BVB: Hans-Joachim Watzke schließt weitere Transfers aus und weist Olympia-Kritik von sich

Während die deutsche Fußball-Olympia-Auswahl in Tokio bereits in der Vorrunde die Koffer packen musste, bereitet sich Borussia Dortmund in Bad Ragaz auf die neue Saison vor. Über fehlende Bereitschaft des Bundesligisten, Spieler für Olympia abzustellen, wehrt sich BVB-Boss Hans-Joachim Watzke. Weitere Neuzugänge schließt er zunächst aus, Erling Haaland und Julian Brandt sollten hingegen bleiben.

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke

Fotocredit: Getty Images

"Aktuell denke ich nicht, dass es zwingend notwendig ist. Wir diskutieren es immer wieder. Wenn es sein müsste, würden wir was machen. Das wäre schon möglich, aber es muss auch immer Sinn machen. Du musst auch über zwei Wochen hinaus denken“, sagte Watzke im Interview mit dem Sender "Sky Sport News HD".
Angesprochen auf die derzeitige Lage in der Innenverteidigung relativiert er sein klares "Nein" zu Transfers jedoch nochmals:

Brandt und Haaland vor Verbleib

Nach dem sich lang abzeichnenden Abgang von Jadon Sancho zu Manchester United stand zuletzt auch immer wieder ein Transfer von Erling Haaland im Raum. Der FC Chelsea und Real Madrid sollen die Fühler nach dem BVB-Angreifer ausgestreckt haben. Watzke gab jedoch auch hier klar zu verstehen, dass man mit Haaland plane, genauso wie mit Julian Brandt. "Es war von Anfang an klar, dass wir die Saison mit Julian Brandt bestreiten wollen." Ein möglicher Abgang stand nie zur Debatte:

Kritik nach Olympia-Aus für Deutschland

Konfrontiert mit dem Olympia-Aus der deutschen Fußballer wies Watzke die Kritik daran, keine Spieler für Olympia bereitgestellt zu haben, zurück. Borussia Dortmund hätte beispielsweise in der Saison-Vorbereitung keine "Spieler abgeben können, ohne den ganzen Laden einzustellen", sagte der BVB-Geschäftsführer am Mittwoch. Weil DFB-Trainer Stefan Kuntz nur 18 statt der erlaubten 22 Spieler mit nach Japan nehmen konnte, waren zuletzt viele Vereine kritisiert worden.
"Man kann nicht erst eine EM spielen und dann Olympia - und dann sollen die, die alles bezahlen, nämlich die Klubs, das schwächste Glied in der Nahrungskette sein. Das geht beim besten Willen nicht. Wir können nichts für die Terminierung. Vielleicht hätte man die Anzahl der Spieler zusammenbekommen. Aber man muss eben vielleicht ein, zwei Ligen runtergehen", weist Watzke den Vorwurf klar zurück.
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