RB Leipzig verspielt 3:0-Führung gegen VfL Bochum: Hausherren holen Remis dank Hattrick von Myron Boadu in 13 Minuten

Der VfL Bochum hat bei seinem Heimspiel gegen RB Leipzig ein Punkt geholt. Das Tabellenschlusslicht und die Sachsen trennten sich mit 3:3 (0:3). Bochum kam dank eines lupenreinen Hattricks von Myron Boadu (48., 56., 61.) in der zweiten Halbzeit von einem 0:3-Rückstand zurück. Vor der Pause hatten Willi Orban (10.), Antonio Nusa (13.) und Christoph Baumgartner (21.) für die Gäste getroffen.

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Quelle: Perform

Als Myron Boadu in der Nachspielzeit ausgewechselt wurde, feierten die Fans des VfL Bochum ihren Hattrick-Helden mit tosendem Applaus. Eine zittrige Schlussphase war noch zu überstehen, dann bejubelten Boadu und Co. das spektakuläre 3:3 (0:3) nach 0:3-Rückstand gegen RB Leipzig im Abstiegskampf so ausgiebig wie einen Sieg.
"Ich habe so etwas noch nie erlebt", schwärmte der Niederländer bei "Sky" von der Stimmung nach seinem Hattrick in nur 13 Minuten, der die Hoffnungen des Tabellenletzten auf den Klassenerhalt weiter nährte. "Wir sind schlecht gestartet, aber du darfst Bochum nie abschreiben. Das wird uns einen Boost geben."
Boadu, erstmals seit Anfang Oktober wieder in der Startelf, traf in der 48. und 57. Minute aus dem Spiel heraus, per Foulelfmeter (61.) verwandelte er das Ruhrstadion endgültig in ein Tollhaus. Zuvor hatten drei Tore innerhalb von zwölf Minuten durch Willi Orban (10.), Antonio Nusa (13.) und Christoph Baumgartner (22.) RB mit 3:0 in Führung gebracht.
Entsprechend gewaltig war der Frust bei den Sachsen. "Mir fehlen die Worte. Klar wussten wir, dass da noch was kommt von Bochum. Dann kriegst du so ein Scheißgegentor. Das ist viel zu billig, das darf uns nicht passieren, das ist unfassbar", schimpfte Kevin Kampl. Allerdings hatten die Leipziger auch Glück: Beim zweiten Treffer konnte eine mutmaßliche Abseitsstellung nicht vom VAR verifiziert werden, weil wegen technischer Probleme die kalibrierte Linie nicht gezogen werden konnte, wie "Sky" berichtete.

Hecking setzt Hofmann auf die Bank

Nach nur fünf Toren in acht Spielen unter seiner Regie hatte VfL-Trainer Dieter Hecking vor allem in der Offensive umgestellt. Philipp Hofmann, mit seinem Traumtor der Matchwinner beim 1:0 gegen den FC St. Pauli, musste auf die Bank, dafür kam Boadu. Auch Moritz Broschinski und Dani de Wit rückten ins Team.
RB-Coach Marco Rose musste im Angriff gar ohne echten Mittelstürmer auskommen. Ohne die gesperrten Lois Openda und Benjamin Sesko, die beim 1:2 in Stuttgart Gelb-Rot gesehen hatten, sowie den noch nicht wieder einsatzbereiten André Silva und Yussuf Poulsen blieb nur Mittelfeldspieler Baumgartner als "falsche Neun".
Das erste Tor erzielte ein Abwehrspieler: Orban erhielt an der Strafraumkante den Ball und schlug ihn in die Mitte. Was wohl als Flanke gedacht war, senkte sich zur Überraschung aller über den Innenpfosten in den Winkel.
Nur drei Minuten später legte ein Offensiver nach: Nusa kam eher zufällig an den Ball, den Baumgartner und Xavi Simons eigentlich verstolpert hatten, und traf per Flachschuss ins linke Eck. Wie am Reißbrett geplant war dagegen das 0:3. Nach Steilpass von Ridle Baku und Hereingabe von David Raum vollendete Baumgartner.
Nach der Pause drehte sich das Spiel völlig: Nach einem Leipziger Fehler im Aufbau bediente der eingewechselte Gerrit Holtmann Boadu, der zum ersten Mal zuschlug. Nach einer Hereingabe von Bernardo folgte der zweite Streich, ehe er nach einem Foul an de Wit vom Punkt traf.
(SID)
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Quelle: Perform


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