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FC Bayern: Frauen jubeln in der Champions League und feiern trotz Wirr-VAR einen "Sieg der Mentalität"
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Publiziert 17/10/2025 um 13:55 GMT+2 Uhr
Bayern Münchens Fußballerinnen haben sich in der Champions League mit viel Glück für ihren kapitalen Fehlstart in die Königsklasse rehabilitiert. Acht Tage nach dem 1:7-Debakel beim FC Barcelona kam der deutsche Double-Gewinner gegen den italienischen Meister Juventus Turin durch den berühmten Bayern-Dusel erst nach Ablauf der angezeigten Nachspielzeit zu einem umjubelten 2:1 (1:1).
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Lea Schüller war ratlos.
"Ich habe nicht gesehen, ob der Ball über der Linie war", gestand die Angreiferin des FC Bayern München nach den dramatischen Schlussminuten gegen Juventus Turin. Kurz zuvor hatte sie den Ball mit vollem Einsatz über die Linie gespitzelt. Oder eben doch nicht? Wirr-VAR war angesagt.
Torlinientechnik? Fehlanzeige. Diskussionen? Folgten. Die Abseitsprüfung? Dauerte. "Ich war mir unsicher", gestand Schüller, "aber auf der anderen Seite dachte ich auch: Eigentlich war es kein Abseits."
Nach zwei quälend langen Minuten war der Pfiff von Schiedsrichterin Stephanie Frappart eine Erlösung. Der Treffer zählte - und die Bayern bejubelten mit dem 2:1 (1:1) ihre Rehabilitation in der Champions League.
Hainer und Eberl zittern auf Tribüne mit
Eine Woche nach dem 1:7-Debakel beim FC Barcelona sicherte sich das Team von Trainer José Barcala drei wichtige Punkte in der neu eingeführten Ligaphase der Königsklasse.
Ein hartes Stück Arbeit sei es gewesen, sagte Giulia Gwinn, "aber ich bin sehr froh, dass wir das Tor anerkannt bekommen haben und es über die Zeit bringen konnten".
Auch Klub-Präsident Herbert Hainer und Sportvorstand Max Eberl mussten auf der Tribüne am Bayern-Campus lange zittern. "Es war ein Sieg der Mentalität", lobte Coach Barcala: "Wir haben Charakter gezeigt."
Pernille Harder hatte die Bayern bereits in der elften Minute in Führung gebracht. Doch Eva Schatzer glich per direkt verwandeltem Freistoß (20.) aus. Trotz Aluminiumtreffern von Momoko Tanikawa und Georgia Stanway blieb es zur Pause beim schmeichelhaften Remis für Juve.
Bayern-Frauen nun gegen Titelverteidiger Arsenal
"Wir haben es verpasst, die Tore zu machen und unsere Dominanz auszunutzen", analysierte Torhüterin Mala Grohs: "Vor allem in der ersten Halbzeit hätten wir klarer führen müssen." Auch nach dem Seitenwechsel drängte München weiter, zielführende Angriffe gelangen aber immer weniger.
"In der zweiten Halbzeit haben wir es ein bisschen schleifen lassen, nicht so richtig in den Rhythmus gefunden, viele einfache Fehler gemacht", erklärte Gwinn, "aber bis zum Ende dran geglaubt." Schlussendlich habe der Wille gewonnen.
Im nächsten Duell fordern die Münchnerinnen den FC Arsenal am 12. November auf der großen Bühne in der Allianz Arena heraus. Gegen den Titelverteidiger braucht es erneut Wille und Leidenschaft - und vielleicht auch wieder etwas Wirr-VAR.
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(SID)
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