Uli Hoeneß attackiert Lothar Matthäus wegen Transfersumme von Nick Woltemade: "Nicht alle Tassen im Schrank"
Update 30/06/2025 um 08:38 GMT+2 Uhr
FC Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat Rekordnationalspieler Lothar Matthäus heftig attackiert. "Lothar Matthäus hat nicht alle Tassen im Schrank", polterte Hoeneß im "Kicker". Matthäus hatte im Poker des deutschen Rekordmeisters um Stuttgarts Jungstar Nick Woltemade eine Ablöse von 80 bis 100 Millionen Euro ins Gespräch gebracht. Dies brachte Hoeneß (73) laut "kicker" in Rage.
Lothar Matthäus stänkert gegen Uli Hoeneß zurück
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Matthäus trage "keine Verantwortung", werfe aber ähnlich wie schon im Fall Florian Wirtz - der Mittelfeldspieler entschied sich für den FC Liverpool und gegen den FC Bayern - "mit astronomischen Zahlen um sich", schrieb das Fachmagazin.
Mit solchen Aussagen setze der 64-Jährige "vor allem den VfB unter Druck, der am Ende bei einer niedrigeren Ablöse öffentlich als Verlierer dastehen würde".
Matthäus reagierte in der "Bild" eher gelassen auf die Angriffe. "Ich bin die Beleidigungen von Uli Hoeneß gewohnt und nehme sie nicht mehr ernst. Das macht er seit 20, 25 Jahren. Das lasse ich nicht an mich herankommen, da bekommst du eine dicke Haut", sagte er.
Hoeneß lebe "nach wie vor in seiner Welt und hat immer noch nicht verstanden, dass sich nicht nur der Fußball, sondern auch das Business weiterentwickelt hat".
Woltemade angeblich mit den Bayern einig
Matthäus betonte, er sei "informiert, was auf dem Markt los ist". Als möglichen Preis habe ich 80 bis 100 Millionen gesagt, da hat Uli Hoeneß anscheinend mal wieder nicht richtig nachgelesen. Es geht ihm nur darum, andere Menschen zu attackieren, um von eigenen Fehlern abzulenken." Er finde es richtig, dass sich der FC Bayern um Woltemade bemühe, halte aber eine Ablöse von 60 Millionen für "zu wenig".
Angreifer Woltemade, mit der U21 gerade Vize-Europameister geworden, ist sich mit den Bayern angeblich schon einig. Der 23-Jährige besitzt beim VfB aber noch einen Vertrag bis 2028 ohne Ausstiegsklausel.
Die Schwaben hatten Woltemade zuletzt als unverkäuflich erklärt. Die Bayern halten eine Ablöse von 30 bis 40 Millionen Euro für realistisch, die Stuttgarter wohl 100 Millionen.
Eberl legt nach - Hoeneß schießt gegen Experten
Am Sonntagabend kritisierte auch Bayern-Sportvorstand Max Eberl Matthäus nach dem 4:2 bei der Klub-WM gegen Flamengo Rio: "Von außen, ohne Interna oder Voraussetzungen zu kennen, die Preise wie auf dem Basar nach oben zu treiben, das gehört sich nicht. Das geht einen Schritt zu weit. Da hat sich Uli völlig berechtigt geäußert", sagte Eberl.
Hoeneß geht die Meinungsmache von Ex-Spielern grundsätzlich gegen den Strich: "Diese Experten sind mir schon lange ein Dorn im Auge", sagte er und nannte neben Matthäus noch Didi Hamann, Fredi Bobic aktuell bei der Klub-WM oder Michael Reschke, der einst als Technischer Direktor in München gearbeitet hatte.
Matthäus wiederum hatte Hoeneß zuletzt nach dessen Medienschelte aufgefordert, "sich in der Öffentlichkeit etwas mehr zurückzuziehen". Zumindest sollte sich der 73-Jährige "überlegter äußern", sagte er in der "Sport Bild".
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(SID)
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