VfB Stuttgart: Neue Hoffnungsträger um für Rekordsumme fest verpflichteten Deniz Undav - VfB trotzt dem Umbruch

Der VfB Stuttgart avancierte zum Überraschungsteam der vergangenen Bundesliga-Saison. Mit begeisterndem Offensivfußball stürmten die Schwaben nach der Relegation im Jahr 2023 bis zur Vize-Meisterschaft zwölf Monate später. Damit qualifizierte sich die Mannschaft von Sebastian Hoeneß zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder für die Champions League. Die Dreifachbelastung wird eine neue Herausforderung.

Hoeneß freut sich auf "eine ganz besondere Saison"

Quelle: Perform

43 Punkte mehr als in der Vorsaison sammelte der VfB 2023/24. Es war die erfolgreichste Spielzeit seit der Meisterschaft 2007 - als man sogar noch drei Punkte weniger holte.
Der Erfolg spiegelte sich nicht nur in den Ergebnissen wider, sondern auch in einer spektakulären, unterhaltsamen Spielweise, die Cheftrainer Sebastian Hoeneß implementierte.
Serhou Guirassy entwickelte sich zu einem Topstürmer der Bundesliga und erzielte 28 Treffer. Mit Neu-Nationalspieler Deniz Undav bildete er ein kongeniales Offensiv-Duo. Zahlreiche andere Spieler wie Maxi Mittelstädt und Angelo Stiller machten einen großen Leistungssprung.
Das weckte Begehrlichkeiten bei der Konkurrenz und wichtige Leistungsträger haben den Verein verlassen. Doch Hoeneß will mit spannenden Neuzugängen der kommenden Dreifachbelastung trotzen und auf der Abenteuerreise durch Europa für Furore sorgen. Hinter einer weiteren Erfolgssaison stehen einige Fragezeichen.
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VfB Stuttgart: Deniz Undav bleibt bei den Schwaben

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VfB Stuttgart: Die wichtigsten Transfers

Denn mit Hiroki Ito (wechselt zum FC Bayern München, 23,5 Millionen Euro Ablöse), Waldemar Anton (22,5 Millionen Euro) und 28-Tore-Stürmer Serhou Guirassy (18,5 Millionen Euro, beide zu Borussia Dortmund) haben gleich drei wichtigste Leistungsträger die Schwaben verlassen.
Hoeneß räumte gegenüber "SWRSport" ein: "Natürlich waren das Einschläge für den Kader - teilweise erwartbar, teilweise nicht. Aber am Ende geht es darum, für Herausforderungen einfach gute Lösungen zu finden." Die bisherigen Lösungen ließen sich die Stuttgarter so viel kosten wie noch nie: Für Stürmer Ermedin Demirovic überwiesen die Schwaben gut 21 Millionen Euro plus Boni nach Augsburg – Vereinsrekord.
Der aber nur wenig später von der Fest-Verpflichtung des bisher ausgeliehenen Deniz Undav pulverisiert wurde. Für die Dienste des Nationalstürmers müssen die Schwaben nach monatelangem Tauziehen bis zu 30 Millionen Ablöse an Brighton & Hove Albion zahlen. Der 28-Jährige gilt beim VfB als Anker in der Offensive, ist innerhalb der Kabine ein wichtiger Faktor für das Mannschaftsklima und zudem absoluter Fan-Liebling.
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Ermedin Demirovic kam vom FC Augsburg und soll die Offensive des VfB Stuttgat stärken.

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Die bislang ausgeliehenen Jamie Leweling (5 Millionen Euro, von Union Berlin) und Leonidas Stergiou (2 Millionen Euro, FC St. Gallen) wurden fest verpflichtet. Innenverteidiger Jeff Chabot (4 Millionen Euro) kommt ebenso vom 1. FC Köln wie der ablösefreie Offensiv-Allrounder Justin Diehl.
Die Defensiv-Spezialisten Ramon Hendricks (700.000 Euro, von Feyenoord Rotterdam) und Frans Krätzig (Leihe für 500.000 Euro von Bayern München), Mittelfeldspieler Yannik Keitel (ablösefrei vom SC Freiburg) sowie Stürmer Nick Woltemade (ablösefrei von Werder Bremen) und Offensivkraft Fabian Rieder (Leihe für 800.000 Euro von Stade Rennes) erweitern den Kader in der Breite. Bis zum Ende der Transferperiode soll noch ein Innenverteidiger und eventuell ein Strafraumstürmer verpflichtet werden.
Die Abgänge von Ito und vor allem von Kapitän Anton haben große Lücken in der Abwehr hinterlassen, die Stand jetzt qualitativ noch nicht vollständig geschlossen werden konnten. Das weiß auch Hoeneß: "Fakt ist, dass wir mit Waldemar Anton unseren absoluten Abwehrchef verloren haben. Da ist die Suche in vollem Gange, da noch einen Qualitätsspieler hinzufügen zu können." Zudem ruhen mittelfristig die Hoffnungen auf einem, der schon da ist: Dan-Axel Zagadou, dessen Comeback nach einem Kreuzbandriss in Sichtweite ist.

VfB Stuttgart: Spielweise

Die generelle Ausrichtung der Schwaben unter Hoeneß ist gesetzt: dominantes Offensivspiel mit viel Ballbesitz und je nach Spielsituation mit hohem Pressing.
Die taktische Aufstellung ist vielseitig - sowohl das 3-5-2 mit einer variablen Dreier- bzw. Fünferkette als auch ein eher klassisches 4-2-3-1 oder ein 4-2-2-2 beherrscht die Mannschaft.

VfB Stuttgart: Die beste Elf

Nübel - Vagnoman, Rouault, Zagadou, Mittelstädt - Karazor, Stiller - Millot, Führich - Undav - Demirovic

VfB Stuttgart: Player to Watch

Justin Diehl – der Flügelflitzer kam vom 1. FC Köln und sorgte bereits in der Vorbereitung immer für frischen Wind. Schnell, trickreich und vor allem unbekümmert – so lässt sich seine Spielweise zusammenfassen. "Justin zählt auf seiner Position zu den spannendsten Spielern in Deutschland", sagt Sportvorstand Fabian Wohlgemuth über seinen talentierten Neuzugang.
Bei seinem Ausbildungsverein 1. FC Köln galt der 19-Jährige als Enfant Terrible, der es mit der professionellen Einstellung nicht immer so genau nahm. In Stuttgart soll Diehl auf der linken Außenbahn den zunächst gesetzten Nationalspieler Chris Führich auf Betriebstemperatur halten.
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Justin Diehl kam vom 1. FC Köln zum VfB Stuttgart.

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VfB Stuttgart: Prognose

Rund um Bad Cannstatt herrscht große Euphorie, alleine über 70.000 Dauerkarten hätte der VfB verkaufen können. Doch Hoeneß mahnt: "Wir sind ambitioniert, ohne Frage. Und trotzdem ist es schon so, dass sich ein paar Dinge verändert haben. Und da müssen wir uns hier im inneren Kreis einfach auch die Zeit geben, wieder Dinge zu entwickeln."
Der Schlüssel für den Saisonverlauf des VfB werden die Auswirkungen der Dreifachbelastung durch Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal sein.
Wenn die Schwaben von Verletzungen verschont bleiben, ist ein Platz unter den ersten Sechs drin.
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Quelle: Perform


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