FC Bayern: Max Eberl muss nach fatalem Frühsommer liefern - Sorgenkinder Boey, Kim und Palhinha müssen weg
Update 09/07/2025 um 09:50 GMT+2 Uhr
Aus im Viertelfinale der Klub-WM, Absagen von zahlreichen Transfer-Wunschzielen und die schwere Verletzung von Jamal Musiala: Der Frühsommer ist für den FC Bayern München alles andere als nach Plan verlaufen. Sportvorstand Max Eberl bleiben bis zum Trainingsauftakt knapp drei Wochen, bis dahin sollte der Kader größtenteils stehen. Noch steht der 51-Jährige aber vor einer riesigen Baustelle.
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Quelle: Perform
"Wenn wir diesen Kader gehabt hätten, hätten wir das Gefühl gehabt, dass wir Inter Mailand hätten schlagen können", erklärte Sportvorstand Max Eberl nach dem Viertelfinal-Aus bei der Klub-WM gegen Paris Saint-Germain (0:2).
Dreimal Konjunktiv in einem Satz - die Realität des FC Bayern sieht anders aus.
Der Ausflug in die USA offenbarte große Lücken im Kader, der Wadenbeinbruch von Jamal Musiala brockte dem deutschen Rekordmeister ein weiteres Problem ein.
Der Frühsommer der Münchner verlief mehr als nur ungünstig. Nach zahlreichen Absagen auf dem Transfermarkt weiß der Klub nun auch, dass es zur absoluten Spitze im europäischen Fußball noch ein gutes Stück ist. Bis zum Trainingsauftakt in drei Wochen ist die Devise klar: Eberl muss liefern.
Müller und Sané weg, Musiala verletzt: Was jetzt?
Das Meisterstück wird dabei die Planung in der Offensive. Thomas Müller und Leroy Sané sind beim FC Bayern Geschichte, mit der schweren Verletzung von Musiala trat der Worst Case ein. Wie geht es jetzt weiter?
Eine kurzfristige Vertragsverlängerung mit Müller wurde von der Vereinsikone selbst als realitätsfern abgetan, Eberl verwies die Spekulationen ebenso ins Reich der Märchen.
Mit Lennart Karl, Paul Wanner und Tom Bischof würden sich gleich drei Top-Talente als Alternative anbieten, das nötige Niveau hat aber noch keiner aus dem Trio auf dem Platz zeigen können.
Nick Woltemade, an dem die Bayern ohnehin schon baggern, drängt sich daher als Musterlösung für das bayerische Offensiv-Dilemma nahezu auf. Die Verhandlungen mit dem VfB Stuttgart waren bisher aber äußerst zäh, nach dem Musiala-Aus haben die Schwaben ein weiteres Druckmittel auf ihrer Seite.
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Nick Woltemade im Trikot der deutschen U21 soll vor einem Wechsel zum FC Bayern stehen
Fotocredit: Getty Images
Hinsichtlich der Sané-Nachfolge schwirrt der Name Luis Díaz rum. Als Flügelstürmer passt der Kolumbianer perfekt in das Anforderungsprofil, sein Marktwert liegt bei 70 Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.com). Díaz signalisierte bereits seine Wechselbereitschaft, einzig der FC Liverpool stellt sich noch quer.
Hier ist das Feingefühl von Eberl gefragt, der nach den Absagen von Florian Wirtz, Nico Williams und Jamie Gittens ordentlich unter Druck steht.
Boey, Kim & Palhinha: Die Sorgenkinder müssen weg
Ganz im Sinne des bayerischen Sparzwangs, den Eberl in den vergangenen Monaten immer wieder hervorhob, müssen aber zunächst Einnahmen generiert werden. Bis auf Mathys Tel (35 Mio.) geschah in dieser Hinsicht noch nichts Großes.
Die Defensive bereitete den Münchnern in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Kopfschmerzen, ganz oben auf der Verkaufsliste stehen daher Sacha Boey und Minjae Kim.
Letzterer war in München als Abwehrchef nie unumstritten, leistete sich regelmäßig folgenschwere Aussetzer. Italienischen Medienberichten zufolge gibt es Interesse seitens Milan und Juventus, ein konkretes Angebot liegt aber noch nicht vor. Die Bayern stellen sich als Ablöse etwa 35 Millionen Euro vor.
Boey wurde bei der Klub-WM ins Schaufenster gestellt, blieb gegen Benfica (0:1) und PSG (0:2) wie so oft während seiner Bayern-Zeit einiges schuldig. Olympique Marseille und Galatasaray zeigen Interesse, zehn Millionen Euro stehen im Raum.
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Minjae Kim kommt in der laufenden Saison auf 22 Einsätze für die Bayern.
Fotocredit: Getty Images
Weiter vorne finden sich zwei weitere Missverständnisse. João Palhinha kostete die Bayern im Sommer 2024 knackige 51 Millionen Euro. Ein Jahr später wären die Bayern bei etwa 30 Millionen gesprächsbereit, Manchester United soll laut "Sport Bild" Interesse zeigen.
Bei Bryan Zaragoza befindet sich Eberl immerhin bereits in Verhandlungen. Der zwischenzeitlich verliehene Spanier kam in eineinhalb Jahren auf 171 Minuten für den FCB und steht vor einer Leihe mit anschließender Kaufpflicht über 12 bis 15 Millionen Euro zu Celta Vigo.
FC Bayern: Der Defensive fehlt die Breite
Bei den Einkäufen muss Eberl auch die zuletzt abhandengekommene Breite in der Defensive in den Fokus rücken. Vor allem auf qualitativer Ebene.
In den USA haben sich zwar Neuzugang Jonathan Tah und Dayot Upamecano als neues Duo im Zentrum gefunden, dahinter sieht es aber mager aus. Nominell mag Hiroki Ito Innenverteidiger Nummer drei sein, die Rückkehr des Japaners nach dessen Mittelfußbruch ist jedoch noch nicht abzusehen.
Als Alternative befasst sich der FC Bayern Informationen der "Bild" zufolge mit Renato Veiga vom FC Chelsea, der Portugiese wäre für rund 35 Millionen Euro zu haben und die bitter notwendige Ergänzung für den Kader.
Kopfzerbrechen bereitet auch die Position des Linksverteidigers. Hinter dem zurzeit verletzten Alphonso Davies konnte Raphaël Guerreiro seine Chance nicht nutzen, Talent Adam Aznou spielt unter Trainer Vincent Kompany keine Rolle.
Abwehr-Alleskönner Josip Stanisic kann zwar wie gegen PSG auf links ausweichen, damit bleibt Konrad Laimer auf rechts aber als einzige Lösung übrig. Ein Umstand, den Eberl ändern muss.
Es sind viele Puzzleteile, die der Bayern-Sportvorstand in der Kaderplanung zusammenfügen muss. Noch steht Eberl ganz am Anfang - und die Uhr tickt.
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(mit SID)
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Neuer: Darum habe ich Donnarumma die Meinung gegeigt
Quelle: Perform
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