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FC Bayern München | Uli Hoeneß: "Würde die Pressekonferenz wieder so machen"

Mit Video | Hoeneß: "Würde die Pressekonferenz wieder so machen"

08/11/2018 um 00:35Aktualisiert 08/11/2018 um 11:19

Mit ungewöhnlich defensiven Tönen hat sich Uli Hoeneß nach dem 2:0 in der Champions League gegen AEK Athen zum Top-Spiel des FC Bayern München in der Bundesliga gegen Borussia Dortmund geäußert. Auch ein Jahr ohne Meistertitel wäre für den "Außenseiter" aus München kein Beinbruch, erklärte Hoeneß und ging auch noch einmal auf die berühmt-berüchtigten Pressekonferenz der Bayern-Bosse ein.

Man wollte gar nicht so recht glauben, dass es Uli Hoeneß war, der da im Bauch der Allianz Arena zu später Stunde noch über den FC Bayern München sprach. Da war Understatement zu hören, wie:

"Wir fahren nicht als Favorit nach Dortmund, sondern nach langer Zeit wieder als Außenseiter."

Im Hinblick auf den Liga-Gipfel am kommenden Samstag gegen Borussia Dortmund gab sich Hoeneß ohehin sehr defensiv, lobte stattdessen auch mit dem Hinweis auf die Tabelle den Gegner. Der BVB habe bislang "eine sehr, seht gute Saison" gespielt, so Hoeneß. "Im Moment sind wir schon Außenseiter, wenn wir nach Dortmund fahren. Meines Wissens sind die noch vier Punkte vor uns."

Bayern ohne Meistertitel? "Werden auch nicht untergehen"

Selbst eine Saison ohne Meistertitel wäre für den Bayern-Präsidenten kein Beinbruch. "Die Meisterschft würden wir immer gerne haben", gibt Hoeneß unumwunden zu, "aber wenn's mal nicht so ist, wird der FC Bayern auch nicht untergehen."

Man könnte in München also tatsächlich ein Jahr ohne Meisterschaft auskommen? Hoeneß:

"Wir sind nicht so arrogant, wie Sie alle glauben."

Reue bei Bernat, aber...

Ein Stückweit auf Attacke schaltete Hoeneß dann aber doch um, als es um die berühmt-berüchtigte Pressekonferenz der Bayern-Bosse ging.

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"Ich würde die Pressekonferenz im Wesentlichen wieder so machen", betonte der Bayern-Präsident rückblickend auf seinen gemeinsamen Auftritt mit Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic, bei dem der Verein heftige Kritik an den Medien übte. "Die Geschichte am letzten Wochenende im 'Spiegel' (Football-Leaks in Bezug auf Superliga-Planungen, Anm. d. Red.) hat bewiesen, dass sie dringend notwendig war", begründete Hoeneß

Er gab aber zu, sich im Hinblick auf Juan Bernat in der Wortwahl vergriffen zu haben. "Es hat mir sehr leid getan, Juan Bernat und seine Spielweise beleidigt zu haben", erklärte Hoeneß, der die Leistung des Spaniers in der vergangenen Saison im Champions-League-Spiel beim FC Sevilla als "Scheißdreck" bezeichnet.

Die scharfe Kritik, die er zusammen mit Rummenigge und Salihamidzic an der Presse geübt hatte, hält er indes für richtig.

Man habe nicht alle Medien und alle Journalisten angreifen wollen, aber "die, die wir gemeint hatten, wissen Bescheid", so der 66-Jährige.

Hoeneß: Erneut Rückendeckung für Kovac

Dem Trainer stärkte der Präsident derweil erneut den Rücken. Angesprochen auf seine Aussage, er werde "Niko Kovac verteidigen bis aufs Blut", entgegnete Hoeneß: "Daran hat sich nichts geändert. Meine Aussagen gelten nicht nur für zwei oder drei Wochen."

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