3 Dinge, die bei Leipzig - Monaco auffielen: Timo Werner wie Inzaghi, Lebenszeichen von Benaglio

RB Leipzig feiert beim 1:1 gegen die AS Monaco seine Premiere in der Champions League. Timo Werner bleibt zwar ohne Torerfolg, beschert aber zumindest dem Schiedsrichter-Gespann jede Menge Arbeit. Bei Monaco zeigt ein alter Bundesliga-Bekannter, dass man ihn noch nicht abschreiben sollte, Emil Forsberg sichert sich einen Eintrag in die Leipziger Geschichtsbücher.

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Werner wie Inzaghi

Filippo Inzaghi war ein ganz besonderer Stürmer, der FC Bayern kann ein Lied davon singen. Seine Spezialität: Das Lauern auf der Abseitslinie.
"Pippo Inzaghi wurde im Abseits geboren", kommentierte einst Trainerlegende Sir Alex Ferguson. Als Geburtsort ist bei Timo Werner Stuttgart eingetragen, so ganz unwohl fühlt er sich in der verbotenen Zone aber offenbar auch nicht.
Ganze fünf Mal hob der Linienrichter bei Werner die Fahne. Rekord am ersten Spieltag der Königsklasse.
Dennoch gibt es einen entscheidenden Unterschied zwischen Werner und Inzaghi. Während der Italiener immer wieder im Abseits stand, läuft Werner meist herein, weil er in höchstem Tempo in sich bietende Lücken stößt.
"Zum Laufen sind andere da", war einer von Inzaghis Leitsprüchen. Er könnte nicht weniger auf den auch gegen Monaco wieder sehr fleißigen und lauffreudigen Werner zutreffen.

Benaglios Lebenszeichen

Es gibt diese Fußballer, bei denen man sich manchmal fragt 'Was macht der eigentlich inzwischen'. Diego Benaglio ist einer von ihnen.
Jahrelang hütete der Schweizer das Tor des VfL Wolfsburg, war lange Jahre Kapitän der "Wölfe". Im Sommer ging nach 259 Bundesligaspielen eine sportliche Ära bei den Niedersachsen zu Ende.
Benaglio schloss sich dem französischen Meister AS Monaco an. Dort musste er sich bis zum heutigen Tage hinter Danijel Subasic einreihen.
Der Kroate musste gegen Leipzig aber verletzungsbedingt passen - und die Stunde von Benaglio schlug.
Beim Gegentor durch Emil Forsberg in der 32. Minute noch machtlos, hielt er in der 82. Minute den Punkt fest, als Jean-Kevin Augustin nach Zuspiel von Marcel Sabitzer aus spitzem Winkel im Strafraum zum Abschluss kam.
"Es war gestern schon absehbar, dass Danijel (Subasic) nicht kann und ich spiele. Deswegen hatte ich genug Zeit mich vorzubereiten. Ich glaube, unter dem Strich ist es ein gerechtes Unentschieden. Auf beiden Seiten hat nicht alles geklappt, daher geht das Unentschieden in Ordnung", sagte Benaglio nach der Partie.
Für ihn selbst war sein erster Einsatz für den neuen Klub sicherlich mehr wert als nur den einen Zähler.

Zahlen, bitte!

Gleich zehn Spieler aus der Startelf gaben bei RB Leipzig ihr Debüt in der Königsklasse. Lediglich Emil Forsberg war zuvor bereits in der Champions League aufgelaufen.
Jenem Forsberg war es dann auch vorbehalten den ersten Treffer Leipzigs auf allerhöchstem Niveau zu erzielen - mit dem ersten Torschuss der "Roten Bullen".
Doch nur 114 Sekunden nach dem ersten Tor fing sich RB auch schon das erste Gegentor bei der Premiere im für Leipzig neuen Wettbewerb.
"Das erste Champions-League-Tor für RB Leipzig zu schießen, ist etwas Besonderes und macht mich sehr stolz. Leider haben wir direkt im Gegenzug den Ausgleich bekommen", analysierte Forsberg treffend.
Am Ende durften sich Ralph Hasenhüttl und Co. aber über den ersten Punkt in der Königsklasse freuen.
3039 Tage hatte es zuvor gedauert von der Gründung des Klubs bis zum ersten Spiel in der Champions League.
Zum Vergleich: Der Berliner Flughafen befindet sich mittlerweile bereits seit 4026 Tagen im Bau.
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