondern auch so drastisch kommuniziert: "Wir haben schon drei Transfers getätigt, dazu ist Josip Stanisic zurückgekehrt. Wir müssen und wollen Geld einnehmen", sagte der 51-Jährige bei der Vorstellung von João Palhinha.
Konkret bedeutet das: Der FC Bayern hat in diesem Sommer rund 145 Millionen Euro ausgegeben, allen voran für Michael Olise (53 Millionen Euro, kam von Crystal Palace), Hiroki Ito (23 Millionen Euro, kam vom VfB Stuttgart) und bereits genannten Palhinha (51 Millionen Euro, kam von Fulham).
Eingenommen haben die Münchner zwölf Millionen Euro für Malik Tillman (wechselt zu PSV Eindhoven). Das Transferminus: rund 130 Millionen Euro. Also: Wo sollen die Millionen herkommen?
Mehrere Leistungsträger auf der Verkaufsliste
Der FC Bayern strebt unter dem neuen Trainer Vincent Kompany den kompletten Neuanstrich an. Mehrere bekannte Gesichter und langjährige Leistungsträger sollen nicht mehr dazu gehören.
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Leon Goretzka: Für den Mittelfeldspieler war es eine gebrauchte Saison: Trainer Thomas Tuchel verzichtete öfter zugunsten Konrad Laimers und Aleksandar Pavlovics auf ihn, in den DFB-Kader schaffte er es zur EM auch nicht. Mit Palhinhas Ankunft hat er einen noch schwereren Stand.
Der 29-Jährige machte mehrfach klar, dass er sich in München durchsetzen möchte. Mögliche Abnehmer könnten laut "SZ" Atlético Madrid und der SCC Neapel sein.
Kingsley Coman: Der Franzose kann sich einen Wechsel wohl besser vorstellen als seine Teamkollegen Gnabry und Goretzka. Bei Bayern ist Coman einer der Topverdiener mit rund 17 Millionen Euro pro Jahr, aber häufig verletzt, zuletzt am Innenband und an den Adduktoren.
Wie "Bild" berichtet, bemüht sich Paris Saint-Germain um den 28-Jährigen. Sein Heimatklub wäre bereit, 50 Millionen Euro zahlen. Interessent Fenerbahce komme laut "Bild" nicht infrage für Coman.
Die komplizierten Kandidaten: Gnabry, de ligt
Serge Gnabry: Mit Michael Olise kam im Sommer ein weiterer Konkurrent auf der offensiven Außenbahn dazu. In der vergangenen Saison war Gnabry viel verletzt, die EM verpasste er jüngst.
Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" gab sich Gnabry zuletzt kämpferisch: "Ich will wieder in Form kommen und so performen, wie man das von mir gewohnt ist. Ich habe noch zwei Jahre Vertrag, es gibt keinen Druck." Der 29-Jährige will bleiben - ein Angebot von Newcastle United soll er abgelehnt haben. Gnabry hofft auf die zweite Chance unter Kompany.
Matthijs de Ligt: Beim Innenverteidiger scheint der Transfer eine Nummer konkreter zu sein: Manchester United ist am Niederländer interessiert, ein erstes Angebot über 30 Millionen soll der FC Bayern laut "Bild" abgelehnt haben, an der Säbener Straße fordert man dem Vernehmen nach 50 Millionen Euro.
Inzwischen denkt der Rekordmeister offenbar sogar wieder darüber nach, den Publikumsliebling in München zu halten.
Davies-Wechsel erst im nächsten Jahr?
Alphonso Davies: Das Wunschziel des Kanadiers lautet Real Madrid. Doch das Interesse ist zuletzt eher einseitig geworden. Erst im kommenden Jahr möchte man Davies verpflichten, das berichtet unter anderem die spanische Zeitung "AS".
Das Problem: Im kommenden Sommer wäre der Außenbahnspieler ablösefrei zu haben. Ein Szenario, das man beim FC Bayern tunlichst zu verhindern versucht.
Der FC Bayern und die Transfergebaren - es bleibt kompliziert. Für Max Eberl könnten es intensive Nachtschichten aus Südkorea werden.
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Quelle: Perform
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