FC Bayern München: Kingsley Coman bringt unverhofft 30 Millionen Euro - Fall Nick Woltemade könnte wieder Fahrt aufnehmen

Nach zehn Jahren München ist Schluss: Kingsley Coman steht kurz vor einem Wechsel vom FC Bayern zum Ronaldo-Klub Al-Nassr. Dem Vernehmen nach spült der Verkauf des Franzosen rund 30 Millionen Euro in die Kassen des Rekordmeisters. Comans bevorstehender Abschied reißt ein Loch in den in der Offensive ohnehin schon dünn besetzten Kader. Doch plötzlich ist genug Geld da, um sinnvoll zu reinvestieren.

Kingsley Coman verlässt den FC Bayern München im Sommer 2025, Luis Díaz ist neu dabei

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Vincent Kompany jubelt selten ausgelassen. Stoisch cool verfolgt der Belgier in der Regel die Spiele seiner Mannschaft von der Seitenlinie. Doch beim Bundesliga-Gastauftritt des FC Bayern in Stuttgart Ende Februar ließ Kompany seinen Emotionen freien Lauf.
In der Nachspielzeit erzielten die Münchner das alles entscheidende 3:1. Kompany stürmte aufs Feld und beteiligte sich am Rudel-Jubel um Torschütze Kingsley Coman. Der Sieg beim VfB am 24. Spieltag war ein großer Schritt Richtung deutsche Meisterschaft, Kompanys erstem Titel als Trainer.
Ein knappes halbes Jahr später steht der Urheber von Kompanys ungewohntem Gefühlsausbruch unmittelbar vor dem Abschied aus München. Nach Informationen von "Sky" und "Bild" sind zwischen dem FC Bayern und Saudi-Klub Al-Nassr nur noch Details zu klären. Die Ablösesumme soll inklusive Boni bei 30 Millionen Euro liegen. Coman wird künftig fürstlich entlohnt: Die Rede ist von 20 bis 25 Millionen Euro Jahresgehalt - netto.
Während der Klub-WM in den USA hatte der Franzose noch seine Bayern-Treue öffentlich betont. "Ich will gerne bei Bayern bleiben. Ich habe zwei Jahre Vertrag, das ist einfach", schränkte aber gleichzeitig ein: "Es passieren viele Sachen im Fußball, man kann es nicht wissen."

Top-Angebot - für Coman und den FC Bayern

Seit ein paar Tagen hat Coman Gewissheit. Mit 29 winkt ihm noch einmal ein fetter Vertrag. Ein Angebot, das er nicht ausschlagen kann, zumal er Zeit seiner Karriere immer wieder von schweren Verletzungen zurückgeworfen wurde.
Auch der FC Bayern profitiert davon, dass das Geld in Saudi-Arabien nach wie vor locker sitzt. Coman gehört zu den Spielern, die mit dem Label "Kann gehen" versehen wurden. Da im Fall Coman der Preis stimmt, werden dem Flügelspieler keine Knüppel zwischen die Beine geworfen.
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Kingsley Coman (l.) wird den FC Bayern verlassen

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Die Bayern nehmen die 30 Millionen Euro gerne mit, auch wenn sie dadurch nach Leroy Sané und Thomas Müller einen weiteren Offensivspieler verlieren. Fünf Tage vor dem Supercup gegen den VfB Stuttgart (Sa., 20:30 Uhr im Liveticker) ist der Angriff spürbar ausgedünnt. Sané, Müller und (demnächst) Coman sind weg, Jamal Musiala und Paul Wanner sind verletzt und fallen noch wochen- bzw. monatelang (Musiala) aus.

Vier Spieler für drei offensive Positionen

Für die drei offensiven Positionen hinter Mittelstürmer Harry Kane stehen aktuell nur vier Spieler zur Verfügung: Die auf den Flügeln gesetzten Luís Diaz und Michael Olise, dazu mit Serge Gnabry ein weiterer Verkaufskandidat mit dickem Vertrag (17 Millionen Euro Gehalt) und Toptalent Lennart Karl.
In den beiden Testspielen gegen Olympique Lyon (2:1) und Tottenham Hotspur (4:0) kam Kompany dem Wunsch der Bayernbosse nach, mehr auf den eigenen Nachwuchs zu setzen. Der Coach wird zu diesem Schritt angesichts der aktuellen Kadersituation in der Offensive aber quasi gezwungen.
Nach der Verpflichtung von Diaz hatte Sportvorstand Max Eberl die Transferarbeit fürs Erste ad acta gelegt. Doch es gibt durch den Coman-Abgang gute Gründe, seine "Der Kader steht"-Aussage zu revidieren.
Mit den frischen Coman-Millionen ergeben sich neue Möglichkeiten, bis Transferschluss am 1. September vielleicht noch einen dicken Fisch an Land zu ziehen. Der festgefahrene Fall Nick Woltemade könnte eine neue Dynamik bekommen.
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Zwei aus vier für die Offensive: Luís Diaz herzt Torschütze Lennart Karl

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Wagt Bayern einen neuen Angriff bei Woltemade?

Bislang weigert sich der VfB Stuttgart, den Gesprächsfaden über einen möglichen Transfer des Nationalspielers überhaupt aufzunehmen - trotz eines 50-Millionen-Euro-Angebots aus München. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Bayern da noch was drauflegen. Ab 60 Millionen, so heißt es, würden die Stuttgarter verhandeln. Der Spieler drängt dem Vernehmen nach ohnehin auf einen Wechsel und könnte in München gleich zwei Löcher stopfen: Als (temporärer) Musiala-Ersatz auf der Zehn und als Back-up für Kane.
Als mögliche Alternative hielt sich zuletzt der Name Christopher Nkunku hartnäckig. Der 27-jährige Franzose hat allerdings zwei bescheidene Jahre beim FC Chelsea hinter sich und wird aktuell mit einer Rückkehr zu RB Leipzig in Verbindung gebracht - im Tausch für den wechselwilligen Xabi Simmons, den es nach London zieht.
Die "große Lösung" aber heißt Woltemade. Damit würden die Bayern ihren eigenen Ansprüchen auch am ehesten gerecht werden. Unisono verkündeten Kompany und Eberl in der Sommerpause mehrfach, dass die Mannschaft in der neuen Saison "den nächsten Schritt" machen müsse. Woltemade könnte dabei helfen - dank des unverhofften Geldregens aus Saudi-Arabien.
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"Seine Zeit ist abgelaufen": Barça-Fans uneins wegen ter Stegen

Quelle: Perform


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