Borussia Dortmund dreht mit Transfer von Konstantinos Karetsas die Zeit zurück: Erinnerungen an Ousmane Dembélé geweckt

Mit der bevorstehenden Verpflichtung von Konstantinos Karetsas hat Borussia Dortmund einen Coup gelandet. Der griechische Nationalspieler, der vom KRC Genk aus der Jupiler Pro League in die Bundesliga wechselt, gilt als großes Zukunftsversprechen. Der Transfer des 18-Jährigen ist das Paradebeispiel für die Transferwende des BVB, der die Zeit zurückdreht - und Erinnerungen an Ousmane Dembélé weckt.

Konstantinos Karetsas steht vor einem Wechsel zu Borussia Dortmund

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Als Déjà-vu bezeichnet man gemeinhin eine kurze Erinnerungstäuschung, bei der sich eine neue Situation plötzlich vertraut anfühlt. Ins Deutsche übersetzt, heißt es so viel wie: "Schon gesehen."
Ein Gefühl, das im Fall von Borussia Dortmund und der bevorstehenden Verpflichtung von Konstantinos Karetsas bei so manchem Anhänger des BVB auftauchen dürfte.
Mit einer Ablösesumme von 33 Millionen Euro steigt der griechische Nationalspieler, der von seinem Jugendverein KRC Genk zum deutschen Vizemeister wechselt, zum zweitteuersten Transfer der Vereinsgeschichte auf - und zwar hinter Ousmane Dembélé, der 2016 für 35 Millionen verpflichtet wurde. Dem französischen Weltfußballer eifert Karetsas aber nicht nur in Sachen Finanzen nach.
Der 18-Jährige steht in Belgien und Griechenland im Ruf eines dribbelnden Wunderkindes mit magischem linkem Fuß. Die seit dem Abschied von Julian Brandt vakante Planstelle im offensiven Mittelfeld soll er nicht nur füllen, sondern schlichtweg neu interpretieren. Der BVB und Sportdirektor Ole Book wollen dabei aus der Vergangenheit lernen.

Rekorde, Superlative - und eine Herzensentscheidung

Trotz seines Alters ist sein Name in der Jupiler Pro League, in der er zuletzt mit einem Marktwert von 35 Millionen Euro als wertvollster Spieler galt, seit geraumer Zeit in aller Munde.
Am 1. September 2023 avancierte Karetsas im Alter von 15 Jahre, 9 Monaten und 13 Tagen zum jüngsten Torschützen in der Geschichte des belgischen Profifußballs. In der vergangenen Saison steuerte er drei Tore und 18 Vorlagen in 49 Pflichtspielen - darunter 38 Startelf-Einsätze - bei.
Der Wirbelwind aus Genk, wo der Shootingstar im November 2007 das Licht der Welt erblickte, wäre prädestiniert für eine Karriere in der belgischen Nationalmannschaft gewesen, die gerade nach dem endgültigen Scheitern ihrer goldenen Generation ein Versprechen für die Zukunft benötigt hätte.
Doch das schwere Erbe von Kevin De Bruyne wollte Karetsas nicht antreten - obwohl er bei Belgien sämtliche Jugendmannschaften durchlaufen hatte.
”Jedes Mal, wenn ich für Belgien gespielt habe, habe ich mich geehrt gefühlt", meinte er in einem Interview mit "The Athletic" im Dezember 2025. "Aber es gab immer ein seltsames Gefühl, weil ich wusste, dass ich mich mehr als Grieche fühle. Meine Entscheidung war also eine reine Herzensangelegenheit."

Erinnerung an Dembélé: Zu schön, um wahr zu sein?

Ein Fußballer mit Herz, das er nur zu gerne auf dem Platz lässt. Eine Eigenschaft, die in Dortmund seit jeher zu den Grundtugenden zählt.
Karetsas weiß nämlich nicht nur mit Toren, Vorlagen und mitreißenden Tricksereien zu überzeugen, die es regelmäßig in viel beachtete Videos in den Sozialen Medien schaffen.
Auch für die Drecksarbeit ist sich der Youngster nicht zu schade: Grätschen am eigenen Strafraum oder Klärungsaktionen auf der Linie gehören ebenso zu seinem Repertoire. BVB-Trainer Niko Kovac gefällt das.
Wie damals bei der Verpflichtung des 19-jährigen Dembélé von Stade Rennes für 35 Millionen Euro stellt sich die Frage, ob ein solcher Deal angesichts der in anderen Teilen Europas nicht mehr leistbaren Wunderkinder, nicht schon zu schön ist, um wahr zu sein.
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Konstantinos Karetsas gilt als großes Versprechen für die Zukunft

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Der BVB scheint jedenfalls die Zeit zurückzudrehen. Vorbehaltlich des Medizinchecks wird Karetsas gegen Ende der Woche als weiterer Ausweis der Dortmunder Transferwende vorgestellt. Weg von Spielern, die zwar gestanden sind, aber ohne große Fantasie kommen, hin zum einstigen Erfolgsmodell der jungen Hypertalente, die möglicherweise alsbald ganz woanders begehrt werden.
Dembélé wechselte 2017 nach nur einer Saison beim BVB für das Dreifache der investierten 35 Millionen Euro zum FC Barcelona - zuzüglich Boni. Das Ziel in Dortmund wird sein, Juwelen dieser Art künftig einen Tick länger zu halten. Karetsas soll einen Vertrag bis 2031 unterschreiben, damit wäre im Falle des schnellen Durchbruchs zumindest eine gewaltige Einnahme garantiert.

Kommt auch El Mala? Dortmund bleibt fleißig

Eine Absicherung, die nicht völlig unbegründet ist. Erst im Dezember 2025 legte Karetsas seinen ambitionierten Karriereplan dar.
"Mein Vater und ich haben meinen Werdegang genau geplant", erklärte er damals "The Athletic" und führte aus: "Zuerst in Belgien den Durchbruch schaffen und dann entweder dieses oder nächstes Jahr zu einem Team wechseln, mal sehen. Aber es läuft alles nach Plan."
Mit letzterem behielt er angesichts des Wechsels nach Dortmund Recht. Nun will er sich auch dort zu einem Leistungsträger entwickeln.
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Konstantinos Karetsas steht als Paradebeispiel für eine Transferwende bei Borussia Dortmund

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Für den BVB ist die Kaderplanung damit nicht abgehakt. Neben Karetsas soll U21-Nationalspieler Said El Mala (19) vom 1. FC Köln für die linke Außenbahn kommen und der phasenweise lahmen Offensive der vergangenen Saison neues Leben einhauchen.
Am Rhein soll ein erstes Angebot allerdings mit einem mitleidigen Lächeln quittiert worden sein, der FC stellt sich offensichtlich 50 Millionen Euro Ablöse vor.
Für den BVB wäre es ein finanzieller Kraftakt, auch wenn die Spielräume durch kleinere Abgänge und den Wechsel von Karim Adeyemi nach Barcelona gewachsen sind. El Mala wäre auch ein Zauberer, ein Kämpfer, ein Hypertalent - und ein Transferrekord.
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Quelle: Perform


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