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Urs Fischer setzt auf Ruhe im Mainzer Abstiegskampf - neuer Trainer startet Rettungsmission in Bundesliga-Krise
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Publiziert 08/12/2025 um 18:09 GMT+1 Uhr
Der neue Mainzer Trainer Urs Fischer sieht sich selbst als Gegenentwurf zu Vorgänger Bo Henriksen. Der frühere Erfolgscoach von Union Berlin übernimmt den Tabellenletzten inmitten einer sportlichen Krise und setzt auf Ruhe, Pragmatismus und kleine Schritte. Fünf Monate vor Ende der Bundesliga-Saison beginnt eine schwierige Rettungsmission, die in der Conference League ihren ersten Test findet.
Urs Fischer startet seine Aufgabe in Mainz
Fotocredit: SID
Den Segen für seine knifflige Retter-Mission beim FSV Mainz 05 erhielt Urs Fischer von hoher Stelle. "Könnte passen", urteilte DFB-Präsident Bernd Neuendorf bei "Welt-TV": "Er hat bei Union sehr gute Arbeit geleistet, ist sehr nachdenklich und reflektiert. Ich finde das auf den ersten Blick eine gute Wahl."
Doch beim Bundesliga-Schlusslicht betritt der Schweizer Neuland, nie zuvor in seiner Karriere übernahm er einen Verein in derart aussichtsloser Lage.
Er sei sich der "schwierigen Situation" bei den Rheinhessen sehr wohl bewusst, betonte Fischer bei seiner Vorstellung: "Es ist Abstiegskampf, wenn du sechs Punkte zurückliegst. Die musst du zuerst aufholen. Es sind noch 21 Spiele und viele Punkte zu verteilen."
Der Verein kenne "solche Situationen. Aber es ist keine Garantie, dass es wieder gut geht, nur weil es letztes Mal gutgegangen ist." Fischer ist aus Sicht der Verantwortlichen das perfekte Match.
Fischer, der "Anti-Henriksen"
Denn die hatten einen "Anti-Henriksen" gesucht, einen Gegenpol zum am Mittwoch entlassenen emotionalen Anpeitscher aus Dänemark. "Ein Vulkan bin ich nicht, ich werde nicht wie Bo sein. Das bin ich nicht, dann müsste ich was spielen. Und es ist wichtig, dass man als Trainer authentisch bleibt", sagte der 59-Jährige.
"Ich bin bodenständig, authentisch, ein bisschen pragmatisch. Wenn ich was einfordere, mache ich das auch konsequent. Dann kann ich auch eklig sein."
Premiere in der Conference League
Mit diesen Attributen soll er die Wende herbeiführen. Beim ersten Training am Montagnachmittag habe die Mannschaft einen "guten Eindruck" hinterlassen. Bereits am Donnerstag (21:00 Uhr im Liveticker) feiert Fischer in der Conference League bei Lech Posen seine Premiere.
Alles auf den Kopf stellen wolle er im Jahresendspurt aber erstmal nicht. Änderungen könnten in der aktuellen Lage nur "sehr behutsam" vorgenommen werden, ein Systemwechsel hin zur Viererkette sei entsprechend erstmal kein Thema.
"Kleine Schritte" start großer Umbruch
Er wolle die Mannschaft "nicht überladen mit Informationen. Es geht darum, kleine Schritte zu gehen und erstmal Kleinigkeiten einzubringen", erklärte Fischer.
Er weiß nur zu gut, dass es auf der Mission Klassenerhalt Geduld brauchen wird. Die bringt der gebürtige Züricher als passionierter Angler aber natürlich mit.
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(SID)
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