BVB: Woche der Wahrheit

Nur in der Champions League hat Borussia Dortmund noch Titelchancen. Doch gegen Donezk wird’s schwer - und dann wartet auch noch Schalke.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Erst Donezk, dann Schalke: Für Borussia Dortmund ist am Montag die vielleicht wichtigste Woche dieser Saison angebrochen.
Im Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League hat der BVB nach einem 2:2 im Hinspiel bei Schachtjor Donezk zwar im Signal Iduna Park die besseren Karten, doch die spielstarken Ukrainer sind weiterhin gefährlich. Das Viertelfinale ist noch lange nicht gesichert.
Dabei ist die "Königsklasse" in dieser Saison elementar für den Double-Sieger. In der Liga und im DFB-Pokal sind die Titelchancen futsch, in Europas Elite können die Jungs von Trainer Jürgen Klopp noch für Furore sorgen - und nicht zuletzt dem FC Bayern ein Bein stellen.
Michael Zorc gab bereits die Parole aus: "Ich will die restlichen Spiele der Champions League nicht von der Couch aus beobachten!"
Jeder in Schwarz-Gelb weiß: Mit der Qualifikation für die Runde der letzten Acht hätte sich der BVB endgültig in Europas Spitzengruppe zurückgemeldet. "Wir können einiges wiedergutmachen, was wir uns vorher aus der Hand haben nehmen lassen", merkte Nationalspieler Marcel Schmelzer mit einem Rückblick auf das 0:1 in München am vergangenen Mittwoch an.
Dortmund würde gegen den souveränen Tabellenführer der ukrainischen Premier League, der sein erstes Punktspiel am Wochenende nach dreimonatiger Winterpause mit 4:1 gegen Wolyn Luzk gewann, ein 0:0 oder 1:1 reichen. "Wir werden nicht verhalten oder auf Unentschieden spielen. Das können wir nicht, das ist nicht unsere Art", betonte Kapitän Sebastian Kehl aber. Die Defensive müsse jedoch gut stehen, denn Schachtjor werde auf Konter lauern, glaubt der 33-Jährige.
Hoffnung auf Hummels-Rückkehr
Umso größer ist deshalb die Hoffnung auf die Rückkehr von Mats Hummels, den noch die Folgen einer Grippe plagen. Klopp sieht eine kleine Chance, dass er mit seiner derzeit stärksten Formation auflaufen kann. Schon in München wurde der Innenverteidiger schmerzlich vermisst, Felipe Santana war kein gleichwertiger Ersatz.
In der entscheidenden Phase der Saison wird immer deutlicher, dass der Kader den Ansprüchen in drei Wettbewerben nicht gerecht wird. In der Breite fehlt die Qualität, was die Bosse im Sommer wohl zu einer großen Einkaufstour veranlasst.
Zorc sieht die Mannschaft derzeit dennoch im Soll: "Wir sind nach drei Titeln in zwei Jahren nicht so vermessen, das als naturgegebene Konstellation anzusehen. Um Meister oder Pokalsieger zu werden, bedarf es herausragender - und nicht nur guter Leistungen", sagte er im "kicker".
In der Champions League waren die Darbietungen der Dortmunder bislang exzellent. Als Erster der "Todesgruppe" mit Real Madrid, Manchester City und Ajax Amsterdam zogen sie ins Achtelfinale ein und sind noch ungeschlagen.
Die Konkurrenz hat Respekt
Die Konkurrenz hat seitdem großen Respekt vor Klopps Crew: "Wenn Dortmund zuhause spielt, sind sie wie eine Maschine. Sie spielen mit hohem körperlichem Aufwand und werden Donezk einige Probleme bereiten", glaubt Eurosport-Experte und Arsenal-Coach Arsène Wenger.
In der wichtigsten Woche der Saison tut den Borussen jeder Zuspruch gut. "Alle wissen, was auf dem Spiel steht, die Mannschaft wird sich reinhängen und alles aufbieten", bekräftigte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.
Angst vor einem Aus und dem Ende einer unbefriedigenden Saison ohne Titel haben die Borussen nicht. Zorc macht es deutlich: "Wir haben alle Schlüssel in der Hand, diese Runde zu überstehen."
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung