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3 Dinge, die bei Ajax - FC Bayern auffielen: War das jetzt gut oder schlecht?
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Publiziert 13/12/2018 um 01:03 GMT+1 Uhr
Der FC Bayern München qualifiziert sich als Gruppenerster für das Achtelfinale der Champions League, muss dafür in Amsterdam aber durch ein Wechselbad der Gefühle. Im Nachgang tut man sich beim Rekordmeister mit der Bewertung des Gesehenen schwer. Mats Hummels wird immer mehr zum Problemfall, während Robert Lewandowski zaubert. 3 Dinge, die uns beim Bayern-Gastspiel in den Niederlanden auffielen.
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1.) Es reicht (noch) nicht für 90 Minuten
Beim FC Bayern tat man sich nach der spektakulären Partie in Amsterdam schwer, das gerade erlebte einstimmig einzuordnen. Was sollte man aus diesem 3:3 machen? War das nun gut oder schlecht?
Torhüter und Kapitän Manuel Neuer sprach von einer starken ersten Halbzeit, in der "wir zwei oder drei Tore hätten machen müssen". Das Wichtigste sei der Gruppensieg, alles andere erst einmal zweitrangig.
Und natürlich hat der Nationalkeeper hier recht. Die blanken Zahlen sprechen eben für die Bayern. 14 Punkte in der Gruppe, zum ersten Mal seit 2008/2009 ungeschlagen durch die Vorrunde. In der ersten Halbzeit gegen Ajax hatte der Tabellenzweite der Bundesliga auch ein - zumindest offensiv - vorzeigbares Spiel gemacht. Schnelle Konter über Gnabry, Müller, Ribéry und Co., hinten zumindest in Teilen geordnet.
Auch das hatte Niko Kovac im Hinterkopf, als er Neuer am "Sky"-Mikrofon zustimmte, ohne ihm zuvor zugehört zu haben.
"Ich glaube, dass wir die besseren, klareren Chancen hatten. Wir hätten den Sack sehr viel eher zumachen müssen. Wir haben unser Ziel erreicht und sind Gruppenerster. Ich bin zufrieden. Es ist nicht so einfach“, analysierte der FCB-Trainer und wurde dann richtig euphorisch.
Sportdirektor Hasan Salihamidzic hatte da einen anderen Ansatz. "Wir haben heute kein gutes Spiel gemacht. Das einzig Positive ist, dass wir Gruppenerster sind", schimpfte "Brazzo" und wirkte sehr entschlossen darin, ein Zeichen zu setzen. Gerade mit Blick auf den Leistungsverfall in den zweiten 45 Minuten durchaus verständlich.
Klingt so als müssten sich die beiden Bayern-Alphatiere mal unterhalten.
2.) Kovac und die Sache mit Hummels und Boateng
"Er reagiert genau wie alle anderen auch: Sie sind enttäuscht. Aber das gehört zum Mannschaftssport dazu, es können nur Elf spielen." Hört man Kovac so über den ehemaligen Stammspieler Mats Hummels sprechen, kommt man nicht an der hier und dort mitschwingenden Gleichgültigkeit vorbei.
Rumms! Seit Hummels dem Trainer vor den Augen der Öffentlichkeit beim Spiel in Dortmund in den Rücken fiel und seine schwache Leistung mit einer Krankheit erklärte, hat der 29-Jährige genau eine Minute gespielt. Über einen Monat ist das her.
Hummels ist erstmal draußen. Sein Trainer erklärt das so:
Das war vor dem Amsterdam-Spiel, in dem Boateng erneut nicht gut aussah. Er verursachte einen völlig unnötigen Elfmeter.
Ob nun Hummels am Wochenende eine Chance in der Bundesliga bekommen würde, wollte Kovac dennoch nicht sagen. Er müsse erstmal schauen, wie sich die Situation bei einigen Verletzten darstelle. Das lässt tief blicken.
3.) Lewandowski beherrscht Europa
Zwischenzeitlich sah es in dieser Saison mal so aus, als sei Robert Lewandowski nicht mehr der gleiche. Als der FC Bayern durch seine Krise steuerte, schien diese auch auf den Polen abzufärben.
Kurz vor Weihnachten kann man aber bilanzieren: Die Zahlen sprechen eine andere Sprache.
In Amsterdam hat Lewandowski nun Geschichte geschrieben. Als erstem Bundesligaspieler gelangen ihm acht Tore in der Champions-League-Vorrunde. In dieser Saison ist er damit die Nummer eins in diesem Wettbewerb.
Insgesamt stehen für den Goalgetter 21 Tore in 21 Pflichtspielen zu Buche. In der internen Torjägerliste hält der 30-Jährige damit einen komfortablen 17-Treffer-Vorsprung auf Thomas Müller und Arjen Robben - falls es noch eines Beweises bedurfte, wie wichtig Lewandowski auch diese Saison wieder für Bayern ist.
Auch als Führungsspieler. "Zum Glück sind wir Erster, aber unser Positionsspiel war heute nicht gut und daran müssen wir arbeiten. Wir hätten mindestens zwei Tore mehr schießen können", legte er nach dem 3:3 den Finger in die Wunde.
"Wir dürfen nicht zufrieden sein, weil wir Gruppenerster sind, sondern schauen, was wir besser machen können." Da wären wir wieder bei Punkt eins...
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