Werder Bremen - Schiedsrichter Martin Petersen sorgt für Kopfschütteln nach drei Platzverweisen: "Unter aller Sau"

Drei Platzverweise gegen Werder Bremen beim Bundesligaspiel gegen Mainz 05 (1:0) haben für teils heftige Kritik an Schiedsrichter Martin Petersen gesorgt. Nach Abpfiff warf Torschütze Leonardo Bittencourt dem Unparteiischen vor, "eine schöne Arroganz an den Tag gelegt" zu haben. "Hut ab. Muss man erstmal so hinkriegen, dass man ohne Not irgendwelche Roten Karten verteilt", schimpfte er.

Ole Werner sah nach Abpfiff des Spiels zwischen Werder Bremen und Mainz 05 die Rote Karte

Fotocredit: Imago

Doch was war passiert? Werders Innenverteidiger Niklas Stark, der bereits in der ersten Hälfte verwarnt worden war, hatte in der Nachspielzeit den Ball für einen Einwurf zu seinem Mitspieler Mitchell Weiser weitergeworfen.
Petersen wertete die Szene als Zeitspiel und zeigte dem 29-Jährigen die Ampelkarte. Daraufhin lief Bremens Kapitän Marco Friedl dem davonschreitenden Referee hinterher und tippte diesem auf die Schulter, um das Gespräch zu suchen.
Das Ergebnis: Nur zehn Sekunden nach Stark sah auch der Österreicher seine zweite Gelbe Karte und musste vom Platz. Es war der Mainzer Danny da Costa, der seinen Gegenspieler beruhigen musste.
Nach Abpfiff sah zudem auch ncoh Werder-Coach Ole Werner den roten Karton, weil er sich beim Abklatschen mit dem Schiedsrichter-Team scheinbar im Ton vergriff.

Werner entschuldigt sich

Werner entschuldigte sich wenig später im "DAZN"-Interview nach der Partie bei Petersen. Er sei "ein schlechtes Vorbild gewesen, weil ich mich nicht im Griff hatte", sagte der 36-Jährige über Szene.
Bei Bittencourt sah die Gemütslage anders aus: Sein Trainer sei "eigentlich ein ruhiger Artgenosse" und ein "fairer Sportsmann", nahm der 31-Jährige Werner in Schutz.
"Es war das ganze Spiel von Martin Petersen so, dass er Bock gehabt hat, Werder Bremen eine Rote Karte zu zeigen", polterte der Offensivmann bei "DAZN" und schob hinterher: "Was heute auf dem Platz ablief, das war für mich unter aller Sau!"
Schiedsrichter Petersen, der in der umkämpften Partie zusätzlich zu den drei Platzverweisen acht Gelbe Karten verteilte, rechtfertigte seine Linie. Beim Weitergeben des Balles durch Stark an Weiser sei für ihn "das Maß für eine Gelbe Karte erreicht gewesen". Der Innenverteidiger habe Zeit schinden wollen.
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Marco Friedl sieht in der Nachspielzeit Gelb-Rot

Fotocredit: Getty Images

Petersen erklärt Friedl-Platzverweis

Mit Blick auf die Friedl-Szene erklärte der 39-Jährige: "Da ging es um die Art und Weise. Der Spieler Friedl läuft mir hinterher und tatscht mir mehrfach auf den Rücken, was ich unangemessen fand."
Das mehrfache Insistieren des 26-Jährigen habe das Fass schließlich zum Überlaufen gebracht, weswegen er den Österreicher ebenfalls ein zweites Mal verwarnt habe, so der Schiedsrichter. In Puncto Werner, verriet Petersen, dass der Coach in der Kabine bei ihm um Verzeihung gebeten habe.
In der kommenden Woche fehlt den Bremern im Duell mit dem FC Bayern in München (Freitag um 20:30 Uhr im Liveticker) neben den zwei Stamminnenverteidigern Friedl und Stark auch der Trainer.
Auch die Mainzer müssen am nächsten Spieltag ohne ihren Hauptübungsleiter auskommen: Bo Henriksen flog zwar nicht vom Platz, sah aber in der 15. Minute zum vierten Mal in der laufenden Saison Gelb und muss die anstehende Partie gegen den FC Augsburg von der Tribüne verfolgen.
"Eine totale Katastrophe", schüttelte der Däne den Kopf, zeigte sich aber einsichtig: "Das ist mein eigener Fehler."
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Bayern-Neuzugang Urbig verrät: Das sind meine Idole

Quelle: Perform


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