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Harry Kane macht den Unterschied: FC Bayern gewinnt DFB-Pokal-Finale gegen VfB Stuttgart - Stürmer schnürt Dreierpack
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Update 24/05/2026 um 00:53 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern München hat nach sechs Jahren Abstinenz wieder den DFB-Pokal gewonnen und sich somit das Double gesichert. Im Finale von Berlin schlugen die Bayern Vorjahressieger VfB Stuttgart 3:0 (0:0). Harry Kane schnürte einen Dreierpack (55., 80., 90.+2/HE). Mit seinen Saisontoren 59 bis 61 machte der Angreifer den Unterschied. Stuttgart hatte bis zum 1:0 gut mitgehalten und wenig zugelassen.
Rekorde über Rekorde - Bayerns Pokalsieg in Zahlen
Quelle: Perform
Um 22:20 Uhr reckte Manuel Neuer den DFB-Pokal in den Berliner Nachthimmel, dann starteten die Stars des FC Bayern um Hattrick-Held Harry Kane im goldenen Konfettiregen ihre wilde Double-Party.
"Das ist so ein besonderes Spiel, so ein besonderes Gefühl", schwärmte Kane bei "Sky" nach dem so lang ersehnten Triumph im Olympiastadion und ergänzte: "Es war unsere Saison."
Mit dem 21. Pokalsieg der Vereinsgeschichte hatten die Bayern eine bemerkenswerte Saison gekrönt und sich beim 3:0 (0:0) gegen den lange ebenbürtigen VfB Stuttgart erstmals seit sechs Jahren das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg gewonnen.
Kane, der mit seinen Saisontoren 59 bis 61 in der zweiten Halbzeit (55./80./90.+2, Handelfmeter) zum gefeierten Helden wurde, schnappte sich sofort den Matchball, der verletzte Neuer fiel seinem Stürmerstar in die Arme.
Champions League als Trostpreis für den VfB Stuttgart
"Wir selbst wollten unbedingt das Ding gewinnen. Für uns selbst, unsere Familien und den Klub", sagte Ersatz-Kapitän Joshua Kimmich bei "Sky". Mit dem 46. Saisonsieg stellten die Bayern zudem ihren Vereinsrekord aus der historischen Triple-Saison 2012/13 ein.
Neuer, auf den nach seinem Ausfall wegen erneuter Probleme an der Wade nun das Comeback in der Nationalmannschaft wartet, kürte sich mit seinem siebten Pokalsieg neben Bastian Schweinsteiger zum Rekordsieger.
Der VfB verpasste derweil ein Jahr nach dem Triumph gegen Arminia Bielefeld die erfolgreiche Titelverteidigung, es bleibt die erneute Qualifikation für die Champions League als Trostpreis.
FC Bayern vermeidet "bitteren Beigeschmack"
"Wir haben eine überragende Saison gespielt und können alle stolz auf uns sein. Gibt Schlimmeres, als gegen Bayern zu verlieren", sagte Deniz Undav in der "ARD". "Am Ende war es Harry Kane dreimal, also der gewöhnliche Ablauf", meinte VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth am "Sky"-Mikrofon.
Der Druck lag im Vorfeld klar aufseiten der Münchner. Nach einer starken Saison und dem Halbfinal-Aus in der Champions League gegen Paris Saint-Germain war ein Sieg in Berlin fast schon Pflicht - wenngleich die Bayern fast unisono betonten, die Bewertung der Spielzeit nicht nur an diesem einen Spiel festmachen zu wollen.
"Einen bitteren Beigeschmack" würde eine Niederlage jedoch schon hinterlassen, gestand Kane.
Stuttgart in der ersten Halbzeit ebenbürtig
Doch soweit wollten die Bayern gar nicht erst denken. Auch die kritischen Aussagen von Patron Uli Hoeneß hinsichtlich einer möglichen Vertragsverlängerung von Sportvorstand Max Eberl konnten die Vorfreude auf das erste Pokalfinale seit sechs Jahren bei Verein und Fans nicht trüben.
Die Anhänger feierten den "Rekordpokalsieger" mit einer großen Choreo vor Anpfiff, Tausende hatten sich bereits auf einem Fanmarsch durchs Berliner Westend auf das Endspiel eingestimmt. "Wir wollen das machen, was wir die ganze Saison gezeigt haben", betonte Kompany.
Das klappte in der Anfangsphase jedoch kaum. Vielmehr war es der VfB, der vor den Augen geballter Prominenz um Bundestrainer Julian Nagelsmann und Starcoach José Mourinho mit aggressivem Pressing und viel Einsatzwillen die Spielkontrolle übernahm - und auch gefährlich wurde.
Urbig muss sich strecken
Ein erster Abschluss von Maximilian Mittelstädt (9.) landete am Außennetz, beim zweiten aus der Distanz (17.) musste sich Neuer-Ersatz Jonas Urbig dann aber schon strecken. Von den Bayern? Kam offensiv zunächst kaum etwas.
Erst nach einer halben Stunde verzeichnete Luis Díaz für den Meister den ersten richtigen Abschluss, stellte VfB-Torwart Alexander Nübel in dessen wohl letztem Spiel für Stuttgart aber vor keine Aufgabe
Kompany versuchte an der Seitenlinie derweil, seine Spieler nach vorne zu peitschen.
Kane trifft aus dem Nichts
Und tatsächlich fanden die Bayern kurz vor der Halbzeit etwas besser ins Spiel: Beim Distanzschuss von Josip Stanisic (37.) musste Nübel erstmals eingreifen.
Auch nach der Pause blieb das Spiel zunächst umkämpft - bis die Bayern im dichten Pyro-Nebel eiskalt zuschlugen. Eine Flanke von Michael Olise verwertete Kane, der bis dahin kaum in Erscheinung getreten war, per Kopf aus kurzer Distanz.
Konrad Laimer (61.) vergab nur kurz darauf aus ähnlicher Position kläglich. Kane legte nach - und blieb in der Nachspielzeit auch vom Punkt cool. "Das ist der beste Transfer, den wir je gemacht haben", zeigte sich Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß in der "ARD" glücklich.
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(SID)
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Quelle: Perform
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