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Champions League: RB Leipzig steht nach einem Remis gegen Benfica im Achtelfinale
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Publiziert 27/11/2019 um 22:58 GMT+1 Uhr
RB Leipzig ist vorzeitig in das Achtelfinale der Champions League eingezogen. Gegen Benfica Lissabon kam das Team von Trainer Julian Nagelsmann noch zu einem späten 2:2 (0:1). Pizzi brachte die Gäste in Führung (20.), Carlos Vinícius legte nach (59.) und sorgte scheinbar für die Vorentscheidung. Doch Emil Forsberg mit einem ganz späten Doppelpack (90. und 90.+6.) erzielte noch den Ausgleich.
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So lief das Spiel:
RB-Trainer Nagelsmann plagten vor dem Spiel einige Probleme in der Defensive. Willy Orban, Ibrahima Kanté, Marcel Halstenberg (alle verletzt) und Stefan Ilsanker (nicht nominiert für die CL) fehlten. Dafür feierte Nathan Ampadu sein Startelfdebüt für die Sachsen. Marcelo Saracchi kam zum ersten Einsatz in der Champions League.
Leipzig zeigte sich von Beginn an konzentriert und Benfica ließ die Hausherren zunächst agieren. Mit der ersten eigenen gelungen Kombination gingen dann allerdings die Gäste in Führung. Über Adel Taarabt und Carlos Vinícius landete der Ball im Leipziger Strafraum, wo Upamecano nicht entscheidend klären konnte.
Pizzi traf am zweiten Pfosten zur Führung (20.). Leipzig kam nur kurz darauf durch Christopher Nkunku zur Großchance zum Ausgleich, doch der Mittelfeldspieler scheiterte aus acht Metern am ehemaligen Stuttgarter Odisseas Vlachodimos (23.).
In der Folge stand Benfica tief in der eigenen Hälfte und stellte RB so vor einige Probleme. Es dauerte bis zur 35. Minute ehe Leipzig wieder gefährlich wurde. Marcel Sabitzer kam nach einer Flanke von Timo Werner am zweiten Pfosten zum Abschluss, doch wieder reagierte Vlachodimos hervorragend (35.). In der selben Situation stand auch Schiedsrichter Jesus Gil Manzano (Spanien) im Fokus, der einen Schubser von Alejandro Grimaldo gegen Nkunku nicht als Foulspiel wertete - Glück für Benfica.
Kurz vor der Pause setzte es dann fast die kalte Dusche für die Leipziger, als Pizzi nach einer kurz ausgeführten Ecke Konrad Laimer aussteigen ließ und sein Schuss an der Oberkante der Latte landete (45.). So ging es mit einem 0:1 in die Pause.
Leipzig kam besser aus der Halbzeit, doch wieder schoss Benfica das nächste Tor. Bei einem Konter der Gäste irritierte Vinícius Lukas Klostermann, der in der Folge ausrutschte und den Ball passieren ließ.
Vinícius hatte die gesamte gegnerische Hälfte vor sich, ging alleine auf Péter Gulácsi zu und traf zum 2:0 (59.). Beim Abschluss traf der Stürmer den Torhüter allerdings unabsichtlicherweise mit dem Knie am Kopf, sodass dieser nach einer lange andauernden Verletzungsunterbrechung ausgewechselt werden musste. Für ihn kam mit Yvon Mvogo ein weiterer Champions-League-Debütant zum Einsatz, der einmal glänzend gegen einen Weitschuss von Raúl de Tomás reagierte (84.).
RB musste sich kurz von diesem doppelten Schock erholen, ehe Nagelsmann zur Schlussoffensive blasen ließ. Es dauerte bis zum Ende der regulären Spielzeit, ehe Leipzig durch einen Elfmeter von Forsberg zum Anschluss kam (90.). Rúben Dias hatte den eingewechselten Patrik Schick umgerissen.
In der nach der Gulasci-Verletzung mit neun Minuten angezeigten Nachspielzeit drückte Leipzig mehr denn je auf den Ausgleich. Werner setzte sich stark am linken Flügel durch und schlug eine exakte Flanke in die Mitte, wo Forsberg unbedrängt zum umjubelten Ausgleich einköpfen konnte (90.+6).
Da Leipzig auch bei einem möglichen Ende mit drei punktgleichen Teams im Dreiervergleich mit Zenit St. Petersburg und Olympique Lyon nicht mehr von einem der beiden Plätze verdrängt werden kann, zieht RB zum ersten Mal in der Historie ins Achtelfinale der Champions League ein. Benfica Lissabon ist durch das Remis ausgeschieden, könnte sich aber durch einen Sieg im direkten Duell gegen St. Petersburg (1:3 im Hinspiel) aber immerhin noch das Europa-League-Ticket schnappen.
Die Stimmen:
Lukas Klostermann (RB Leipzig): "Ein Herzschlagfinale! Wir haben immer daran geglaubt, viel probiert und am Ende hat es doch noch gereicht. Ich bin natürlich froh, dass wir meinen Ausrutscher noch ausbügeln konnten."
Emil Forsberg (RB Leipzig): "Die letzten Minuten waren einfach nur geil. Dieses Spiel werde ich nie vergessen. Es war eine unglaubliche Atmosphäre und es ist ein so großer Erfolg für unsere Fans und den Verein."
Carlos Vinícius (Benfica Lissabon): "Wir sind traurig über das Ergebnis. Dies war nicht das Ergebnis, das wir wollten. Wir waren gut im Spiel und wir haben es geschafft den Spielplan umzusetzen. Aber es gibt Dinge, die im Fußball nicht erklärt werden können. In der Umkleidekabine ist eine sehr traurig Atmosphäre gerade. Es lief sehr gut gut, aber in der Nachspielzeit lief alles schief."
Der Tweet zum Spiel:
Emil Forsberg war heute der Matchwinner bei den Leipzigern.
Das fiel auf: Schick bringt die Wende
Die Einwechslung von Patrick Schick zeigte sich als wirkungsvollster Schachzug von Julian Nagelsmann. Dadurch rückte Timo Werner - im Abwesenheit von Kollege Yussuf Poulsen zunächst viel im Zentrum unterwegs - auf den linken Flügel und konnte hier seine Schnelligkeit besser ausspielen. Zudem agierte Schick als Fixpunkt im Spiel der Leipziger, machte unglaublich viele Bälle gegen den Verteidiger fest und holte so auch den Elfmeter heraus.
Die Statistik: 1
RB Leipzig feiert zum ersten Mal überhaupt in der Vereinsgeschichte den Einzug ins Achtelfinale der Champions League. Somit haben die Leipziger, wie von Nagelsmann vor dem Spiel gefordert, Geschichte geschrieben.
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