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Champions League: RB Leipzig gewinnt nach Rückstand gegen Zenit St. Petersburg
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Publiziert 23/10/2019 um 20:48 GMT+2 Uhr
RB Leipzig hat mit einem Heimsieg gegen Zenit St. Petersburg die Chance auf den Einzug ins Achtelfinale der Champions League gewahrt. Der Bundesligist setzte sich trotz Halbzeit-Rückstand mit 2:1 (0:1) gegen den russischen Meister durch. Yaroslav Rakytskyy brachte Zenit in der 25. Spielminute in Führung. Konrad Laimer (49.) und Marcel Sabitzer (59.) drehten die Partie zugunsten der Leipziger.
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So lief das Spiel:
Es waren erste wenige Sekunden gespielt, da schlenzte Konrad Laimer aus der zweiten Reihe aufs linke obere Eck. Zenit-Keeper Mikhail Kerzhakov machte sich lang und lenkt den Ball an die Oberkante der Latte (1.).
RB agierte sehr mutig mit vielen Spielern, die sich ins Offensivspiel einschalteten, wodurch sich im Defensivbereich immer wieder Lücken für die Russen ergaben. Die Gäste stießen einige Male in die sich bietenden Freiräume und kamen vor allem über Angriffe von den Außenpositionen zum Abschluss. Zenit positionierte sich bei gegnerischem Ballbesitz im Kollektiv sehr kompakt und bot dem Bundesligisten kaum Platz zum Durchkommen.
In der 25. Minute gingen die Gäste dann etwas überraschend in Front. Wílmar Barrios schnibbelte einen Freistoß aus halblinker Position ins Strafraumzentrum, wo Willi Orban mittig nach vorne köpfte. Der Ball landete bei Yaroslav Rakytskyy, der ihn seelenruhig annahm, einmal auftropfen ließ und aus etwa 30 Metern zum 1:0 ins untere rechte Eck wuchtete.
Die Leipziger erhöhten nach dem gegnerischen Führungstreffer den Druck und erspielten sich in den letzten 15 Minuten vor dem Pausenpfiff gute Chancen, welche sie allesamt vergaben.
RB-Coach Julian Nagelsmanns stellte zu Beginn der zweiten Hälfte von Vierer- auf Dreierabwehrreihe um - das fruchtete. Leipzig schaffte es dadurch vermehrt, in entscheidenden Positionen eine Überzahlsituation herzustellen. Es dauerte nicht lange, ehe die Sachsen das Spiel drehten.
Ademola Lookman legte in der 49. Minute nach rechts außen zu Marcel Sabitzer. Dieser passte direkt flach ins Zentrum, wo Laimer aus halbrechter Position zum 1:1 ins lange Eck schoss.
Lediglich zehn Minuten später rappelte es schon wieder im Zenit-Kasten: Lukas Klostermann fand mit seiner Flanke von links Sabitzer, der den Ball in der rechten Strafraumhälfte klasse herunterpflückte, aufspringen ließ und ihn mit dem Außenrist zum 2:1 ins linke obere Eck drehte. Prädikat: Traumtor.
Danach war die Heimelf zwar weiterhin das aktivere Team, sicherte nun jedoch zunehmend hinten ab, um im Umschaltspiel nach Ballverlusten keine Nadelstiche zu kassieren. Der amtierende russische Meister konnte nicht an seine gute Leistung im ersten Durchgang anknüpfen. Zwar kam er in der Schlussphase noch einmal gefährlich zum Abschluss, hierbei ging jedoch ein abgefälschter Schuss voraus, welcher glücklich beim ehemaligen Nürnberg Róbert Mak landete, der in der 87. Minute aus fünf Metern den Ausgleich vergab.
Durch den späteren Sieg von Benfica über Leipzig-Bezwinger Olympique Lyon (2:1) ist in der Gruppe G nun alles wieder offen - und Leipzig Spitzenreiter.
Die Stimmen zum Spiel:
Marcel Sabitzer (RB Leipzig): "Wir standen unter Druck, nachdem wir gegen Lyon verloren hatten. Wir haben das überstanden und haben unser Schicksal in unseren eigenen Händen. Es war ein toller Fußballabend."
Emil Forsberg (RB Leipzig): "Es war ein tolles Fußballspiel - vor allem in der zweiten Halbzeit. Wir haben das, was wir wollten, noch besser umgesetzt als geplant. Mein Geburtstag kann nicht viel besser laufen."
Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Angesichts unserer Form und der Tatsache, dass wir in Rückstand geraten sind, finde ich es unglaublich, wie ruhig wir geblieben sind. Es gab ein paar Mal, da gingen wir zu viele Risiken ein und hatten Glück, dass Zenits finaler Pass nicht präzise genug war. Das war ein sehr wichtiger Sieg zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt und völlig verdient."
Willi Orban (Kapitän RB Leipzig): "Es war eine schwierige Aufgabe, aber insgesamt waren wir das bessere Team und erzielten zwei schöne Tore. Besonders nach der Pause war es eine selbstbewusste Darstellung von uns. Wir haben immer kreative Lösungen gefunden."
Sergey Semak (Trainer Zenit St. Petersburg): "Wir sahen in der ersten Halbzeit diszipliniert aus, aber dann haben wir zweimal einen reingekriegt und in unserem Spiel brach etwas zusammen. Das Ergebnis ist fair - RB hatte seine Chancen und nutzte sie."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Erneut blasser Heim-Werner
Timo Werner bleibt in der Königsklasse vor heimischer Kulisse weiter ohne eigenen Treffer. In der RB-Arena netzte er trotz insgesamt 15 Schüssen noch nicht ein. Auswärts läuft es für den deutschen Nationalspieler in der Champions League hingegen deutlich besser: Fünf seiner acht Schüsse landeten im Tor. Gegen Zenit wurde er nach relativ schwachen 45 Minuten inklusive drei erfolglosen Schüssen ausgewechselt.
Die Statistik: 2
Es dauerte knapp sechs Jahre, ehe in der Champions League wieder zwei Österreicher als Torschützen auf der Anzeigetafel auftauchten (Laimer und Sabitzer). Im Dezember 2013 fielen die Treffer ebenfalls gegen St. Petersburg: Damals trafen Roman Kienast und Philipp Hosiner (Doppelpack) beim 4:1-Heimsieg des FK Austria Wien.
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