Kein neuer Vertrag - Thomas Müller vor Abschied vom FC Bayern: Der Verein riskiert den Bruch mit den Anhängern

Nach 25 Jahren im Verein, davon 17 als Profi, neigt sich die Karriere von Thomas Müller beim FC Bayern dem Ende entgegen. Nach übereinstimmenden Medienberichten wollen die Münchner den am Saisonende auslaufenden Vertrag des 35-Jährigen nicht mehr verlängern. Damit begibt sich die Führungsriege des Rekordmeisters auf dünnes Eis, weil sie den Bruch mit der treuen Anhängerschaft riskiert.

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Quelle: SID

Radio Müller soll also von Sendung gehen. Laut "Kicker" und "BR" ist Thomas Müller ab 1. Juli kein Spieler mehr des FC Bayern - eine Kehrtwende innerhalb von drei Monaten.
Zu Jahresbeginn hatte Sportvorstand Max Eberl über Müllers Zukunft Folgendes gesagt: "Die Gespräche mit Thomas werden sicher sehr kurz sein. Wir haben mit ihm schon gesprochen und uns auf die Zukunft vertagt. Thomas braucht nicht großartig zu verhandeln. Wenn er Lust hat weiterzumachen, werden wir uns tief in die Augen schauen und dann wird es weitergehen."
Dem ist offenbar doch nicht so. Noch hat kein Offizieller des Vereins zum "Müller out"-Gerücht Stellung bezogen, daher lässt sich über die Gründe nur spekulieren.
Ist Müller nicht mehr gut genug für den FC Bayern, nicht mal als Joker? Soll sein Gehalt von kolportierten 17 Millionen Euro jährlich komplett eingespart werden? Und inwieweit spielt die wenig empathische Aussage von Uli Hoeneß ("Ein Thomas Müller, der ständig auf der Bank sitzt, kann nicht eine Lösung sein") anlässlich der Premiere der Müller-Doku "Einer wie keiner" im Februar eine Rolle?

Müller ist Fanliebling und Identifikationsfigur

Unabhängig von der Beantwortung dieser Fragen begibt sich der FC Bayern mit der Entscheidung gegen Müller auf gefährliches Terrain. Der Verein riskiert den Bruch mit der Basis - den Fans.
Im aktuellen Profikader ist kein Spieler, der ansatzweise so viel Zuneigung bekommt wie Müller. Als gebürtiger Oberbayer ist er die Identifikationsfigur der Anhänger. Als Müller im September 2024 gegen den SC Freiburg sein 710. Pflichtspiel für die Münchner absolvierte und damit Torwartlegende Sepp Maier als Rekordspieler des FCB ablöste, ehrten sie ihn mit einem riesigen Banner, woraufhin Müller über den Zaun kletterte und sich inmitten der Fans feiern ließ.
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Die Bayern-Fans feiern Thomas Müller für 710 Pflichtspiele

Fotocredit: Getty Images

Während er bei Heimspielen die Aufstellung verkündet, setzt Stadionsprecher Stephan Lehmann bei der Nummer 25 stets ein "The one and only" davor. Hört Müller als Spieler auf, stirbt in den Augen der Fans ein Teil des FC Bayern.

Müller kann dem FC Bayern immer noch helfen

Zumal er rein sportlich auch mit 35 Jahren der Mannschaft helfen kann. Müller ist in dieser Saison alle 126 Minuten an einem Tor beteiligt, obwohl er häufig erst in den Schlussminuten eingewechselt wird. Zum Vergleich: In der Saison 2018/19 war er alle 130 Minuten an einem Treffer beteiligt - damals überwiegend als Stammspieler.
Müllers Präsenz ist auf dem Platz sowie in der Kabine für die Mannschaft von unschätzbarem Wert. Ursprünglich wollte er seine Spielerkarriere beim FC Bayern beenden, hat dank seiner körperlichen Fitness aber noch zwei, drei Jahre im Kreuz.
Ein Engagement bei einem anderen Verein in Deutschland scheint undenkbar, ein Wechsel in die finanzstarke Liga nach Saudi-Arabien schon eher. In seiner Doku verriet Müller, dass er sich bereits einmal mit lukrativen Angeboten von saudischen Klubs beschäftigt habe.
In München würde er hingegen auf Gehalt verzichten. Doch Eberl will ihm offenbar nicht mehr tief in die Augen schauen.
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Quelle: Perform


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