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BVB verliert gegen Atlético Madrid: Was Dortmund aus der Pleite lernen muss
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Publiziert 07/11/2018 um 01:02 GMT+1 Uhr
Borussia Dortmund befindet sich in einer "ungewohnten Situation", wie Mario Götze sagt: Erstmals unter Trainer Lucien Favre verliert der BVB ein Fußballspiel. Das 0:2 (0:1) in der Champions League bei Atlético Madrid offenbart, dass Dortmunds 4:0 vom Hinspiel wohl doch einen Ausreißer nach oben bedeutete - was im Übrigen nichts Schlechtes sein muss. Die Lehren für den BVB aus Madrid.
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Marco Reus stand am Spielfeldrand des Wanda-Metropolitano-Stadions zu Madrid, auf den Rängen lärmten die Fans, und Reus sagte denselben Satz wie vor Wochenfrist: "Es war nicht unser bester Spiel, das wissen wir."
Im Unterschied zum DFB-Pokal, als Borussia Dortmund durch ein Reus-Tor spät gewonnen hatte, musste der BVB-Kapitän diesmal eine Niederlage erklären, zum ersten Mal in dieser Saison.
Mit 0:2 (0:1) verloren die Dortmunder am 4. Gruppenspieltag der Champions League bei Atlético, sie waren praktisch chancenlos gegen ausgebuffte und abgezockte Spanier.
Reus: "Trotzdem irgendwie unnötig"
"Es war trotzdem irgendwie unnötig", relativierte Reus bei "DAZN". Dortmund habe gut begonnen, "mit dem Gegentor war unser Spiel abgeschnitten", sagte er, bezogen auf den Treffer von Saúl Ñíguez (33.), der jetzt neun Champions-League-Tore erzielt hat - immer war's das 1:0. Verblüffend.
Reus weiter:
Mit 4:0 hatte Dortmund im ersten Vergleich über Atlético triumphiert; das Rückspiel zeigte, dass es doch eher ein Ausreißer war, nach oben für den BVB und nach unten für die "Rojiblancos".
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Eine "andere Hausnummer" in Madrid erkannte Mario Götze, als Antoine Griezmann den Endstand herausgeschossen hatte (80.). So unterlag Dortmund erstmals unter Lucien Favre, im 16. Auftritt, Klubrekord. Der Trainer bewertete das Gesehene unaufgeregt, in seiner Analyse schwangen bereits die Lehren des Abends mit.
Atlético habe "viel abgewartet, dann waren sie nach Balleroberung gefährlich", sagte Favre. Konträr dazu präsentierten sich die Borussen etwas naiv, sie bunkerten den Ball, aber Atlético klaute ihn gerne und konterte rasant. Madrid spielte wie eine spiegelverkehrte Kopie von Dortmund.
BVB hadert mit sich
"70 Prozent Ballbesitz", sagte Favre, der fast erstaunt wirkte von diesem Wert, "70 Prozent sind schon positiv, aber damit müssen wir besser umgehen. Da haben wir zu viele Bälle verloren." Genau genommen waren es 68 Prozent Ballbesitz und 770:351 Pässe zugunsten des BVB, allein: Atlético spielte die entscheidenden.
Für die Gastgeber wurden 15:4 Schüsse notiert, Dortmund brachte keinen einzigen aufs Tor - ein vereinseigenes Novum seit Beginn der Datenerfassung 2003. Der Bundesliga-Spitzenreiter kam nur zu einer Chance durch Raphael Guerreiro (65.), trotz einer Offensive mit Jadon Sancho, Christian Pulisic, Paco Alcácer und Reus.
Letzterer monierte:
Dortmund fehlte das Rezept (und die Coolness), um Atléticos Abwehrwand auszuhebeln. "Sie lassen einfach sehr wenig zu, es ist brutal schwierig. Natürlich musst du schneller spielen", sagte Reus, während Favre sinnierte:
Die Einwechslungen von Guerreiro (anstelle des unsichtbaren Pulisic, 59.), Mario Götze (für Paco, 74.) und Jacob Bruun Larsen (für Sancho, 79.) änderten nichts. Bei besserer Chancenverwertung hätte Atlético höher gewonnen.
Der FC Bayern dürfte zugeschaut haben
Dortmund unterliefen ein paar Abstimmungsfehler zu viel, das machte Atlético aggressiv und sicher. Unter Druck verflüchtigte sich die Ordnung bei Favres Team - ein klassischer Lernprozess. Und, übrigens, Anschauungsmaterial für den FC Bayern, der zwar angeschlagen, aber halt der FC Bayern ist. Am Wochenende treffen BVB und FCB aufeinander; mit präzisem Pressing und präzisen Pässen ist Schwarz-Gelb verwundbar.
Götze fand, dass Dortmund "stolz" auf seine Saison sein könne, die Pleite ergebe eine "ungewohnte Situation". Favres Schlusswort enthielt Hausaufgaben: "Eine Niederlage kann passieren. Es ist nur ein Fußballspiel. Wir haben Zeit, darüber nachzudenken."
Samstag, Signal-Iduna-Park. Wird gut.
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