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Champions League: FC Bayern Frauen verpassen Halbfinale
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Publiziert 22/08/2020 um 22:00 GMT+2 Uhr
Die Frauen des FC Bayern München haben das Champions-League-Halbfinale verpasst. Im Viertelfinale gegen Olympique Lyon unterlag die Elf von Trainer Jens Scheuer mit 1:2 (0:1). Nikita Parris (41.) und Amel Majri (59.) brachten die Französinnen in Führung. Carolin Simon (63.) erzielte zwar noch den Anschlusstreffer, für mehr reichte für tapfer kämpfende Münchnerinnen allerdings nicht mehr.
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Fotocredit: Eurosport
So lief das Spiel:
Die Rollen waren in diesem Duell klar verteilt und so entwickelte sich das Spiel auch wie erwartet. Lyon hatte den Ball und Bayern verteidigte tief und versuchte bei Ballgewinn schnell umzuschalten. Das machten die Münchnerinnen allerdings sehr gut und so kam OL kaum gefährlich vor das Tor.
Die erste Halbchance in einer ereignisarmen Partie gehörte den FCB-Frauen. Hanna Glas setzte sich rechts durch und flankte gezielt in die Mitte. Dort hatte sich Lea Schüller etwas Platz verschafft, verpasste die Hereingabe mit einer Grätsche allerdings hauchdünn (22.).
Das war für lange Zeit die beste Offensivaktion, bis Lyon kurz vor Ende des ersten Spielabschnitts in der Bayern-Hälfte den Ball eroberte und das Spiel schnell machte. Eugénie le Sommer nahm den Ball kurz mit der Brust an und spielte direkt hoch in die Spitze auf Nikita Parris. Torhüterin Laura Benkarth eilte heraus, doch Parris war zuerst am Ball und köpfte über sie hinweg ins Tor (41.).
Mit 1:0 ging es in die Pause und aus der kam Lyon mit mehr Schwung. Delphine Cascarino überlief rechts Carolin Simon und drang in den Strafraum ein. Sie visierte die lange Ecke an, doch Benkarth konnte mit einer starken Fußabwehr den zweiten Gegentreffer verhindern (54.).
Kurz darauf war dann allerdings auch sie machtlos. Amel Majri hob einen Freistoß aus 17 Metern halbrechter Position schön über die Mauer in die rechte obere Ecke. Die FCB-Torfrau war zwar noch dran, konnte den Ball aber nur an den Innenpfosten und dann ins Tor lenken (59.).
Nach dem Zwei-Tore-Rückstand gaben die Bayern ihre defensive Ausrichtung auf und wurden auch direkt dafür belohnt. Simon brachte einen Freistoß von der rechten Seite flach nach innen. Dort trat Sara Gunnarsdóttir am ersten Pfosten über den Ball und fälschte das Spielgerät ins eigene Tor ab (63.).
Die Hoffnung kehrte bei den Münchnerinnen zurück und ihr Trainer Jens Scheuer wechselte offensiv. Trotz der nun risikoreichen Spielweise kamen die Bayern-Frauen nur noch zu einer großen Torchance. Die hatte es allerdings in sich. Sydney Lohmann wurde schön am gegnerischen Sechzehner freigespielt, sie schlug einen Haken und zog ab. Der Schuss klatschte ans linke Lattenkreuz (79.). Da wäre Sarah Bouhaddi im Lyon-Tor machtlos gewesen.
Danach war Lyon auf der Hut, brachte das Ergebnis souverän über die Zeit und qualifizierte sich somit fürs Halbfinale der Champions League, in dem das Starensemble am Mittwoch auf den französischen Konkurrenten PSG mit der deutschen Nationalspielerin Sara Däbritz trifft.
Die Stimmen:
Jens Scheuer (Trainer FC Bayern München): "Wir hatten gute Chancen, haben sie aber nicht genutzt. Daran werden wir arbeiten."
Wendie Renard (Olympique Lyon): "Das sind immer schwierige Spiele mit vielen harten Duellen. Wir haben es geschafft durchzukommen, aber ich bin äußerst unzufrieden mit unserer Leistung."
Amel Majri (Olympique Lyon): "Wir müssen viel besser spielen. Sie haben am Ende die Oberhand gewonnen. Wir haben es geschafft, das Ergebnis zu halten, aber wir müssen unsere Emotionen besser im Griff haben. Ich freue mich über das Freistoßtor, jedoch müssen wir mehr im Spiel tun."
Das fiel auf: Steil auf Parris
In der ersten Halbzeit versuchte es Lyon immer wieder mit hohen Steilpässen auf Nikita Parris. Doch die Engländerin tappte zumeist in die bayerische Abseitsfalle. So wurde die schnelle Angreiferin vor ihrem Treffer bereits dreimal wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen. Erst beim schönem Zuspiel von Eugénie Le Sommer passte alles und Parris traf.
Der Tweet zum Spiel:
Die Statistik: 3
Beide Teams taten sich schwer damit, für Torgefahr zu sorgen. Die Mannschaften gaben jeweils nur drei Schüsse ab, die das gegnerische Tor auch trafen. So ist es nicht verwunderlich, dass zwei der drei Tore durch Freistöße erzielt wurden.
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