FC Bayern kämpft um Nick Woltemade und Luis Díaz: Zwischen Flaute und Bewegung – das ist der Stand im Münchner Transfersommer
Der FC Bayern fiel in diesem Sommer vor allem durch gescheiterte Transfers auf. Die Absagen von Florian Wirtz und Nico Williams hallen an der Säbener Straße nach, setzen Sportvorstand Max Eberl gehörig unter Zugzwang. Während bei einem Wunschspieler der nächste metaphorische Nackenschlag droht, kommt bei einem anderen Transferziel aus der Premier League offenbar Bewegung rein.
Christoph Freund (l.), Max Eberl (M.) und Vincent Kompany suchen nach Neuzugängen
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Rund eine Woche dürfen sich die Stars des FC Bayern noch entspannen, Strand und Berge nach der Klub-WM genießen, ehe es am 28. Juli zum Trainingsstart zurück an ihren Arbeitsplatz an die Säbener Straße geht.
Während Manuel Neuer seine - vom Boulevard dauerbegleitete - Traumhochzeit in Südtirol feierte, Joshua Kimmich gemeinsam mit Robert Andrich auf Ibiza abhing und Thomas Müller die ersten Tage seines Ruhestands genoss, arbeiteten die FCB-Bosse im Verborgenen auf Hochtouren am Kader für die neue Spielzeit.
Ein bislang durchaus zähes Unterfangen. Sportvorstand Max Eberl musste in diesem Transfersommer bereits einige Rückschläge verkraften. Allen voran die Absagen der beiden Ausnahmekönner Florian Wirtz und Nico Williams waren für die Münchner ein heftiger Schlag ins Kontor und zeigten, dass der deutsche Rekordmeister massiv an Strahlkraft eingebüßt hat.
Nachdem nahezu täglich neue Namen in der bayrischen Landeshauptstadt gehandelt wurden, beschränken sich die Bemühungen von Eberl und Co. bezüglich neuer Offensivkräfte mittlerweile auf zwei Spieler: Nick Woltemade und Luis Díaz. Die Chancen auf einen Doppel-Deal stehen aber schlecht.
Nick Woltemade (VfB Stuttgart)
Inmitten Nick Woltemades Heldengeschichte bei der U21-EM platzte vor knapp drei Wochen die Bombe: Der FC Bayern steht vor der Verpflichtung des großgewachsenen VfB-Stürmers, man habe sich mit dem Spieler bereits auf einen Sommertransfer verständigt. So war es zu lesen.
Was seinerzeit etwas unterging: Dass die Münchner auf ihrem Weg zum Woltemade-Wechsel noch am aktuellen Arbeitgeber des 23-Jährigen vorbeimüssen - dieser entpuppt sich nämlich mehr und mehr zu einem sehr unnachgiebigen, nicht sonderlich diskussionsfreudigen Türsteher.
"Wir verhandeln nicht mit Bayern München. Ich habe mich vor fünf Wochen ganz klar geäußert und daran hat sich nichts geändert: Nick Woltemade wird nächstes Jahr bei uns Fußball spielen", hatte Stuttgarts Vorstandschef Alexander Wehrle unlängst im Gespräch mit "Sky" erklärt, dennoch unterbreiteten die Münchner zwei Angebote für den Angreifer, dessen Vertrag noch bis 2028 gültig ist.
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Nick Woltemade ist ein Wunschspieler des FC Bayern München
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50 Millionen Euro plus fünf Millionen Euro Boni bot der deutsche Rekordmeister dem Vernehmen nach zuletzt, schaute aber - wie schon bei seiner ersten Offerte (40 Millionen Euro plus Boni) - in die Röhre.
Wie die "Bild" nun berichtet, sind weitere Angebote vonseiten der Bayern erst einmal nicht geplant. Stattdessen wolle man sich mit den Verantwortlichen des VfB an einen Tisch setzen und die möglichen Chancen auf einen Transfer im stillen Kämmerlein ausloten.
Die Situation scheint festgefahren. Der "kicker" schreibt sogar, dass ein Woltemade-Wechsel in diesem Sommer "nicht sehr wahrscheinlich" ist.
Luis Díaz (FC Liverpool)
Besser stehen die Chancen der Bayern offensichtlich auf eine Verpflichtung von Luis Díaz vom FC Liverpool. Um das Ganze alsbald in trockene Tücher zu bringen, haben die Münchner laut "Bild" ihre Woltemade-Bemühungen sogar vorerst auf Eis gelegt.
Demnach habe Díaz, der den gen Istanbul abgewanderten Leroy Sané ersetzen soll, den Bayern bereits signalisiert, dass er sich einen Wechsel an die Isar gut vorstellen könne.
Eine vollständige Einigung mit dem Spieler soll zwar noch ausstehen, die wichtigsten Punkte wie Vertragslaufzeit und Gehalt seien aber schon geklärt. Eine ähnliche Gemengelage wie bei Woltemade?
Nicht ganz. Anders als die Gralshüter in Stuttgart sind die Protagonisten der Reds gewillt, den Flügelspieler bei einem adäquaten Angebot ziehen zu lassen. Vor allem, weil der amtierende englische Meister selbst bislang mehr als 200 Millionen Euro ausgegeben hat und weitere Investitionen plant, sind Verkäufe obligatorisch.
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Luis Díaz (l.) jubelt für Liverpool
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Rund 75 Millionen Euro müsste der amtierende Meister berappen, um Díaz loszueisen. In den kommenden Tagen sollen sich die Spitzen der jeweiligen Klubs für Verhandlungen treffen.
Positiv aus Sicht der Bayern: Mit dem FC Barcelona hat sich ein potenzieller Nebenbuhler um den 28-Jährigen aus dem Rennen zurückgezogen. Die Katalanen holten anstelle von Díaz das ManUnited-Eigengewächs Marcus Rashford auf Leihbasis.
Díaz wechselte 2022 für 54 Millionen Euro nach Liverpool, in 148 Pflichtspielen erzielte er 41 Tore, zudem steuerte er 23 Vorlagen bei. Fortan soll er seine Qualitäten in München einbringen.
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Frankreich wütet: "Deutschland hat es nicht einmal verdient"
Quelle: Perform
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