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Inter - BVB | Dortmund zu brav für Mailand
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Publiziert 23/10/2019 um 22:51 GMT+2 Uhr
Borussia Dortmund hat am 3. Spieltag der Champions League mit 0:2 (0:1) bei Inter Mailand verloren und muss um den Einzug ins Achtelfinale bangen. Lautaro Martínez nutzte eine BVB-Unachtsamkeit zur Führung (22.), Antonio Candreva (89.) machte den Sack zu. Roman Bürki hatte zuvor einen Foulelfmeter von Martínez (82.) pariert. Durch die Pleite rutscht der BVB hinter Inter auf Platz drei.
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So lief das Spiel:
BVB-Coach Lucien Favre "kopierte” die Formation seines Gegenübers Antonio Conte und setze in der Defensive auf eine Dreierkette mit Manuel Akanji, Julian Weigl und Mats Hummels. Nico Schulz kam über den linken, Achraf Hakimi über den rechten Flügel. Jaden Sancho feierte nach seiner Nicht-Berücksichtigung am vergangenen Wochenende sein Kader- und Startelf-Comeback.
Die ersten zwanzig Minuten verliefen sehr bedächtig und kam ohne Höhepunkte auf beiden Seiten aus. Mit der ersten Chance der Partie kam Inter dann zum Führungstreffer. Innenverteidiger Stefan de Vrij wurde im Mittelfeld nicht angegriffen und spielte einen tollen Lupfer in den Lauf von Lautaro Martínez, der den Ball mit der Brust annahm und durch die Beine des herausstürmenden Roman Bürki ins Tor schoß. Schulz hatte in dieser Situation das Abseits aufgehoben (22.).
Nach dem Treffer verfiel das Spiel wieder in alte Muster und Inter verwaltete den Vorsprung bis zur Pause. Dortmund kam in der Offensive nicht in Fahrt und es dauerte bis zur ersten guten Chance bis in die Nachspielzeit, als Samir Handanovič einen Schuss von Sancho parieren konnte (46.).
Inter kam besser aus der Kabine und ließ den Dortmundern auch im zweiten Durchgang keinen Platz zur Entfaltung. Der BVB kam lediglich durch einen Schuss von Julian Brandt (64.) und einer Halbchance nach einem Querpass von Thorgan Hazard (75.) zu Offensivaktionen. Die Ballbesitzphasen der Schwarz-Gelben mündeten zu selten in gefährlichen Situationen.
Nach einem langen Ball brachte Mats Hummels dann den 17-Jährigen Sebastiano Esposito im Strafraum zu Fall. Lautaro Martínez trat zum fälligen Strafstoß an, doch fand in Roman Bürki seinen Meister (82.).
Dortmund erhöhte im Anschluss noch einmal das Risiko und lief in einen weiteren Konter von Inter. Nach Vorlage von Marcelo Brozović traf Antonio Candreva mit seinem ersten Champions League Tor zum 2:0 (89.).
Somit zieht Inter punktetechnisch mit dem BVB gleich und hat einen entscheidenden Vorteil im direkten Vergleich. Bereits in zwei Wochen steigt dann das Rückspiel in Dortmund.
Die Stimmen zum Spiel:
Lucien Favre (Borussia Dortmund): "Wir haben gut gespielt. In der ersten Halbzeit waren wir sehr solide. Schade, dass wir dieses erste Tor kassiert haben. Abgesehen davon war es in Ordnung. Wir hatten nicht viele Chancen, haben aber ziemlich gut gespielt. Wir haben geduldig gewartet und Gegenangriffe vermieden."
Antonio Conte (Inter Mailand): "Es war ein sehr schwieriges Spiel, sehr taktisch. Beide Teams versuchten den anderen zu überraschen. Wir wussten, dass wir mit dem Rücken zur Wand stehen, nachdem wir nur einen Punkt bislang gesammelt hatten. Jetzt geht es darum, dass wir in Dortmund das Ergebnis erzielen, das wir brauchen. Es wird ein schwieriges Spiel. Barcelona und Dortmund sind Favoriten in dieser Gruppe, aber jetzt liegt es an uns.
Sebastian Kehl (Borussia Dortmund): "Es hat heute an einigen Sachen gefehlt. In der ersten Halbzeit fehlte die Strafraumbesetzung. Wir hatten aber trotzdem viele Ballbesitzphasen und waren hier nicht zwei Tore schlechter. Beim ersten Gegentor stellen wird uns blöd an und am Ende laufen wir dann in einen Konter. Ich denke nicht, dass die taktische Ausrichtung ausschlaggebend war. Trotzdem bin ich zuversichtlich für das Rückspiel in zwei Wochen.”
Das fiel auf: Mangelnde Strafraumbesetzung
Borussia Dortmund fehlte heute die Besetzung des gegnerischen Strafraums. Durch die Abstinenz von Paco Alcácer und Marco Reus fehlte den Schwarz-Gelben die wichtige Anspielstation in der Offensive. Die variablen Jadon Sancho, Thorgan Hazard und Julian Brandt konnten dies nicht ausgleichen und hatten gegen die erfahrenen Diego Godín, Stefan de Vrij und Milan Škriniar das Nachsehen.
Der Tweet zum Spiel:
Nach der Niederlage gegen Inter kommen bei einigen BVB-Fans wohl Erinnerungen an Ex-Trainer Peter Stöger auf.
Die Statistik: 2 aus 3
Inter nutzte zwei seiner drei Schüsse auf das Tor von Roman Bürki für die beiden Tore. Die Mailänder zeigten sich gnadenlos effektiv und nutzen ebenfalls den ersten Schuss auf das gegnerischer Tore überhaupt durch Lautaro Martínez direkt zur Führung. So kann man die Moral des Gegners auch zerstören. Von da an spielte Inter mit den eigenen Fans im Rücken befreit auf.
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