FC Bayern: Real Madrid, Liverpool oder AS Rom - die möglichen Gegner im Check
Vor der Auslosung zum Halbfinale der Champions League (Fr., 13 Uhr live bei Eurosport.de) benennt der FC Bayern München offiziell keinen Wunschgegner, es gibt aber klare Tendenzen. Ob Real Madrid, AS Rom oder FC Liverpool: Jeder Gegner hätte seine Tücken. "Wenn wir das Ding gewinnen wollen, müssen wir eh zwei von den drei noch möglichen Gegnern schlagen", sagt Joshua Kimmich.
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Was einmal gesagt wurde, ist gesagt.
Deswegen rückte Jupp Heynckes auch nicht davon ab. Natürlich sei es aus seiner Sicht immer noch eine "Sensation", würde der FC Bayern München am Ende dieser Saison tatsächlich die Champions League gewinnen. Hat er schließlich erst vor neun Tagen gesagt. "Das ist nach wie vor meine Meinung", sagte der Bayern-Trainer nach dem Sieg im Viertelfinal-Duell mit dem FC Sevilla.
Um sich zu erklären, bemühte Heynckes den größeren Kontext: Hätte denn im Oktober, als er die Mannschaft nach dem 0:3 bei Paris Saint-Germain und fünf Punkte hinter Borussia Dortmund in der Liga übernahm, jemand gedacht, dass die Bayern am 7. April schon als Meister fest und am 11. April "recht souverän" (Thomas Müller) im Halbfinale der Königsklasse stehen würden?
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26/07/2025 um 21:12 Uhr
Na also.
FC Bayern will es jetzt wissen
Dass die Bayern die Vorschlussrunde über Besiktas Istanbul und den FC Sevilla erreichten - und nicht etwa über PSG und Juventus Turin, wie Real Madrid - Schwamm drüber.
Jetzt, wo sie schon mal da sind, wollen sie's auch wissen. Mats Hummels sagte vor der Halbfinal-Auslosung am Freitag (13 Uhr live bei Eurosport.de).
Real Madrid, AS Rom oder FC Liverpool?
Als mögliche Gegner stehen eben jenes Real Madrid, AS Rom und der FC Liverpool zur Debatte. Nicht leicht, aber auch nicht unlösbar, mit dem Finale vor Augen.
"Klar sind wir gierig", meinte Thomas Müller. Wunschgegner? Natürlich keiner, das verbietet der Respekt so weit oben im Turnierbaum. Und überhaupt, so Joshua Kimmich:
Da ist was dran. Doch welches Los wünschen sich die Bayern insgeheim, was würde am besten passen?
Das würdige Los: Real Madrid
Jetzt mal ehrlich: Es gibt nicht viel Schöneres, als den FC Bayern München und Real Madrid über 180 Minuten (oder 210) aufeinander losgehen zu sehen. 24-mal standen sich beide in Europa bereits gegenüber, zwölfmal siegten die Bayern, zehnmal Real, 39:38 Tore. Von den elf K.o.-Duellen entschieden die Spanier sechs für sich, darunter die letzten beiden mit vier Siegen.
Allein deshalb würden die Bayern Real wohl lieber aus dem Weg gehen. Zu frisch noch die Wunden vom Vorjahr, als man eine heroische Schlacht im Bernabéu trotz 2:1-Zwischenstand nach 90 Minuten nicht veredeln konnte (2:4 n.V.). Und das Verlangen bei Real Madrid nach dem dritten Titel in Folge und dem vierten in fünf Jahren ist groß.
"Real Madrid hatte große Anlaufschwierigkeiten in der Meisterschaft, aber sie sind wieder zum richtigen Zeitpunkt fit geworden und spielen richtig guten Fußball", sagte Jupp Heynckes - hatte aber auch Juventus Turins Beinahe-Heldentat im Bernabéu mitbekommen: "Das Ergebnis im Rückspiel zeigt aber auch, was alles möglich ist."
Am liebsten aber: in einem Spiel, im Finale. Bayern gegen Real in nur 90 Minuten, das gab es noch nie. Dafür sechs Halbfinal-Duelle. Viermal kamen die Bayern ins Endspiel, zuletzt aber nicht: 0:1 und 0:4 in der ersten Guardiola-Saison 2013/14.
Real-Boss Florentino Pérez beschlich dennoch schon so eine Vorahnung: "In meiner Vorstellung werden wir auf Bayern treffen, gegen die spielen wir immer."
Mats Hummels meinte dagegen:
Das rationale Los: AS Rom
Auf dem Papier ist die Roma der Underdog des Halbfinals, als nur Vierter der Serie A und Neuling unter den letzten Vier. Und hatte nicht Bayern zuletzt, 2014, noch 7:1 in Rom gewonnen?
Gegen die Italiener könnten die Bayern dominant auftreten, ihren Ballbesitzfußball aufziehen, Chancen kreieren und dann zuschlagen. Doch Barcelona hat gezeigt, dass das im Olimpico auch schlimm nach hinten losgehen kann. Und mit Pressing hatte Bayern auch gegen Sevilla seine Probleme.
"Barcelona ist nach Rom gereist und hat gedacht, dass man das ganz locker runter spielen kann. Man sieht, was dabei rausgekommen ist. Wir dürfen niemanden unterschätzen", warnte Jupp Heynckes vor "Freilos"-Gerede. Uli Hoeneß sagte:
"In der Theorie spiele ich lieber gegen Rom als gegen Madrid, aber wir haben ja gesehen, was passieren kann", meinte Robert Lewandowski.
Das sentimentale Los: FC Liverpool
Welcher Fußball-Fan träumt nicht von der Anfield Road? Viele der aktiven Bayern-Anhänger waren noch nicht mal geboren, als der FCB zuletzt in Liverpool zu Gast war: 1980/81 im Landesmeistercup gab's ein 0:0 in England und ein 1:1 in München - Finale adé, Karl-Heinz Rummenigge stand mit auf dem Platz. Würde man also eine Fan-Umfrage starten, wäre Liverpool der klare Favorit der Bayern-Fans.
Zudem hätte ein letztes Duell zwischen Jürgen Klopp und Jupp Heynckes seinen Reiz. Zwischen 2011 und 2013 standen sich beide mit BVB und Bayern in drei Endspielen gegenüber: 2012 gewann Dortmund das DFB-Pokal-Finale mit 5:2, 2013 die Bayern das Champions-League-Finale mit 2:1. Der DFL-Supercup 2012 ging ebenfalls mit 2:1 an die Bayern.
Entgegen kommen würde den Bayern, dass Liverpool im Mittelfeld derzeit ein wenig auf dem Zahnfleisch geht, hier könnten die Münchner ihre Stärken ausspielen. Doch Liverpools Angriff mit Mohamed Salah, Sadio Mané und Roberto Firmino lehrte bereits Manchester City das Fürchten (3:0, 2:1), Schnellangriffe liegen der Bayern-Abwehr nicht so. Heynckes sagte auf Liverpool als Gegner gemünzt:
Am Ende kommt es ohnehin auf viele Faktoren an. "Man braucht ein bisschen Glück, ein gutes Schiedsrichtergespann und auch eine gute Tagesform. Wir arbeiten daraufhin, aber es gibt so viele Unwägbarkeiten, das kann man nicht voraussagen", meinte der Bayern-Coach.
Oder, wie es Thomas Müller ausdrückte: "Dieses Champions-League-Zeugs hat viele Zutaten. Mal schauen, wer am Ende die Suppe kocht."
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