Champions League: Borussia Dortmund empfängt Legia Warschau, Einsatz von Marco Reus möglich

Zwischen Euphorie und der ersten Ernüchterung lagen 24 Stunden. Kaum hatten die Mitglieder von Borussia Dortmund ihre Helden noch einmal für den Sieg gegen Bayern München hochleben lassen, gab es am Abend schon wieder eine schlechte Nachricht: Torhüter Roman Bürki erlitt einen Mittelhandbruch. In der Champions League gegen Legia Warschau geht's jetzt um den Gruppensieg - vielleicht mit Marco Reus.

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Das "Wochenende wie gemalt", von dem Präsident Reinhard Rauball während der Versammlung in den Westfalenhallen schwärmte, hat einen hässlichen Fleck.
Die Verletzungssorgen nehmen also auch vor dem Champions-League-Heimspiel gegen Legia Warschau (20:45 Uhr im Liveticker) kein Ende. Dafür kann wohl Marco Reus sein ebenfalls verletzungsbedingt x-mal verschobenes Comeback geben - endlich. "Wenn alles super läuft, hoffe ich, dass ich dabei sein kann", sagte er.

Acht Wochen Pause für Bürki

Dennoch: "Wir werden diese Verletztenmisere sehr deutlich und kritisch aufarbeiten", kündigte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke an. Da redete er noch im Glauben, die Probleme seien "langsam ausgestanden" - am Montag fügte er vor den Aktionären an: "Dachte ich, bis das Drama mit Roman Bürki kam." Der Torhüter wird acht Wochen ausfallen.
Das Knappschaftskrankenhaus hat jedenfalls gut zu tun. In dem schmucklosen Zweckbau im Stadtteil Brackel werden die vielen Medizinchecks für die BVB-Profis durchgeführt, gerade erst wurde Sebastian Rode wegen einer Blinddarmentzündung notoperiert. Noch in dieser Woche kommt Bürki auf den OP-Tisch.
Wochenlang hatte sich der BVB ohnehin am Stock durch die Saison geschleppt. Die mahnenden Worte vom Sonntag passten da gut ins Bild. "Es gibt keinen Anlass zu Triumphgeheul", hatte Watzke nach dem 1:0 gegen die Bayern gesagt, Trainer Thomas Tuchel nickte eifrig. Auch Rauball, der für drei Jahre wiedergewählt wurde, gab der Mannschaft mit auf den Weg, sich nach der "unfassbaren Freude" (Watzke) nüchtern "den neuen Aufgaben ab Montag" zuzuwenden.

BVB-Comeback von Reus möglich

Die erste lautet: Legia Warschau. Der polnische Meister ist eingedenk des Dortmunder 6:0-Auswärtssieges im September keine allzu hohe Hürde, zumal das Achtelfinale bereits nach vier von sechs Spielen erreicht ist. "Wir wollen den Gruppensieg!", fordert jedoch Watzke. Um den geht es bei Real Madrid am 7. Dezember.
Am Dienstag könnten Spieler im Mittelpunkt stehen, die lange draußen saßen. Roman Weidenfeller hat nach zehn Jahren als Stammtorwart seit Mitte 2014 ganze zwei Bundesliga-Spiele bestritten, im Gegensatz zur Vorsaison durfte er zuletzt auch im Europapokal nicht mehr ran. Dennoch dürfte er mit seiner Erfahrung ein gleichwertiger Bürki-Ersatz sein.
Und dann ist da noch Reus. Nach sechsmonatiger Verletzungspause hatten den Nationalspieler leichte Fersenprobleme nochmals aufgehalten. Nun soll es so weit sein. Es wäre sein erstes Pflichtspiel seit dem DFB-Pokal-Finale im Mai.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Dortmund: Weidenfeller - Passlack, Sokratis, Bartra, Schmelzer - Weigl - Pulisic, Castro, Götze, Dembélé - Aubameyang (Ramos). - Trainer: Tuchel
Warschau: Malarz - Bereszynski, Rzezniczak, Pazdan, Hlousek - Kopczynski, Moulin - Guilherme, Odjidja-Ofoe, Radovic - Prijovic. - Trainer: Magiera
Schiedsrichter: Strömbergsson (Schweden)
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