FC Bayern - Ehrenpräsident Uli Hoeneß kritisiert Entwicklung bei Berater-Honoraren: "Teilweise vollkommen absurd"

Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß ist von einigen Entwicklungen im Profi-Fußball alles andere als begeistert. "Viele Dinge gefallen mir nicht, die sich momentan in der ganzen Branche entwickeln. Gerade, was die Berater verdienen, das ist teilweise nicht in Ordnung", erklärte der langjährige Klubboss der "Abendzeitung". Das Verhältnis zwischen Arbeit und Bezahlung sei "teilweise vollkommen absurd".

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Eine andere Option hätten die Vereine aber gar nicht, so Hoeneß. "Was willst du machen, wenn der Spieler dir sagt, es geht nur mit dem Berater? Es gäbe nur die Möglichkeit, zu sagen, wir verkaufen alle Spieler und spielen nur noch mit unserer Jugend."
Doch auch die Nachwuchstalente hätten oft schon Berater an ihrer Seite, erklärte der ehemalige Bayern-Präsident. "Es gab ja mal die Bemühungen der UEFA und FIFA, diese Beraterhonorare von den Spielern zahlen zu lassen, aber das ist dann irgendwie nicht durchgekommen. Das wäre interessant geworden", meinte Hoeneß.
Mittlerweile ist es gerade bei den großen Stars nicht ungewöhnlich, dass sich sowohl die Berater als auch die Spieler ein hohes Handgeld in den Vertrag schreiben lassen.
Joshua Kimmich, mit dem die Münchener aktuell verlängern möchten, ist da eine Ausnahme. Der deutsche Nationalspieler hat keinen Berater und verhandelt persönlich mit dem Rekordmeister. Er selbst habe Kimmich geraten, "diese Vertragsgespräche selber zu führen. Weil es gescheiter ist, wenn er das Honorar kriegt."
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Kimmich zögert - Hoeneß weiß nicht, warum

Als Profi werde man bei einem Klub wie den Bayern "ja nicht über den Tisch gezogen, da brauchst du eigentlich keinen Berater", so Hoeneß. Zuletzt sorgte der Fall Kimmich aber wieder für Schlagzeilen, da es bisher noch zu keiner Einigung kam. Stattdessen sollen die Münchener nach langem Zögern des 30-Jährigen ihr Angebot zurückgezogen haben.
Hoeneß weiß nicht, weshalb ein Ergebnis noch auf sich warten lässt. "Joshua und ich haben ein großes Vertrauensverhältnis zueinander, aber wir sitzen jetzt nicht jeden Tag zusammen", erklärte der 73-Jährige. Daher könne er "diese Frage nicht beantworten".
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