Nico Schlotterbeck sorgte mit Wutrede bei Borussia Dortmund für Aufsehen - BVB-Abwehrchef steht vor Zukunftsfrage

Nico Schlotterbeck sorgte mit seiner Kritik an seinen Teamkollegen bei Borussia Dortmund nach dem enttäuschenden Unentschieden in der Champions League für Aufsehen. Obwohl Trainer Niko Kovac seinen Abwehrchef bereits in Schutz nahm, hallt die Wutrede des Nationalspielers nach. Über allem steht auch die Frage nach seiner Zukunft: Hat Schlotterbeck mit dem BVB abgeschlossen oder verlängert er doch?

Kovac über Kritik von Schlotterbeck: "Verstehe die Frustration"

Quelle: Perform

Nico Schlotterbeck kann sich an den Anruf, der sein Leben verändern sollte, immer noch bestens erinnern. Er habe sich einfach "riesig gefreut", als vor vier Jahren in Freiburg sein Handy klingelte und der damalige Bundestrainer Hansi Flick dran war.
"Das war so ein Glücksmoment, den ich in meinem Leben nicht vergessen werde", sagte Schlotterbeck einmal über seinen Aufstieg zum Nationalspieler. Wenn er jetzt am Sonntag (15:30 Uhr im Liveticker) wieder in seiner alten Heimat auftritt, kommen also schöne Erinnerungen hoch.
Und die Gegenwart? Da läuft es für "Schlotti" mit Borussia Dortmund gerade weniger rund. Seine Wutrede nach dem schwachen Auftritt in der Champions League gegen FK Bodö/Glimt (2:2) hallt weiter nach, hat der Abwehrboss mit seinem Klartext-Interview womöglich mehr Schaden als Nutzen angerichtet?
Eine solche Generalkritik stehe einem "Spieler nicht zu", schreibt Didi Hamann in seiner "Sky"-Kolumne: "Wir wollen zwar, dass Spieler immer Klartext sprechen, aber diese Wortwahl ist grenzwertig. Du musst aufpassen, dass die Mannschaft nicht auseinanderdividiert wird durch solche Aussagen." Schließlich habe Schlotterbeck die Einwechselspieler wie etwa Karim Adeyemi "durch seine Aussagen mehr oder weniger persönlich angegriffen. Da muss man immer vorsichtig sein", so Hamann.
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Nico Schlotterbeck war nach dem 2:2 des BVB restlos bedient

Fotocredit: Getty Images

Kovac nimmt Schlotterbeck in Schutz

Von Trainer Niko Kovac wurde er hingegen öffentlich in Schutz genommen, "als Führungsspieler" habe der 26-Jährige "mit Sicherheit das Recht, gewisse Sachen anzusprechen. Dass er verärgert ist über das Verhalten, das wir an den Tag gelegt haben, ist völlig normal".
Auch von Sportdirektor Sebastian Kehl kamen beschwichtigende Worte - vielleicht auch, weil der BVB mit Schlotterbeck mitten in einem Vertragspoker steckt.
Und den Abwehrchef nicht verärgern will. Denn: Der BVB will den bis Sommer 2027 laufenden Vertrag von Schlotterbeck unbedingt verlängern, der Fanliebling soll zum Gesicht des Klubs aufsteigen, deutlich mehr Gehalt kassieren.

Schlotterbecks BVB-Zukunft ungewiss

Und die Zeit drängt: Im Worst Case könnten die Schwarz-Gelben nur noch im kommenden Sommer eine Ablöse für Schlotterbeck einstreichen, angeblich sollen Bayern München, der FC Barcelona (mit Flick!) und der FC Liverpool interessiert sein.
"Nico weiß, was er am BVB hat. Wir würden gerne mit ihm verlängern und seine Entwicklung weiter vorantreiben. Er schaut sich um und lässt sich Zeit, was sein gutes Recht ist", sagte Kehl zuletzt: "Trotzdem weiß er, dass wir gerne schnellstmöglich mit ihm verlängern wollen."
Auf ein BVB-Bekenntnis hat Schlotterbeck bisher verzichtet, der nächste Vertrag ist wohl der wichtigste in der Karriere des 26-Jährigen. Und er weiß: Ein einziger Anruf kann das Leben verändern.
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(SID)
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BVB-Coach Kovac angefressen: "Geht mir richtig auf den Zeiger"

Quelle: Perform


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