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FC Bayern: Uli Hoeneß verteidigt seine Aussagen über Max Eberl: "Was ich gesagt habe, war für ihn sehr hilfreich"
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Update 10/09/2025 um 17:14 GMT+2 Uhr
Ehrenpräsident Uli Hoeneß vom FC Bayern München hat seine kontroversen Aussagen über Sportvorstand Max Eberl vehement verteidigt. "Ich habe überhaupt keinen Grund, mich mit Max auszusprechen. Ich bin der Meinung, dass das, was ich gesagt habe, absolut okay ist. Das ist die Wahrheit. Die Wahrheit wird auch so bleiben", sagte Hoeneß bei einem Termin am Mittwoch im Münchner Olympiapark trotzig.
Uli Hoeneß hat seine Äußerungen vom Wochenende erklärt.
Fotocredit: Getty Images
Uli Hoeneß und Max Eberl standen im pompösen Kuppelsaal der Bayerischen Staatskanzlei und lauschten den Lobeshymnen von Ministerpräsident Markus Söder über ihren FC Bayern.
Gut ein Meter trennte den Ehrenpräsidenten vom Sportvorstand, gefühlt liegen momentan jedoch Welten zwischen den beiden. Die kontroversen Aussagen von Hoeneß über Eberl sorgen seit Sonntag für einige Aufregung - der 73-Jährige ist sich jedoch keiner Schuld bewusst. Im Gegenteil.
"Ich habe überhaupt keinen Grund, mich mit Max auszusprechen. Ich bin der Meinung, dass das, was ich gesagt habe, absolut okay ist. Das ist die Wahrheit. Die Wahrheit wird auch so bleiben", sagte Hoeneß kurz vor dem Empfang bei einem "OlympiJa"-Termin im Münchner Olympiapark trotzig.
Er hatte Eberl im "Sport1"-Doppelpass als "ziemlich empfindlich" bezeichnet. Dieser habe "so seine Probleme", Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen. Als Kritik wollte Hoeneß dies alles aber keineswegs verstanden wissen: "Alles, was ich gesagt habe, war für ihn sehr hilfreich. Alles, was ich gesagt habe, sollte ihm helfen."
Hoeneß: "Scheinbar der größte Verteidiger von Max"
Er sei "scheinbar der größte Verteidiger von Max", führte er aus: "Vielleicht hätte er das auch selbst sagen können, dann hätte er nicht einige Tage deswegen Prügel gekriegt."
Auch mit den Internas aus dem Leihgeschäft von Nicolas Jackson habe er, "dem Max helfen wollen, weil sie ihm vorgeworfen haben, dass er diese Option eingeräumt hat", sagte Hoeneß in Richtung Medien.
Ihn habe vielmehr "wahnsinnig geärgert", so Hoeneß, "wie bescheuert einige Journalisten sind, die diese Aussage zu Jackson so auslegen, wie wenn ich was gegen den hätte. Die haben in der Mathematik nicht gut aufgepasst."
Hoeneß findet Jackson-Aussage "harmlos"
Hoeneß hatte von einer Klausel über eine Kaufpflicht des deutschen Rekordmeisters berichtet, sollte der Offensivspieler vom FC Chelsea 40 Spiele für die Bayern von Beginn an bestreiten.
Da Jackson im Januar auch noch beim Afrika Cup sei, "kann er diese 40 Spiele gar nicht machen. Und nicht mehr und nicht weniger habe ich gesagt."
Er fand die Aussage genauso "harmlos" wie die über den Verzicht von Jacksons Seite auf drei Millionen Euro. Das seien "alles Dinge, die eigentlich positiv für einen Berater oder für einen Manager sind."
Hainer: "... dann wird es langweilig"
Von einem Zerwürfnis will bei den Bayern ohnehin niemand etwas wissen. "Es ist ja durchaus legitim, auch kontrovers zu diskutieren. Nichts anderes hat Uli Hoeneß gesagt. Und ich finde, dass das das Normalste der Welt ist. Wenn alle immer nur im Chor das Gleiche singen, wird es langweilig", sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen in der Münchner Staatskanzlei.
Wichtig sei, "dass wir bei uns intern diese Diskussion führen und ein gemeinsames Ergebnis haben. Und auf das Ergebnis kommt es letzten Endes an."
Auch Präsident Herbert Hainer bewertete die Aussagen von Hoeneß gelassen. "Man muss da immer die Kirche im Dorf lassen. Da wird jedes Wort auf die Goldwaage gelegt. Der Uli sagt, was er denkt. Es ist immer im Sinne des FC Bayern München. Er will das Beste für den FC Bayern", betonte Hainer.
FC Bayern: Söder spricht von Transfer-Theater-Periode"
Man arbeite intern "sehr gut zusammen", ergänzte er: "Wir treffen alle Entscheidungen zusammen. Und um noch einmal auf den Transfersommer zurückzukommen: Da gibt es keinen Max-Eberl-Transfer oder Christoph-Freund-Transfer oder von wem auch immer. Das ist der FC Bayern. Wir haben im Aufsichtsrat jedem Transfer zugestimmt."
Dennoch: Sogar Ministerpräsident Söder bezeichnete die letzten Wochen beim FC Bayern als "Transfer-Theater-Periode". Eine Periode mit einer "ordentlichen Watschn für Eberl" zum Abschluss, wie es Torwart-Legende Sepp Maier bei "Sport1" bezeichnete.
Der 81-Jährige räumte zwar ein, "dass Max einen Höllenjob hat. Das darf man nicht vergessen. Beim FC Bayern ist man immer unter Dauerfeuer." Aber dass sein Kumpel Hoeneß "ihn da öffentlich ein bisschen kritisiert, ist nicht böse gemeint, sondern soll ihn stärken".
Hoeneß habe mit seinen Äußerungen nie die Absicht, "jemanden zu demütigen. Er sagt, was er denkt, und das wirkt dann manchmal härter, als es gemeint ist. Aber eigentlich macht er damit klar: Max ist wichtig, er muss Verantwortung tragen. Das ist eher ein Ritterschlag als ein Angriff. Von daher muss Max Eberl sich da noch keine Sorgen machen."
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(SID)
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