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Energieleistung nicht belohnt: Borussia Dortmund unterliegt AS Monaco
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Publiziert 12/04/2017 um 18:17 GMT+2 Uhr
Borussia Dortmund hat das Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen AS Monaco einen Tag nach dem Bombenanschlag auf den eigenen Teambus knapp mit 2:3 (0:2) verloren. Eine deutliche Leistungssteigerung und Tore von Ousmane Dembélé (57.) und Shinji Kagawa (86.) reichten dem deutschen Vizemeister nicht, weil Kylian Mbappé (19./79.) und Sven Bender per Eigentor (35.) ins BVB-Tor trafen.
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So lief das Spiel:
Dem BVB war in der ersten Halbzeit deutlich anzumerken, dass der Schock des Sprengstoff-Anschlages noch in jeder einzelnen Faser steckte. Von der gewohnten Körpersprache, Spielfreude und Entschlossenheit war bei den Gastgebern, aus nachvollziehbaren Gründen, nichts zu sehen. Hinzu kam, dass Schiedsrichter Daniele Orsato mit vielen Entscheidungen gegen die Gastgeber seinen Teil beitrug. Zunächst entschied der italienische Referee nach einem kurzen Halten von Sokratis gegen Kylian Mpappé auf Elfmeter – eine harte aber durchaus vertretbare Entscheidung. Fabinho nutzte die Chance jedoch nicht und schoss die Kugel flach am linken Pfosten vorbei (17.).
Nur 120 Sekunden später durfte Bernardo Silva ungestört über das gesamte Spielfeld marschieren. Der Pass nach links landete bei Thomas Lemar, dessen Flanke Mbappé zum 0:1 mit dem Knie über die Linie stocherte. Allerdings stand der Youngster bei der Hereingabe klar im Abseits. In der 35. Minute trat Radamel Falcao schließlich Sven Bender bei einer Flanke auf die linke Ferse. Dieser verlor das Gleichgewicht und köpfte in der Folge unglücklich zum 0:2 ins eigene Netz ein. Zumindest der Torrichter hätte dieses Vergehen durchaus sehen können.
Nach dem Seitenwechsel wirkte der BVB wie verwandelt. Thomas Tuchel brachte mit Nuri Sahin und Christian Pulisic zwei frische Akteure und leitete ein halbstündiges Powerplay ein. Monaco kam kaum noch aus der eigenen Hälfte heraus. Pulisic und Ousmane Dembélé wurden bei ihren Abschlussversuchen geblockt. Pierre-Emerick Aubameyang leitete schließlich mit einem artistischen Absatzkick die Kugel auf Shinji Kagawa weiter. Der Japaner legte quer und Dembélé musste nur noch zum 1:2 einschieben (57.). Auch danach spielte nur noch Dortmund, wurde jedoch eiskalt erwischt, als Lukasz Piszczek einen Aussetzer hatte und die Kugel direkt in den Lauf von Mbappé servierte, der sich die Chance alleine vor Bürki nicht entgehen ließ und zum 1:3 traf (79.).
Dass der BVB seine Hoffnungen für das Rückspiel nicht alleine aus der tollen Moral schöpfen muss, liegt auch an Kagawa, der mit einer tollen Einzelaktion im Strafraum der Gäste zwei Monegassen ins Leere rutschen ließ und abgebrüht zum 2:3-Endstand einschob (84.).
Die Stimmen:
Julian Weigl (Borussia Dortmund): "Am Anfang hat man es stark gemerkt, dass wir unter dem Einfluss von gestern standen. Im zweiten Durchgang haben wir dann den Kopf abgeschaltet und richtig gut abgeliefert und so noch ein ganz gutes Ergebnis erzielt. Für jeden waren die Ereignisse gestern anders zu verarbeiten. Ich habe den Abend mit meiner Familie verbracht. Beste Grüße an Marc. Wir haben für Dich gekämpft und ich hoffe, dass Du bald wieder bei uns bist."
Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund): "Wir haben eine ganz starke zweite Halbzeit gespielt. Die erste Halbzeit hat einen ganz unglücklichen Verlauf genommen. Das erste Tor war klar Abseits. Letztlich haben wir mit zwei Eigentoren und einer Fehlentscheidung bittere Treffer bekommen. Wir haben in der Pause gesagt, dass wir die Räume besser anlaufen müssen und das hat dann auch stark geklappt. Letztlich haben wir den Spielverlauf aber bis zum Schluss nie richtig auf unsere Seite bekommen. Wir hätten sehr gerne mehr Zeit bekommen, denn es ging hier auch um unseren Champions-League-Traum und fühlten uns dabei komplett übergangen."
Nuri Sahin (Borussia Dortmund): "Natürlich mussten wir spielen und in der ersten Halbzeit war das nicht optimal. Es darf aber keiner vergessen, dass auch wir nur Menschen sind und man so etwas nicht einfach abschütteln kann. Das 2:3 lässt uns trotzdem noch Möglichkeiten für das Rückspiel."
Tweet zum Spiel:
Fußball war für viele Borussen heute nebensächlich.
Das fiel auf: Fans mit feinem Gespür
Vor dem Spiel überzeugten die Fans des AS Monaco erneut mit einer tollen Geste, als sie Dortmund anfeuerten. Im Spiel übernahmen das dann die Heimfans, die darüber hinaus die Mannschaft trotz einer ersten Halbzeit, in der rein gar nichts klappte, mit Applaus in die Kabine verabschiedeten.
Die Statistik: 3
Kylian Mbappé unterstrich mit seinem dritten und vierten Treffer im dritten K.O.-Spiel, warum er momentan wohl das begehrteste Talent im Weltfußball ist.
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