FC Bayern München: Uli Hoeneß gibt "Fehler" im Umgang mit Thomas Müller offen zu und stichelt Richtung Legenden
Update 14/04/2025 um 08:09 GMT+2 Uhr
Uli Hoeneß hat sich in der Sendung "Blickpunkt Sport" des "BR" zur Trennung des FC Bayern München von Thomas Müller geäußert. Der 73-Jährige warf den Verantwortlichen in der Angelegenheit "Fehler" vor, die den Spieler "sauer" gemacht hätten. Hoeneß verglich den Fall zudem mit jenen einiger Bayern-Legenden, "die nicht einsehen wollten, dass sie nicht mehr so gut sind, wie sie es gerne hätten".
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Quelle: Perform
Bereits am 26. Februar habe Hoeneß gewusst, dass der FC Bayern den zum 30. Juni 2025 auslaufenden Vertrag Müllers nicht verlängern werde - an diesem Tag fand die Dokumentarfilm-Premiere von "Thomas Müller: Einer wie keiner" statt.
Damals sagte er in Richtung des Spielers: "Wenn die Situation so ist, dass er immer nur Einwechselspieler ist, würde ich ihm raten aufzuhören. Das ist einer großen Karriere nicht würdig, wenn man auf der Bank sitzt. Das würde ich ihm gerne ersparen."
Am Sonntag nahm Hoeneß im "BR" erneut Bezug auf diese Aussage. "Ich wollte dem Thomas eine Brücke bauen, denn ich wusste zu diesem Zeitpunkt schon, dass sein Vertrag nicht verlängert wird. Es wäre besser gewesen, er hätte die Entscheidung getroffen und nicht der FC Bayern", sagte Hoeneß.
Der 35-Jährige hatte am 5. April in einem Statement auf "Instagram" erklärt, dass er seinen Vertrag gerne verlängert hätte. Schon zuvor war durchgedrungen, dass der FCB dies ablehnt.
Hoeneß verweist auf Ex-Stars: "Bei allen hat es gekracht"
Man habe "den Fehler gemacht, dass wir Thomas zu lange das Gefühl gegeben haben, dass man möglicherweise doch den Vertrag verlängert. Als die sportliche Leitung mit ihm gesprochen hat, war die Entscheidung gefallen, dass man nicht verlängert", gab Hoeneß weitere Einblicke und sagte: "Das war die Ausgangsposition für eine gewisse Unruhe. Thomas war darauf nicht vorbereitet und er war sauer. Deshalb hat es eine Zeit gedauert, bis man sich zu einer gemeinsamen Erklärung zusammengefunden hat."
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Sportvorstand Max Eberl hatte zuletzt bereits Fehler im Umgang mit Müller zugegeben. Der 51-Jährige hatte dem Offensivspieler zuvor öffentlich eine Verlängerung in Aussicht gestellt.
Doch auch einen kleinen Seitenhieb in Richtung Müller konnte Hoeneß sich nicht verkneifen. Er verglich den Offensivspieler mit einigen früheren deutschen Stars, die alle den gleichen Fehler begangen hätten. "Ich habe viele große Spieler erlebt, die aufgehört haben: Günther Netzer, Wolfgang Overath, Franz Beckenbauer, Gerd Müller - bei allen hat es am Ende gekracht, weil sie nicht einsehen wollten, dass sie nicht mehr so gut sind, wie sie es gerne hätten."
Oliver Kahn, einstiger Spieler und Funktionär der Bayern, hatte Hoeneß wenige Tage zuvor genau für solche Aussagen kritisiert. Dieser "fühle sich immer aufgefordert, Menschen mitzuteilen, was sie zu machen haben und was nicht".
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