FC Bayern - PSG: Fünf Triple-Helden von 2013 wollen die Wiederholung
In Wembley gewann der FC Bayern München 2013 gegen den BVB das bisher einzige Triple seiner Geschichte. Sieben Jahre später gibt es die Chance auf Wiederholung. Mit dabei auch fünf Spieler aus der legendären Mannschaft von Jupp Heynckes, die nun die Chance haben, ihre sowieso schon großen Karrieren endgültig zu vergolden. Doch es mischt sich auch Wehmut in die Bayern-Gefühlslage.
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Wenn es am heute ab 21:00 Uhr im Estadio da Luz zu Lissabon für den FC Bayern gegen PSG um den großen Henkelpott und damit das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League geht (im Liveticker bei Eurosport.de), werden bei fünf Spielern ganz besondere Erinnerungen geweckt.
Manuel Neuer, Jérôme Boateng, David Alaba, Javi Martínez und Thomas Müller waren im Jahr 2013 Teil der Mannschaft, die unter Trainer Jupp Heynckes zum ersten und bisher einzigen Mal in der Vereinsgeschichte das Kunststück vollbrachte, drei große Titel in einer Saison nach München zu holen.
"Das war in den 120 Jahren Vereinsgeschichte das einzige Mal. Jetzt kann das Unglaubliche passieren, dass wir es sogar ein zweites Mal holen können in relativ kurzer Zeit", strahlt Müller auf der vereinseigenen Homepage in einem Videobeitrag in die Kamera.
Thomas Müller: "Wollen die Könige von Europa sein"
Wie unglaublich ein zweites Triple innerhalb von nur sieben Jahren wäre, verdeutlichen 113 Jahre Wartezeit, die es brauchte, bis es zum ersten Mal klappte. Es sei "eine Riesenmotivation", so Müller, "dieses geschichtsträchtige Ereignis zu erreichen". Müller weiter:
Besonders bemerkenswert: Neuer, Boateng, Alaba, Martínez und Müller standen im deutschen Finale von Wembley gegen Borussia Dortmund (2:1) alle in der Startelf und sind (bis auf Martínez) auch unter Flick aktuell gesetzt. "Macht’s noch einmal, Triple-Helden", möchte man ihnen aus deutscher Sicht mit auf den Weg geben.
Aber es mischt sich auch Wehmut mit in die bajuwarische Gefühlslage.
FC Bayern: Abschied für Alaba und Martínez?
Während der zweite Triple-Erfolg für die Weltmeister von 2014 (Neuer, Boateng und Müller) die ultimative Bestätigung ihrer Alles-gewonnen-Karriere bedeuten würde, könnte Abwehrchef Alaba sein letztes Spiel für den Rekordmeister machen.
Noch immer ergaben die Verhandlungen zwischen dem Österreicher und den Bayern-Bossen nicht das vom Verein gewünschte Ergebnis - nämlich eine Vertragsverlängerung. Das Arbeitspapier des 28-Jährigen läuft im Sommer 2021 aus - die Zeichen stehen also vielleicht auf Abschied. Wie perfekt wäre es da, einen solchen mit dem zweiten Champions-League-Erfolg und dem insgesamt 17. großen Titel mit dem FC Bayern zu veredeln?
Ähnlich, aber auch anders, sieht es bei Martínez aus. Der beste Mann des Finals von 2013 spielt schon länger keine große Rolle mehr in Flicks Planungen und könnte sich daher ebenfalls anderweitig orientieren. Wirklich in die Karten schauen lässt sich der 31-Jährige aber nicht.
"Für mich ist jetzt wichtig, dass wir bald wieder spielen können und die Saison mit dem größtmöglichen Erfolg zu Ende bringen. Was ich bisher gehört habe, ist, dass man bei Bayern auf mich zählt", sagte der 31-Jährige noch im April in einem Video-Talk mit mehreren Journalisten. Doch ob das die Verantwortlichen in der Führungsetage ebenfalls so sehen, ist fraglich. Erst nach dem Finale will sich der Baske zu seiner Zukunft äußern. Verständlich, denn der Fokus liegt einzig und allein auf dem Duell mit PSG.
FC Bayern: Triple-Sieger von 2013 melden sich
Es sei genau "dieser Fokus, der uns auch schon von Spiel zu Spiel in der Bundesliga getragen hat", beschreibt Müller die besondere Einstellung, die beim FC Bayern jeder Spieler eingeimpft bekommt. Und wie es ausschaut, bedarf es bei dieser Impfung keiner Auffrischung, wie ein an die Mannschaft gerichtetes Grußvideo diverser Triple-Sieger von 2013 nahelegt.
"Ihr habt es verdient, im Finale zu stehen und jetzt hoffe ich, dass ihr euch die Krönung holt. Spielt immer mit eurem Herzen und gebt alles auf dem Platz", sagte darin „Fußballgott” Bastian Schweinsteiger. "Ihr seid bereit. Das sieht man, spürt man. Ihr müsst euch einfach belohnen und dann ist es eine Wahnsinnssaison. Holt das Ding nach München", lautet der Auftrag von Arjen Robben.
Um diesen Auftrag des Niederländers zu seiner vollsten Zufriedenheit auszuführen, braucht es eine besondere Leistung der gesamten Mannschaft - vor allem aber von den fünf verbliebenen Zeitzeugen. Der Erfahrungsvorteil in solch großen Spielen kann der X-Faktor werden.
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