Benfica Lissabon kämpft sich bei Zenit St. Petersburg ins Viertelfinale

Benfica Lissabon darf weiter vom erste internationalen Titel seit 1962 träumen. Nach dem 1:0-Sieg im Hinspiel schaffte Portugals Rekordmeister im Achtelfinal-Rückspiel bei Zenit St. Petersburg durch das 2:1 (0:0) den Einzug ins Viertelfinale der Champions League. Die Führung der Gastgeber durch Hulk (69.) glich Nicolas Gaitan fünf Minuten vor dem Abpfiff aus. Talisca gelang das Siegtor (90.+5).

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Die Lehren:

Der portugiesische Spitzenreiter Benfica Lissabon fühlt sich auch auf europäischem Parkett sichtlich wohl. Durch eine konzentrierte Abwehrleistung machten die Gäste Zenit das Leben schwer. Zudem können die "Adler" auch einen richtig feinen Fußball zelebrieren. Das sah man im Rückspiel zwar nicht ständig, aber in den entscheidenden Momenten schon. Lissabon wankte nach dem Rückstand etwas, fing sich aber wieder. Der Einzug als dritter Viertelfinalist ist verdient.
Zenit St. Petersburg würde gerne mal weiter als bis ins Achtelfinale vorstoßen. Dass dies wieder nicht gelingt, lag an der ideenarmen Spielweise in der ersten Halbzeit. Nach dem ersten Treffer versuchten die Russen zu zaghaft nachzulegen. Die Chancenverwertung ließ ebenfalls zu wünschen übrig. In beiden Vergleichen war die hochkarätig besetzte Mannschaft unterlegen.

Das fiel auf: Gute Einwechslungen

Zenit-Coach André Villas-Boas wechselte Oleg Shatov und Igor Smolnikov in der 60. Spielminute ein. Und diese beiden Wechsel brachten ordentlich Schwung in die russischen Angriffsbemühungen. Benficas Coach Rui Vitoria rotierte mit Vorlagengeber Raúl Jimenez und Torschütze Anderson Talisca die spielentscheidenden Akteure ein.

Der Tweet zum Spiel:

Die Statistik: 3

Drei der vier Treffer aus Hin- und Rückspiel wurden mit dem Kopf erzielt. Benficas Talisca wollte diese Serie brechen und nutzte zur Abwechslung mal den Fuß.

Die Höhepunkte:

22. Der junge Ederson vereitelt eine gute Gelegenheit von Zenit. Ein Ball aus dem Mittelfeld wird hoch nach vorne gebracht. Dzyuba leitet das Ganze selber per Kopf ein, er bekommt die Kugel wieder im Strafraum in den Lauf geköpft, aber der Torwart klärt gut im Eins-gegen-Eins.
61. Nach einer Hereingabe von rechts steht Smolnikov blank. Vor ihm springt auch Witsel herum, so dass er wohl leicht überrascht war. Aus fünf Metern trifft er den Ball nicht richtig. Ederson hat die Kugel sicher. Das muss eigentlich das 1:0 sein.
69. TOOOR für Zenit St. Petersburg! Da ist das 1:0 für die Russen. Aber war das ein Foul? Zhirkov checkt eigentlich links Semedo um, aber Kassai pfeift nicht. Er legt den Ball hoch in die Mitte und Hulk köpft die Kugel unter den Querbalken.
72. Nach einem Eckball von links steigt Lindelöf am höchsten. Der Kopfball hätte gepasst, aber Lodygin dreht die Kugel noch irgendwie um den linken Pfosten. Starke Parade des Russen.
82. Dzyuba hat das 2:0 auf dem Fuß. Er wird nicht attackiert und spaziert durch den Strafraum bis er allein vor Ederson steht. Aber Ederson eilt aus dem Kasten und vereitelt die Topchance. Aus fünf Metern verkürzt er den Winkel und verhindert den Einschlag.
85. TOOOR für Benfica Lissabon! Aus dem Nichts fällt das 1:1. Jimenez zieht aus der Distanz einfach mal drauf. Er schießt aus der Drehung links am Strafraum. Lodygin ist mit der Hand noch dran. Die Kugel prallt von der Latte direkt vor den Kasten. Gaitan muss nur noch einnicken.
90.+6 TOOOR für Benfica Lissabon! Der eingewechselte Talisca beseitigt die letzten Zweifel. Sein Schuss links von der Strafraumgrenze geht links unten zum 1:2 in den Kasten. Lodygin streckt sich, kommt aber nicht heran.
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