FC Bayern München: Joshua Kimmichs Partner im Mittelfeld gesucht - Dreikampf zwischen Goretzka, Pavlovic und Bischof

Joshua Kimmich ist beim FC Bayern München gesetzt - doch wer etabliert sich neben dem 30-Jährigen im zentralen Mittelfeld: Leon Goretzka, Aleksandar Pavlovic oder Neuzugang Tom Bischof? Während Goretzka mit seiner Robustheit punktet, überzeugt Pavlovic mit Spielintelligenz. Bischof bringt dagegen Dynamik und Offensivdrang mit. Es bahnt sich ein Konkurrenzkampf bei den Münchnern an.

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Wer darf's denn sein, Vincent Kompany? Leon Goretzka als robuster Allrounder, Aleksandar Pavlovic als spielstarker aber verletzungsanfälliger Stratege oder Tom Bischof als junger Shootingstar?
Die Position neben Joshua Kimmich im Mittelfeld könnte in den kommenden Wochen die spannendste Personalfrage beim FC Bayern werden. Denn die Münchner verfügen über drei Spielertypen mit drei unterschiedliche Stärken. Das Besondere: Die Besetzung der Position wird viel über die Spielidee des Belgiers verraten.
Zu Beginn der vergangenen Saison schien die Antwort noch klar: Aleksandar Pavlovic, der Youngster aus der eigenen Jugend, spielte sich neben Kimmich in den Fokus, Goretzka galt als aussortiert.
Mit Spielstärke, Übersicht und Ruhe am Ball hatte der gebürtige Münchner die Nase vorn. Doch eine Verletzung bremste den 21-Jährigen aus.

Rückblick: Pavlovic-Aufstieg, Goretzkas Comeback

Nach einer kurzen Episode mit João Palhinha, der mittlerweile für Tottenham kickt, rückte plötzlich Leon Goretzka ins Zentrum. Zuvor schon abgeschrieben, nutzte der Champions-League-Sieger von 2020 seine Chance und entwickelte sich unter Kompany zum Schlüsselspieler. Seitdem gibt es keinen klaren Favoriten mehr auf die "Co-Pilot-Position" neben Kimmich.
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Aleksandar Pavlovic plagten in der vergangenen Saison Verletzungsprobleme.

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Mit Tom Bischof kam im Sommer ein frisches Gesicht ablösefrei aus Hoffenheim. Der 20-Jährige stellte sich bei der Klub-WM in Orlando vor und machte keinen Hehl aus seiner Vorfreude auf seinen neuen Nebenmann: "Jo ist ein überragender Fußballer, ich schaue noch immer oft zu ihm herauf. Ich habe Bock, mit ihm zusammen im Zentrum zu spielen."
Bischof bringt eine besondere Note ins Rennen: Er ist Linksfuß, ebenfalls sehr stark im Ballbesitz und explosiver als seine Konkurrenten. Außerdem kann er eine offensivere Rolle übernehmen und wäre so auch als Alternative hinter Harry Kane auf der Zehn denkbar.

Goretzka ist bisher Kompanys Mann

Leon Goretzka verkörpert dagegen eher einen klassischen Box-to-Box-Spieler. Mit seiner physischen Präsenz, Dynamik und Torgefahr kann er einer Partie seinen Stempel aufdrücken, wie er es im Supercup gegen Stuttgart (2:1) eindrucksvoll unter Beweis stellte.
Unter Kompany wirkt er befreiter als noch unter Thomas Tuchel, der Trainer schätzt seine Robustheit und Erfahrung.
Der Nationalspieler machte unter dem Belgier definitiv wieder einen Schritt nach vorne, wirkt im Ballbesitzspiel des Rekordmeisters dennoch phasenweise begrenzt.
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Goretzka

Fotocredit: Getty Images

Pavlovic zeigt Strategen-Qualitäten

Anders sieht das bei Pavlovic aus. Der Youngster ist ein Stratege, der das Spiel aus dem ersten und zweiten Drittel mit klugen Pässen lenkt. Er überzeugt durch Ball- und Passsicherheit und passt optimal in das offensiv versierte Spiel des Bayern-Trainers. In Phasen, in denen er voll fit war, konnte er daher stets überzeugen.
Pavlovic ist defensiv aber nicht so stabil wie Goretzka. Seine Achillesferse bleibt jedoch die Gesundheit: In der vergangenen Saison verpasste er 17 Pflichtspiele und musste zuvor schon die EM 2024 auslassen. Für ihn geht es nun in erster Linie darum, eine komplette Saison annähernd gesund zu überstehen.
Bischof ist schließlich der unbeschriebene Joker im Rennen. Der Linksfuß bringt Tempo, Technik und Hunger mit, was ihn zu einer spannenden Alternative macht. Nach einer starken Sommervorbereitung bremste ihn eine Blinddarmentzündung zum Saisonstart aus, doch in den kommenden Wochen soll er eine Rolle spielen.
Seine eigentliche Bewährungsprobe wird jedoch erst in den großen Bundesliga- und Champions-League-Partien kommen. Bischof ist definitiv zuzutrauen, eine ernsthafte Rolle bei den Münchnern zu spielen. Nicht ohne Grund nominierte Julian Nagelsmann den Ex-Hoffenheimer zum Final Four der Nations League im Sommer.
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Bischof, Pavlovic, Goretzka: Wer hat die Nase vorn?

Vieles spricht jedoch dafür, dass vorerst Pavlovic und Goretzka die besten Chancen auf einen Stammplatz haben. Kompany ist ein Fan von beiden Spielern, bei Goretzka scheinen ihm insbesondere dessen Erfahrung und Körperlichkeit zu imponieren. Pavlovic bleibt hingegen die spielerisch spannendere Option - vor allem in Ligapartien gegen tiefstehende Gegner dürfte er wertvoll sein.
Bischof ist die große Unbekannte. Vorerst dürfte er von der Bank kommen. Seine Vielseitigkeit könnte den Linksfuß in den Kaderplänen jedoch schnell nach vorne spülen - gerade, wenn Verletzungen das Mittelfeld durcheinanderwirbeln.
Die kommenden Wochen werden zeigen, wer den Anspruch wirklich erfüllt. Bis dahin bleibt die Position neben Kimmich die am härtesten umkämpfte im aktuellen Bayern-Kader.
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