Zu teuer für den VfB Stuttgart, ausgemustert beim FC Bayern München - im Fall Alexander Nübel gibt es nur Verlierer

Nach drei Jahren beim VfB gibt Torhüter Alexander Nübel seinen Abschied aus Stuttgart bekannt. Der 29-Jährige kehrt zu seinem Stammverein FC Bayern München zurück. Dort hat er zwar noch einen Vertrag bis 2030, wird aber nicht gebraucht. Damit ist Nübel zwar Nationaltorwart und WM-Fahrer, aber praktisch ohne Verein. Eine Geschichte, bei der alle Beteiligten gerade Verlierer sind.

Alexander Nübel bei seinem letzten Spiel für den VfB Stuttgart im Pokalfinale.

Fotocredit: Imago

Dass der Gang über den Rasen des Berliner Olympiastadions mit der Silbermedaille um den Hals seine letzten Momente im Dress des VfB werden würden, wusste Alexander Nübel am vergangenen Samstag nach der 0:3-Niederlage gegen den FC Bayern vermutlich längst.
Der offizielle Abschied folgte erst am Mittwoch, also vier Tage später. "Es war in jeglicher Hinsicht eine sensationelle Zeit beim VfB Stuttgart. Meine Familie und ich hatten drei wundervolle Jahre in Stuttgart, und ich habe mich vom ersten Tag an sehr wohlgefühlt", schrieb er in einem Instagram-Post, den sein Verein veröffentlichte.
Nübel wird Stuttgart verlassen und zum FC Bayern zurückkehren, von wo er ausgeliehen war. Doch seine Zukunft ist ungewiss.
Der FC Bayern hat mit dem Nübel-Transfer schon jetzt viel Geld verloren. Wohin er geht, steht noch nicht fest. Warum die Situation für alle Beteiligten ungünstig ist.

Der VfB konnte Nübels Gehalt nicht stemmen

Nur lobende Worte fanden die Verantwortlichen des VfB Stuttgart für Alexander Nübel. Er selbst war da schon in Herzogenaurach, wo er sich mit der Nationalmannschaft auf die WM vorbereitet.
Nübel habe beim VfB in drei Jahren "Maßstäbe gesetzt", wird Sportvorstand Fabian Wohlgemuth zitiert. "Auf Alex war jederzeit Verlass." Die Erfolge in den vergangenen Jahren, etwa der Pokalsieg 2025 und der dritte Europapokal-Einzug seien "untrennbar mit ihm verbunden".
Auch Trainer Sebastian Hoeneß hatte bereits am Samstag gesagt, er werde seinen Torhüter vermissen. "Nübel"-Sprechchöre hörte man häufig im Stuttgarter Stadion. Umso schmerzlicher die unvermeidbare Trennung.
Der 29-Jährige ist für den VfB zu teuer: Bislang übernimmt der FC Bayern einen Großteil seines Gehalts von rund zehn Millionen Euro, wie "Bild" berichtet. Dazu ist der Rekordmeister nicht mehr bereit. Die übrigen VfB-Profis verdienen weniger als die Hälfte. Die Zugeständnisse müssten also auf beiden Seiten groß sein. Die Schwaben holen lieber den ausgeliehenen Dennis Seimen zurück, der gerade mit dem SC Paderborn aufgestiegen ist. Offiziell bestätigt hat es der Verein noch nicht.

Der FC Bayern hat einen Torhüter für die Zukunft

Nach Manuel Neuer war Alexander Nübel der nächste Torhüter, den die Münchner 2020 vom FC Schalke 04 holten. Doch mit seinem "Vorgänger" verstand er sich nie gut, wie Medien seit Jahren berichten. Nübel wurde schnell verliehen, zuerst an die AS Monaco, ab 2023 an die Schwaben.
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Keine besten Freunde: Alexander Nübel und Manuel Neuer.

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Laut "transfermarkt.de" zahlte der VfB eine Million Euro Leihgebühr, doch nur ein Drittel seines üppigen Gehalts. 2024 verlängerte der FC Bayern seinen Vertrag. Laut "Sky" wurde sein Gehalt auf zehn bis zwölf Millionen Euro erhöht.
Der VfB Stuttgart beteiligte sich nach wie vor am Gehalt, zahlte es aber nicht einmal zur Hälfte. Rund 16 Millionen Euro Verlust soll Bayern bislang mit ihm gemacht haben.
Inzwischen ist Jonas Urbig Nachfolger Neuers beim Rekordmeister und fährt als Trainingstorwart ebenfalls mit zur WM. Nübel hat also keine Zukunft in München und soll von der Gehaltsliste gestrichen werden, wie zuletzt "Kicker" und "Bild" berichteten.

Juventus oder ManCity? Nübels Optionen

Der VfB verliert in Nübel zur neuen Champions-League-Saison einen Toptorwart, der FC Bayern jede Menge Geld, seit er verliehen worden ist. Und Nübel? Der gebürtige Paderborner muss sich einen neuen Verein suchen, der seinen Ansprüchen genügt.
Das bedeutet: Er muss einen Verein finden, der ihm annähernd das Gehalt überweist, das er beim FC Bayern bekommen hat. Daran scheiterte auch der Deal mit dem VfB Stuttgart.
Laut Informationen von "Sport Bild" sollen Manchester City und Juventus Turin am 29-Jährigen interessiert sein. Die Münchner fordern wohl zehn bis fünfzehn Millionen Euro. In Manchester steht Gianluigi Donnarumma zwischen den Pfosten, Nübel wäre dort also nur die Nummer zwei.
Bei Juventus Turin steht Michele Di Gregorio im Tor, der vergangenen Sommer kam. Dort würde Nübel "nur" Europa League spielen. Beides also keine perfekten Optionen. Vielleicht ergibt sich noch ein anderer Deal - Nübel ist ja ohnehin vorerst mit der Nationalmannschaft unterwegs.
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Kettemann nach Aufstieg: "Bin einfach müde"

Quelle: Perform


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