Champions League | AS Monaco gegen Borussia Dortmund: 3 Dinge, die auffielen
Borussia Dortmund schlägt zum Abschluss der Gruppenphase der Champions League die AS Monaco mit 2:0 und schnappt ist Gruppensieger. Dass Lucien Favre dabei seine Startelf fast komplett umbaute, war kaum zu merken. Was zu nicht unerheblichen Teilen auch an Monacos fragwürdiger Defensivleistung lag. Beim BVB drängt sich zudem ein Spieler auf, der in den kommenden Wochen zum X-Faktor werden könnte.
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1. Konkurrenzkampf verleiht Flügel
Schon nach dem Abflug am Dortmunder Flughafen ohne sechs Leistungsträger war klar, dass sich das Gesicht des BVB in Monaco drastisch ändern würde. Auf dem Rasen des Stade Louis II fanden sich letztlich ganze neun Neue wieder. Heavy Rotation, die einer funktionierenden Mannschaft hin und wieder den Drive nehmen kann. Nicht so beim Bundesliga-Tabellenführer.
Rekonvaleszent Marcel Schmelzer auf der Linksverteidigerposition fügte sich wie auch der wenig berücksichtigte Ömer Toprak in der Innenverteidigung nahtlos ins Dortmunder Spiel ein - gleiches galt für die neue Schaltzentrale bestehend aus Mo Dahoud und Julian Weigl. Letzterer erinnerte zumindest von seinen Werten her an den Spieler, der er unter seinem ehemaligen Coach Thomas Tuchel einmal war: ein deutscher Nationalspieler. Fast 100 Ballaktionen, 82 gespielte Pässe, von denen rund 92 Prozent beim Mitspieler landeten. Bemerkenswert, wenn man die Platzverhältnisse berücksichtigt.
"Nicht ganz so einfach", benannte Mario Götze etwa den weichen, auseinanderfleddernden Untergrund und auch Torhüter Marwin Hitz bestätigte:
In der Offensive rotierten Maximilian Philipp und Christian Pulisic wieder ins Team und zeigten engagierte Leistungen, die bereits nach 15 Minuten Früchte trugen. Pulisic spielte einen perfekten Pass auf Philipp in die rechte Strafraumhälfte und der Ex-Freiburger legt sofort quer für den freistehenden Raphael Guerreiro.
Die Dortmunder "B-Elf" hat gezeigt, dass sie diesen Namen nicht verdient. Die Leistung des neu zusammengestellten Kollektivs lässt erahnen, warum sich die Stammkräfte Woche für Woche zu Höchstleistungen treiben. Der Konkurrenzkampf lebt - und verleiht Flügel.
2. Alleskönner Guerreiro
In der Liga legte er vergangenes Wochenende zum Derbysieg vor Jadon Sanchos 2:1 auf Schalke auf, in der Champions League erzielt Raphael Guerreiro nun seine Tore Nummer drei und vier in dieser Saison. Der Portugiese befindet sich klar im Aufwind. Von Thomas Tuchel wurde der Europameister einst vom Linksverteidiger zum Achter umfunktioniert. Unter Favre spielt er auf der offensiven linken Mittelfeldseite und dort zeigt nun seit Wochen aufsteigende Form.
Als einen "unfassbaren Fußballer" bezeichnete René Adler Guerreiro bei "Sky", der heutige PSG-Coach Tuchel sagte einst, Guerreiero sei "zu gut, um nur eine Position zu spielen". Gegen Monaco zeigte der Portugiese, dass Tuchel und Adler Recht haben. Guerreiro kombinierte mit schlafwandlerischer Sicherheit in Offensive und Defensive, seine 95-prozentige Passquote ist ein herausragender Wert für einen Offensivspieler. Er ist technisch versiert und antizipiert stark. Hinzu kommt ein eiskalter Abschluss.
Musste er den Ball zum 1:0 lediglich aus vier Metern ins leere Tor schieben, schlenzte er die Kugel zum entscheidenden 2:0 mit viel Gefühl und der Innenseite in den Torwinkel. Die Leistungsexplosion des 24-Jährigen ist unverkennbar. So langsam aber sicher müssen sich auch die Shootingstars Sancho und Jakob Bruun Larsen in Acht nehmen. Spielt Guerreiro so weiter, gehört er bald auch in der Bundesliga in die erste Elf.
3. Götze: "Super positiv", aber...
Zum ersten Mal führte Mario Götze Borussia Dortmund als Kapitän auf den Rasen. In Abwesenheit von Marco Reus wurde dessen Kumpel diese Ehre zuteil. Und Götze füllte die Rolle mit Leben, redete viel, gab Zeichen an seine Nebenleute. Götze reihte sich im Dortmunder Kollektiv auf der Position ein, die ihm laut eigener Aussage am besten liegt. In der Kreativzentrale auf der Zehnerposition, ganz, wie es seine Rückennummer vorsieht.
Realtaktisch zog es ihn jedoch, wie schon in den vergangenen Wochen, oft in die Sturmspitze, wo dann Philipp Platz machte und die Position hinter den Spitzen belegte. Ein Wechselspiel, das stets für Bewegung in der Hintermannschaft der Gastgeber sorgte und Räume für das Dortmunder Angriffsspiel öffnete.
Ebenfalls positiv: Anders als in den vergangenen Wochen spielte Götze durch. Ein Zeichen dafür, dass die Fitnesswerte wieder da sind, wo sie sein müssen. Insgesamt eine durchweg stabile Leistung, mit einem kleinen Makel, den Götze höchstpersönlich benannte:
In der Tat ist Götze in dieser Saison kein Spieler für entscheidende Momente. Zählbares gelingt dem Weltmeister von 2014 kaum. In Monaco schoss nur einmal auf das gegnerische Tor, verfehlte das Gehäuse jedoch aus 13 Metern halbrechter Position. Götze bleibt dennoch positiv:
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