Xabi Alonsos Wechsel zu Real Madrid offenbar perfekt: Trainer verkündet Abgang von Bayer 04 Leverkusen - Spanier wollte "den richtigen Moment finden"
Xabi Alonso wird Bayer 04 Leverkusen als Trainer verlassen. Das verkündete der Spanier am Freitagnachmittag. Damit scheint der Wechsel zu Real Madrid so gut wie perfekt. Nach übereinstimmenden Medienberichten aus Spanien und Deutschland wird der 43-Jährige bei den Königlichen auf Carlo Ancelotti folgen und einen Drei-Jahres-Vertrag bis 2028 unterzeichnen.
Madrid-Wechsel offenbar perfekt: Xabi Alonso verlässt Leverkusen
Fotocredit: Getty Images
"Diese beiden Spiele werden meine letzten in Leverkusen sein", sagte Alonso am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem 33. Bundesliga-Spieltag. Er sprach bewegt über "gemischte Gefühle" und tiefe Dankbarkeit. Über seine Zukunft machte Alonso aber zunächst keine Angaben. "Darüber rede ich nicht", sagte er: "Dies ist nicht der Moment dafür."
Die "Marca" hatte zuvor die exklusive Meldung von Eurosport Spanien vom 15. November bestätigt, wonach Alonso Bayer 04 Leverkusen zum Saisonende verlassen werde - mutmaßlich mit Ziel Real Madrid.
Die Mannschaft hatte der Meistermacher vor dem Training informiert. Im Leben gehe es darum, "den richtigen Moment zu finden", so Alonso, und am Freitag war dieser gekommen.
Am Morgen hatte die spanische Sportzeitung "Marca" vermeldet, dass Alonso bei den Königlichen einen Vertrag bis 2028 unterschrieben habe und damit Nachfolger von Carlo Ancelotti werde - dessen Abschied noch nicht offiziell ist. Ein Wechsel zu Real wirkt jedoch schon seit Wochen wie ein offenes Geheimnis.
Bayer verabschiedet "Profesor" Alonso
Zunächst nahm Alonso Huldigungen entgegen. "El Profesor. Mehr als ein Trainer.
Eine Führungspersönlichkeit, eine Inspiration, ein Vermächtnis.
Gracias", schrieb Bayer in den Sozialen Medien als Würdigung des erfolgreichsten Trainers der Vereinsgeschichte und in Anlehnung an eine berühmte Figur aus der spanischen Serie "Haus des Geldes".
Alonso hatte ein Treuebekenntnis zu Bayer trotz Vertrages bis 2026 vermieden und war den Fragen zu einem möglichen Abschied immer wieder ausgewichen. Nun machte er reinen Tisch.
Laut "Marca" soll eine Bestätigung seines neuen Jobs bei den Königlichen jedoch erst am 25. Mai erfolgen, wenn in Spanien die Saison endet. So habe man es mit dem scheidenden Ancelotti vereinbart.
Dem "Marca"-Bericht zufolge soll Alonso zwei Co-Trainer aus Leverkusen mit in die spanische Hauptstadt nehmen, darunter den Argentinier Sebastián Parrilla. Der Start von Alonso in Madrid soll erst nach der Klub-WM (bis 13. Juli) erfolgen. Ancelotti soll indes Brasilien als Nationaltrainer übernehmen.
Alonso mit Leverkusen 2024/25 ohne Titel
Den neuen Heilsbringer von Real Madrid präsentierte die Real-nahe Sporttageszeitung auf ihrer Startseite in Jubelpose. "Xabi Alonso nimmt die Herausforderung an", schrieb die spanische Sportzeitung.
Alonso, von 2009 bis 2014 Profi bei Real, hatte die Rheinländer im Oktober 2022 auf Tabellenplatz 17 übernommen und in zweieinhalb Jahren zu einem Topklub in Europa geformt. Er führte Bayer im Vorjahr zur ersten Meisterschaft der Vereinsgeschichte und zum DFB-Pokal-Sieg. In dieser Spielzeit blieben die ambitionierten Leverkusener ohne Titel, qualifizierten sich als Tabellenzweiter der Bundesliga aber erneut für die Champions League.
Klubboss Fernando Carro und Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes hatten in den vergangenen Wochen eine zügige Zukunftsentscheidung von Alonso gefordert, um "Klarheit" für die kommende Spielzeit zu haben.
Alonso hatte ein Treuebekenntnis zu Bayer trotz Vertrages bis 2026 vermieden und war den Fragen zu einem möglichen Abschied immer wieder ausgewichen.
Alonso gegen Dortmund vor letztem Heimspiel
Ein Wechsel zu Real wirkte daher schon länger wie ein offenes Geheimnis. Am Sonntag (15:30 Uhr im Liveticker) steht gegen Borussia Dortmund nun sein letztes Heimspiel an. Er wünsche sich auch sportlich "einen angemessenen Abschied", sagte er: "Ich will bis zum letzten Moment etwas zurückgeben."
Bayers Anführer Granit Xhaka war schon in der vergangenen Woche mit einer Art Abschiedsgruß an seinen Coach um die Ecke gekommen. "Egal, was passiert - wir hatten eine schöne Zeit", sagte der Schweizer mit nicht zu überhörender Wehmut in der Stimme: "So einen Trainer wünscht sich jede Mannschaft."
Fernando Carro, Vorsitzender der Geschäftsführung, meinte nun: "Die unter Xabi Alonsos Verantwortung erzielten Erfolge haben Bayer 04 in der Fußball-Welt dauerhafte Anerkennung verschafft." Carro weiter: "Die Meisterschale ungeschlagen nach Leverkusen zu holen, dazu der DFB-Pokal-Sieg, der Einzug ins Europa-League-Finale, der Supercup-Gewinn – darauf sind wir sehr stolz."
Kommt jetzt Fabregas nach Leverkusen?
Nun steht den Leverkusenern ein Umbruch bevor, mit Alonso verliert der Werksklub enorm an Strahlkraft. Dazu ist die Zukunft von Ausnahmekönner Florian Wirtz weiter offen, der 22-Jährige wird mit einem Wechsel zum FC Bayern in Verbindung gebracht. Der Abschied von Abwehrchef Jonathan Tah, der seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängert, steht schon fest.
Auf einen Abgang Alonsos sind die Verantwortlichen aber seit Wochen vorbereitet, es werden bereits Nachfolger gehandelt. Laut Medienberichten soll Cesc Fabregas (38) in der Pole Position sein. Der spanische Welt- und Europameister trainiert in dieser Saison den Serie-A-Klub Como 1907.
Auch der frühere Ajax- und ManUnited-Coach Erik ten Hag (55) gilt als Kandidat. Wirklich Klarheit wird es aber wohl erst nach der Saison geben.
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(mit SID)
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Zukunft bei Bayer oder in Madrid? Alonso hält sich bedeckt
Quelle: Perform
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