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Hamburger SV äußert sich zur Trennung von Sportvorstand Stefan Kuntz: "Vorwürfe eines schwerwiegenden Fehlverhaltens"
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Update 12/01/2026 um 15:25 GMT+1 Uhr
Der Hamburger SV hat die Gründe für die Trennung von Sportvorstand Stefan Kuntz (63) konkretisiert. Demnach hätten "Vorwürfe eines schwerwiegenden Fehlverhaltens von Stefan Kuntz" zur Vertragsauflösung Anfang des Jahres geführt, wie es in einer Mitteilung am Montag hieß. Der HSV hatte am 2. Januar die Trennung mit ihrem Sportvorstand bekannt gegeben, damals wurden "familiäre Gründe" genannt.
Der HSV äußert sich zur Trennung von Sportvorstand Stefan Kuntz
Fotocredit: Getty Images
Drei Spiele in Serie ohne Sieg, die vielen Platzverweise, der Ärger über die Schiedsrichter, das schwere anstehende Spiel gegen Bayer Leverkusen - all das war am Montag plötzlich Nebensache beim Hamburger SV. Denn: Gegen 9 Uhr am Morgen verschickte der Klub eine Mitteilung, die es in sich hatte und für ordentlich Wirbel rund um den Aufsteiger sorgt.
Anders als bisher dargestellt erfolgte die Trennung vom ehemaligen Sportvorstand Stefan Kuntz einen Tag nach Neujahr nämlich offenbar nicht "aus persönlichen familiären" Gründen, wie es bisher hieß, sondern weil im Dezember "Vorwürfe eines schwerwiegenden Fehlverhaltens von Stefan Kuntz" an den Aufsichtsrat des Klubs "herangetragen worden" seien, wie der HSV nun klarstellte.
Mit der Unterstützung "spezialisierter externer Anwälte" habe das Kontrollgremium dann "die Aufklärung der Vorfälle eingeleitet", wie es weiter hieß: "Nach sorgfältiger Prüfung und der Erkenntnis, dass die Vorwürfe glaubhaft sind, hat der Aufsichtsrat umgehend entschieden, eine schnellstmögliche Trennung von dem Vorstandsmitglied anzustreben. Aufgrund der expliziten Bitte der betroffenen Personen hatte bei der Trennung der Schutz der Betroffenen oberste Priorität, die auch weiterhin anhält."
Kuntz, der als Manager den HSV im vergangenen Sommer nach zuvor sieben Jahren in der 2. Liga zum Aufstieg geführt hatte, weist die Vorwürfe "entschieden zurück", wie der ehemalige Nationalspieler in einer Stellungnahme bei Instagram schrieb. "Im Sinne meiner Familie und aller mir nahestehenden Personen" habe er seine Anwälte "darum gebeten, gegen diese FALSCHEN Vorwürfe und Vorverurteilungen vorzugehen", so Kuntz weiter. Es gilt die Unschuldsvermutung.
HSV: Kuntz ließ "Gelegenheit zur Stellungnahme" ungenutzt
Laut HSV-Mitteilung habe Kuntz "insbesondere in Kenntnis der gegen ihn erhobenen Vorwürfe" der Trennung zum Jahresende zugestimmt. "Er war dabei anwaltlich vertreten", hieß es: "Die Gelegenheit zur Stellungnahme gegenüber dem Aufsichtsrat hat Herr Kuntz trotz mehrfacher Angebote explizit nicht genutzt."
Trotz all der Unruhe rund um den Traditionsklub versuchte Trainer Merlin Polzin, seine Mannschaft so gut es geht auf die Partie gegen Leverkusen am Dienstag (20:30 Uhr im Liveticker) vorzubereiten.
Die Causa Kuntz sei "ein Thema" in der Mannschaft gewesen, sagte der Trainer, er habe es aber "nicht nochmal explizit angesprochen, weil auch da ganz klar mein Motto ist, dass wir uns auf die Dinge fokussieren, die wir beeinflussen können. Das ist die Arbeit auf dem Platz."
Immerhin spielt der HSV aber wieder zu Hause, im Volksparkstadion mit den eigenen Fans im Rücken läuft es ja bekanntlich deutlich besser, als auswärts - den siebten Platzverweis in dieser Saison sollten die "Rothosen" aber so oder so besser vermeiden. Polzin freut sich jedenfalls, dass es erstmal nicht in Unterzahl losgeht. "Am Dienstag greifen wir im Elf-gegen-Elf wieder an", sagte er.
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(SID)
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