Roman Weidenfeller sieht Wechsel von Jonas Urbig zum FC Bayern kritisch: "Hat sich aus meiner Sicht verwechselt"

Der FC Bayern hat seit einigen Tagen einen neuen Torhüter: Jonas Urbig - zuletzt zweiter Torwart beim 1. FC Köln - gilt als großes Talent und könnte Manuel Neuer langfristig beerben. Zunächst wird sich der 21-Jährige allerdings mit der Bank zufriedengeben müssen - und genau das kritisiert Weltmeister Roman Weidenfeller nun bei "Sky". Urbig habe sich aus Sicht des Weltmeisters "verwechselt".

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Quelle: Eurosport

In Köln bekam Urbig zuletzt keine Spielzeit mehr. Der U21-Nationalkeeper galt bei seinem Jugendverein schon lange als Torwart der Zukunft, bekam zu Beginn der Saison das Vertrauen als Stammtorwart ausgesprochen.
Nach zehn Spieltagen dann allerdings der Kurswechsel: Trainer Gerhard Struber beförderte den erfahrenen Marvin Schwäbe in die Startelf. Seitdem läuft es rund - der 1. FC holte sieben Siege aus neun Spielen, Schwäbe hielt sechsmal die Null und wurde so durchaus zum Gesicht des sportlichen Aufwärtstrends.
Mehr Spielzeit dürfte Urbig bei seinem neuen Arbeitgeber nun nicht erwarten. Für Weltmeister Roman Weidenfeller ist das der falsche Weg. "Als junger Spieler brauchst du Spielpraxis", betonte der Ex-Profi bei "Sky".
Mit Blick auf die Torwartsituation - die Rolle als zweiter Torhüter ist nun mit Sven Ulreich, Daniel Peretz und nun Urbig auf drei Schultern verteilt - habe sich der gebürtige Euskirchener "verwechselt".

Urbig kämpft beim FC Bayern um die Bank

Auch dass sich Urbig ohne Bundesliga-Erfahrung dem deutschen Rekordmeister anschließt, hält Weidenfeller für falsch.
"Er hätte sich bei einem Bundesligisten durchsetzen müssen und erst einmal zeigen müssen, dass er die Qualität hat, überhaupt in der ersten Liga zu spielen", so der 44-Jährige.
Nach insgesamt 60 Zweitliga-Einsätzen für Köln, Greuther Fürth und Jahn Regensburg ist die Realität für den jungen Keeper nun erst mal der Kampf um den Spieltagskader beim FC Bayern.
Weidenfeller erarbeitete sich seinerzeit über die Reserve-Teams des 1. FC Kaiserslautern und von Borussia Dortmund nach und nach einen Stammplatz in der Bundesliga.

Weidenfeller brauchte Spielpraxis

"Als ich damals beim 1. FC Kaiserslautern auf der Bank gesessen habe, da war es für mich logisch, dass ich - egal ob in der Regional- oder Oberliga - bei der Amateur-Mannschaft gespielt habe. Ich brauchte den Rhythmus, ich brauchte die Spiele", erinnert sich der zweifache deutsche Meister.
Urbig ist zweifelsohne eine spannende Personalie. Ob der Schritt zum FC Bayern - wie aus der Sicht von Experte Weidenfeller - zu früh kommt, werden spätestens die nächsten Jahre zeigen.
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Quelle: Perform


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