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Champions League: Rekorde für Schürrle, Ronaldo, Leicester & ZSKA
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Publiziert 28/09/2016 um 01:37 GMT+2 Uhr
Am zweiten Spieltag der Champions League war bereits einiges los: André Schürrle trägt sich in die Geschichtsbücher ein, Cristiano Ronaldo ballert munter weiter und bricht alle Rekorde, die Abwehr von ZSKA Moskau bleibt ein Scheunentor und Leverkusen würde ein Treffer von Stefan Kießling mal wieder guttun. Eurosport.de hat die Top-Statistiken zu den Spielen der Königsklasse.
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André Schürrle brachte mit seinem Ausgleichstreffer gegen Real Madrid das ganze Stadion zum Jubeln. Der Dortmunder selbst hatte aber gleich doppelten Grund zur Freude: Sein Hammerschuss zum 2:2 war nicht nur enorm wichtig, sondern brachte dem 25-Jährigen auch noch einen Eintrag in die Geschichtsbücher ein.
Schürrle ist nun der erste deutsche Spieler, der für vier unterschiedliche Mannschaften (Bayer Leverkusen, FC Chelsea, VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund) ein Tor in der Champions League erzielt hat.
Ronaldo weiter auf Rekordjagd
Ebenfalls einen Rekord aufgestellt hat Cristiano Ronaldo. Durch sein 1:0 hat der Portugiese nicht nur seinen bestehenden Torrekord auf internationaler Ebene (98) und in der Königsklasse (95) weiter ausgebaut, er erzielte damit auch seinen 18. Champions-League-Treffer im September.
So viele hat kein anderer Spieler in der Geschichte im ersten Herbst-Monat erzielt, auf den Plätzen zwei und drei rangieren in dieser zugegeben etwas weit hergeholten Statistik Filippo Inzaghi (17) und Lionel Messi (16).
Weniger erfreulich ist der Abend im Signal Iduna Park hingegen für Real-Trainer Zinédine Zidane verlaufen. Nach zweimaliger Führung den Sieg noch herzugeben, ist zum einen extrem bitter, zum anderen für die "Königlichen" aber auch sehr ungewöhnlich. Zuletzt unterlief den "Merengues" dieses Missgeschick in der Champions League vor knapp neun Jahren gegen Lazio Rom im Oktober 2007, als das Endergebnis ebenfalls 2:2 lautete.
Zidanes "Tiefpunkt"
Die Punkteteilung in Dortmund war für Real nun auch schon das dritte Unentschieden in Folge. In der Liga reichte es gegen Villareal (1:1) und Las Palmas (2:2) zuletzt ebenfalls zweimal nur zu einem Remis. Eine solche Durststrecke hat es unter der Ägide Zidanes bisher noch nicht gegeben.
Unentschieden – nämlich 1:1 – hat auch Bayer Leverkusen gegen die AS Monaco gespielt. Schütze des Führungstreffers für die "Werkself" war einmal mehr der Mexikaner Javier Hernández. Zunächst einmal nichts Ungewöhnliches.
Wirft man jedoch einen Blick auf die letzten Leverkusener Champions-League-Torschützen, stellt man fest, dass die letzten 23 Treffer in der Königsklasse bei Bayer 04 von ausländischen Spielern erzielt wurden. Was ist bloß mit Stefan Kießling los?
Kamil Glik, der Monaco in der Nachspielzeit noch den Ausgleich bescherte, ist zwar auch kein Franzose, sondern Pole, bei zuletzt 15 verschiedenen Torschützen bei ASM ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass darunter auch ein französischer Staatsangehöriger zu finden ist.
Leicester bestes Premier-League-Team
Champions-League-Debütant Leicester City war auch in seinem zweiten Spiel erfolgreich und führt damit die Gruppe G unangefochten an. Das Kunststück, die allerersten beiden Spiele in der Königsklasse zu gewinnen, gelang bisher noch keiner der bisher neun anderen englischen Mannschaften, die seit Gründung des Wettbewerbs dort debütierten.
Statistik-Freunde werden jedoch schon vor dem Spiel darauf getippt haben, dass dieser Fall eintritt. Und zudem, dass der Torschütze für die "Foxes" Islam Slimani heißt. Zum einen konnte Porto bisher noch nie auf der Insel gewinnen (zwei Unentschieden, 16 Niederlagen) und zum anderen weil der Algerier Slimani gegen Porto-Torwart Iker Cassilas nun bereits fünf Tore in drei Spielen erzielt hat.
Königliches Kopenhagen
Einen Rekord aufgestellt hat auch der FC Kopenhagen, der gegen den FC Brügge einen klaren 4:0-Heimsieg feiern konnte. Vier Tore in einem Champions-League-Spiel sind bisher noch keiner dänischen Mannschaft gelungen. Noch nicht einmal ein Sieg mit drei Toren Unterschied sprang für ein Team aus dem Königreich bis dato heraus.
4:0 hat sich auch Juventus Turin bei Dinamo Zagreb durchgesetzt. Ein hoher Sieg, der auf diesem Niveau gerade auf fremdem Platz nicht tagtäglich vorkommt. Der "Alten Dame" ist es jedoch schon einmal gelungen: Am 1. November 1995 gelang im Ibrox Stadium gegen die Glasgow Rangers ebenfalls ein 4:0-Erfolg. Rekord also "nur" eingestellt.
Gegentorfabirk Moskau
Zuhause verloren hat Leverkusens Gruppengegner ZSKA Moskau. Gegen Tottenham Hotspur unterlagen die Russen 0:1. Wichtig ist dabei jedoch nicht das Ergebnis, sondern die Tatsache, dass ZSKA nun in den zurückliegenden 24 Champions-League-Partien jeweils mindestens ein Tor kassiert hat.
Damit hat die Mannschaft von Trainer Leonid Sluzki einen unrühmlichen Rekord eingestellt, den bisher, wie es der Zufall eben will, Stadtrivale Spartak alleine inne hatte – ein Gegentor im kommenden Spiel gegen die AS Monaco würde also vermutlich doppelt schmerzen.
Son auf Schürrles Spuren
Als Randnotiz: Den Siegtreffer für die "Spurs" erzielte der aus der Bundesliga gut bekannte Heung-Min Son, womit er zwar sicherlich nicht wie André Schürrle das ganze Stadion, sicher aber die aus London mitgereisten Fans zum Jubeln brachte.
Die Bestmarke, die Son mit seinem Tor eingestellt hat, ist der von Schürrle ähnlich: Nach Ji-Sung Park (PSV Eindhoven, ManUnited) ist er nun der zweite Spieler aus Asien überhaupt, der in der Champions League für verschiedene Teams (Leverkusen, Tottenham) eingenetzt hat.
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