FC Bayern: Leroy Sané fordert Final-Held Kingsley Coman heraus

Kingsley Coman war der Matchwinner im Champions-League-Finale für den FC Bayern München gegen Paris Saint-Germain. Der Franzose köpfte den deutschen Rekordmeister in der magischen Nacht von Lissabon zum zweiten Triple der Vereinsgeschichte. Dabei droht dem 24-Jährigen in der kommenden Spielzeit ein Bankplatz. Neuzugang Leroy Sané steht schon in den Startlöchern und brennt auf sein Bayern-Debüt.

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Leroy Sané verzichtete auf eine eigene Huldigung für den "König" von Lissabon. Kein Wunder: Der Neu-Münchner, der über die Sozialen Medien lediglich einen "Glückwunsch an das Team" mit Applaus-Emoji gen Portugal schickte, muss in Kingsley "King" Coman nun einen "ewigen Helden" verdrängen.
Matchwinner Coman trat als Siegtorschütze beim 1:0 (0:0) vom FC Bayern München im Champions-League-Finale gegen seinen Ex-Klub Paris Saint-Germain in die Fußstapfen von Klublegenden wie Arjen Robben oder Franz "Bulle" Roth.
Einen Stammplatz wird ihm sein Husarenstück nicht bringen, stattdessen droht dem 24-Jährigen die Bank - wegen Sané, den die Bayern als neuen Topstar für rund 50 Millionen von Manchester City holten. Zukunftsmusik, PSG-"Schlächter" Coman ("Le Figaro") genoss in der Nacht von Lissabon den Moment.

Matchwinner Coman hatte bei PSG keine Chance

"Das ist ein unglaublicher Tag für mich, der schönste Tag meines Lebens, was den Fußball angeht", berichtete der französische Nationalspieler, der von der UEFA zum "Man of the Match" gekürt wurde. Genugtuung verspürte er angeblich nicht, obwohl PSG einst lieber auf teure Stars statt auf seinen Jugendspieler gesetzt hatte. Stattdessen zeigte er große Empathie. "Ich fühle schon mit meiner Heimatstadt", sagte er.
Coman, dessen Eltern aus dem Überseedepartement Guadeloupe stammen, wurde 1996 in Paris geboren und in der Jugendakademie von PSG ausgebildet. Dort feierte er im Februar 2013 als 16-Jähriger sein Profidebüt, 2014 "flüchtete" er jedoch vor Topstars wie Zlatan Ibrahimovic oder Edinson Cavani zu Juventus Turin. Von dort ging "King" 2015 nach nur einer Saison zunächst auf Leihbasis nach München.
Inzwischen, beteuerte Coman mit treuherzigem Blick, sei er "100 Prozent Bayern". Daher habe er vor seinem goldenen Kopfballtor (59.) auch "nicht aus alter Verbundenheit zurückziehen" können. Die überbordende Freude über den wichtigsten Treffer seiner Karriere - sein achter im 30. Champions-League-Spiel - dürfe aber bitte nicht als Racheakt missverstanden werden, betonte er: "Das ist nichts gegen PSG!" Sondern schlicht ein unfassbarer Adrenalinrausch.

Sané arbeitet intensiv auf die neue Saison hin

"Ich bin sehr, sehr, sehr glücklich", sagte Coman, "das ist ein unglaublicher Abend für den Klub." Und für Coman ganz persönlich, dessen stattliche Titelsammlung sich wirklich sehen lassen kann: Auf unglaubliche 20 Trophäen mit PSG, Juventus und den Bayern bringt es der Flügelflitzer jetzt schon - in nur 193 Spielen als Profi. Das macht einen Pokal alle 9,65 Spiele!
Vor einer Bankrolle in der neuen Saison dürfte diese Traumbilanz ihn dennoch nicht bewahren. Während Coman in Lissabon nach einer strapaziösen Saison die letzten Körner aus sich herausholte, schuftete Rivale Sané an der heimischen Säbener Straße für das Duell mit Bayerns neuem "König".
Und damit ja keiner glaubt, der Nationalspieler (24) nehme den Zweikampf auf die leichte Schulter, schickte er ein paar Bilder um die Welt, die ihn verschwitzt, aber lächelnd bei der "harten Arbeit" zeigen. Coman dürfte sie gesehen haben.
(SID)
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