FC Bayern: Ganz Europa schaut in der Champions League auf Robert Lewandowski

Die Fortsetzung der Champions League ist der letzte große Höhepunkt einer zerfledderten Saison. Auch für den FC Bayern. Den Münchnern aber bietet sich in diesen letzten Wochen der Spielzeit 2019/20 eine historische Chance - als Team und für jeden einzelnen Spieler individuell. Besonders Robert Lewandowski steht vor der Krönung. Ganz Europa traut dem Bundesliga-Torschützenkönig Großes zu.

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Elf Tore in sechs Spielen.
Robert Lewandowski ist in der Champions League in dieser Saison nicht zu stoppen. Beim Finalturnier in Lissabon - und dem Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Chelsea (Sa. ab 21 Uhr im Liveticker) - will er seinen beeindruckenden Lauf fortsetzen.
Das Ergebnis könnte dann nicht nur Königsklassen-Kanone als bester Torjäger sein, sondern obendrein noch der Henkelpott.
Wenige Tage vor Wiederaufnahme des Spielbetriebs haben Eurosport-Journalisten aus verschiedensten europäischen Ländern den Bayern-Stürmer als wahrscheinlichen MVP des neuartigen Turniers ganz oben auf dem Zettel.

"Lewandowski hat die Chance auf den ultimativen Triumph"

"Lewandowski ist die klar dominierende Figur im europäischen Fußball in dieser Saison. Selbst nach der langen Corona-Pause hat er beim Re-Start der Bundesliga keine Anstalten gemacht, in irgendeiner Weise nachzulassen", sagt Vincent Bregevin von Eurosport in Frankreich.
Der Franzose bewundert besonders die unter Trainer Hansi Flick beeindruckend wiederbelebte Offensive des deutschen Rekordmeisters. Allein in der Bundesliga legte man 100 Tore auf.
"Der FC Bayern hat sich in absoluter Top-Form präsentiert. Das Team funktioniert enorm gut. Ganz vorne ist Lewandowski der Fixpunkt. Aber er wird von einem wieder sehr starken Thomas Müller in der Mitte und Serge Gnabry und Kingsley Coman auf den Außen sehr stark unterstützt", so Bregevin. Und weiter:
"Lewy hat durch seine starke persönliche Ausbeute mit elf Toren die perfekte Motivation, um den Job abzuschließen und nicht nur sich, sondern seine ganze Mannschaft zum ultimativen Triumph zu führen. Für ihn ist das die Chance seines Lebens und obendrein absolut verdient. Gerade weil es in diesem Jahr keinen Ballon d'Or gibt."

Individuelle Auszeichnungen gleiten Lewandowski durch die Hände

Der Wegfall der begehrtesten Individual-Auszeichnung im Profifußball hatte in den vergangenen Wochen für einige Unruhe gesorgt. "France Football" will den Preis in diesem Jahr coronabedingt nicht vergeben.
Besorgt um das Motivationslevel seines Toptorjägers hatte sich sogar Bayern-Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge eingeschaltet und öffentlich für eine Vergabe gebeten.
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Robert Lewandowski hätte eigentlich gute Chancen auf den Ballon d'Or. Doch die Wahl wurde abgesagt

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Nicht nur der 64-Jährige ist sich offenbar sicher, dass Lewandowski in diesem Jahr eine echte Chance auf den Preis gehabt hätte.
Gerade auch weil die Abo-Sieger Lionel Messi und Cristiano Ronaldo (beide 2 Tore bislang) in der Champions League schwächeln. Da dürfte selbst die Niederlage im Fernduell um den Goldenen Schuh als Europas bester Torjäger gegen seinen ehemaligen Nachfolger beim BVB, Ciro Immobile, nicht so hart ins Gewicht fallen.

(Fern-)Duell gegen De Bruyne?

Der Weg des FC Bayern in Richtung Henkelpott ist ein durchaus harter.
Nach dem Rückspiel gegen Chelsea, in das man mit einem beruhigenden 3:0-Vorsprung aus dem ersten Aufeinandertreffen vor knapp fünf Monaten geht, wartet in Lissabon zunächst der Sieger des Duells FC Barcelona gegen SSC Neapel bevor im Halbfinale Manchester City, Real Madrid, Juventus Turin oder Olympique Lyon im Weg stehen.
Ein Duell mit Pep Guardiolas Citizens scheint durchaus möglich. Das hätte Charme, findet Pete Sharland von Eurosport in London. Der Premier-League-Experte hat Kevin De Bruyne als wahrscheinlichen MVP des Finalturniers auf dem Zettel.
"Es gibt aber einen Spieler, der mit besserer Form nach Lissabon reist als der Belgier: Robert Lewandowski. Ein Spiel gegeneinander könnte den Ausschlag geben", so Sharland.
Auch Michal Blazewicz von Eurosport Polen erwartet, dass die beiden Ausnahmespieler dem Turnier ihren Stempel aufdrücken. "Beide sind in dieser Saison einfach einen Schritt weiter vorn als alle anderen", findet er.

Lewandowski hat noch lange nicht genug

Ganz Europa also schaut auf Robert Lewandowski. In diesem Sommer könnte er endlich auch das öffentliche Bild ändern, wonach er in großen Spielen angeblich seltener trifft.
Ihn selbst interessieren solche Nebenkriegsschauplätze und Diskussionen aber traditionell wenig. Der 31-Jährige schaut wie gewohnt auf sich selbst und versucht sich zu verbessern.
"Ich sehe für mich kein Limit. Es geht noch besser", sagte er erst vor Kurzem der "Sport Bild". Er sei "noch nicht voll durchgeladen, bin vielleicht bei 90 Prozent. Ich möchte meine eigenen Grenzen noch überschreiten."
Schon in den kommenden drei Wochen könnte ihm dieser Schritt gelingen. Denn der beste Lewandowski aller Zeiten hat die ganz großen Titel im Visier.
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