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Champions League | Müdes Remis gegen Brügge reicht: BVB im Achtelfinale
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Publiziert 28/11/2018 um 19:52 GMT+1 Uhr
Borussia Dortmund hat ohne Glanz sein erstes großes Etappenziel erreicht und ist ins Achtelfinale der Champions League eingezogen. Der BVB holte beim 0:0 gegen den belgischen Meister FC Brügge den nötigen Punkt, um zum achten Mal in die K.o.-Runde der Königsklasse einzuziehen, im Fernduell mit Atletico Madrid um den Gruppensieg ist Dortmund aber nun auf Schützenhilfe angewiesen.
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So lief das Spiel:
Im Heimspiel gegen Club Brügge benötigten die formstarken Dortmunder lediglich einen Punkt, um den vorzeitgien Einzug ins Achtelfinale der Champions League perfekt zu machen. BVB-Trainer Lucien Favre hob vor der Partie mahnend den Finger - zollte dem Gegner Respekt:
Die Dortmunder übernahmen gegen die Belgier von Beginn an die Favoritenrolle, Brügge zog sich extrem weit in die eigene Hälfte zurück, suchte das eigene Heil in Konterchancen. Die Borussia hatte volle Kontrolle über den Ball, fand allerdings nur selten eine Lücke im Brügger Defensivbeton.
In der 32. Minute hatte Marco Reus die Großchance zum 1:0, nachdem Brügge nach einem Ballverlust im Aufbauspiel ungeordnet war. Der Offensivmann ging frei auf das Tor zu, setzte die Kugel aber knapp links am Kasten vorbei.
Der BVB verzeichnete phasenweise rund 74 Prozent Ballbesitz, kam auf eine Passquote von 92 Prozent - suchte aber zumeist erfolglos nach Wegen in die Gefahrenzone. Auf den letzten beiden Linien war das Dortmunder Spiel schlicht zu statisch.
Im zweiten Durchgang stellten sich die Dortmunder besser auf die defensive Ausrichtung der Brügger ein, kamen prompt zu guten Chancen. Doch weder Christian Pulisic (49.), noch Raphaël Guerreiro (53.) konnten die BVB-Führung erzielen. So entwickelte sich wieder ein Spiel auf Zeit, in dem die Gäste mit zunehmender Spieldauer wieder mehr Kontrolle in ihre Abwehrarbeit bekamen.
Dortmund musste sich strecken und geriet in der 74. Minute beinahe in Rückstand. Ihre einzige gute Möglichkeit münzten die Gäste um Haaresbreite in einen Treffer um. Dennis kam aus 16 Metern zum Abschluss und setzte den Ball nur knapp links am Tor vorbei.
Letztlich blieb es beim 0:0-Unentschieden, durch das die Dortmunder vor dem letzten Spieltag in der Gruppe den Einzug ins Achtelfinale der "Königsklasse" perfekt machten.
Die Stimmen:
Lucien (Trainer Borussia Dortmund): "Wir freuen uns, dass wir uns für das Achtelfinale qualifiziert haben. Wir wussten, dass es ein schweres Spiel für uns wird, auch gegen ein Team wie Brügge, denn es ist immer noch die Champions League. Brügge hat sehr gut verteidigt und sehr kompakt gestanden. Wir hätten schneller und präziser spielen müssen, um unsere Lücken zu finden."
Manuel Akanji (Borussia Dortmund): "Brügge hat sich hauptsächlich auf das Verteidigen konzentriert. Wir haben es eigentlich geduldig gespielt und nicht die Nerven verloren. Wir hätten auch unsere Chancen nutzen können und es war sicherlich nicht unser bestes Spiel heute. Am Ende zählt aber nur das Weiterkommen."
Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund): "Es war ein sehr zähes Spiel, auch kein gutes Spiel von unserer Seite. Wir haben in der ersten Halbzeit zwei hundertprozentige Chancen gehabt - die haben wir nicht gemacht. Dann wurde es immer schwieriger für uns, Lücken zu finden. Wir haben den Ball zu langsam zirkulieren lassen."
Das fiel auf: Erfolgsrezept Rotation
Gegen Brügge schmiss Favre einmal mehr die schwarz-gelbe Rotationsmaschine an. Er veränderte seine Elf auf insgesamt fünf Positionen im Vergleich zum Bundesliga-Spiel gegen Mainz. Paco Alcácer, Abdou Diallo, Mahmoud Dahoud, Pulisic und Guerreiro rutschten in die Startformation. Ein großer Leistungsabfall war trotz dieser Rotation nicht zu beobachten.
Die qualitative Ausgeglichenheit und quantitativen Begebenheiten sind derzeit ein Schlüssel zum Dortmunder Erfolg und können im weiteren Saisonverlauf eine noch wichtigere, gar essentielle Rolle einnehmen. Während sich die Mannschaft von Rekordmeister FC Bayern München in dieser Spielzeit nahezu selbst aufstellt, darf sich beim BVB kein Spieler eine Pause gönnen - ein Verweis auf die Bank droht postwendend. Dadurch gehen die Spieler an ihre Leistungsgrenzen, schöpfen ihr Potenzial deutlich besser aus und bekommen zudem ausreichend Pausen, um sich zu regenerieren.
Der Tweet zum Spiel:
Die Statistik: 45
Lukasz Piszczek absolvierte gegen Brügge sein 45. Spiel in der Champions League für Borussia Dortmund. Damit überholte er im Ranking Stefan Reuter (44 Spiele) und ist nun alleiniger Rekordspieler des BVB. In seinen 45 Einsätzen gelang dem Außenverteidiger kein eigener Treffer, er bereitete insgesamt sechs Treffer vor.
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