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Champions League: RB Leipzig bezwingt Tottenham und zieht ins Viertelfinale ein
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Publiziert 10/03/2020 um 22:55 GMT+1 Uhr
RB Leipzig hat Tottenham Hotspur auch im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League bezwungen und damit erstmals das Viertelfinale der Königsklasse erreicht. Die Elf von Coach Julian Nagelsmann siegte dank der Treffer von Marcel Sabitzer (10., 21.) und Emil Forsberg (87.) souverän mit 3:0 (2:0). Bereits das Hinspiel in London hatten die Sachsen mit 1:0 für sich entschieden.
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So lief das Spiel:
RB Leipzig war von Beginn an direkt in der Partie und musste nicht lange warten, bis es zum ersten Mal jubeln durfte. Timo Werner zeigte über rechts Übersicht und bediente den besser postierten Marcel Sabitzer im Rückraum, der mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze zur Führung traf (10.). Hugo Lloris war bei dem Gegentreffer noch am Ball, konnte die Kugel aber nicht mehr um den Pfosten lenken.
Anschließend dominierte RB das Spiel immer mehr und traf nach einem Stellungsfehler von Serge Aurier folgerichtig zum 2:0. Dieses Mal bediente Angelino Sabitzer, der die Führung per Kopf ausbaute (21.).
In der Folge verwaltete Leipzig das Spiel und kam vor der Pause noch durch Patrik Schick (45.) zu einer Chance, doch den Schuss des Tschechen parierte Lloris. Tottenham hatte in der ersten Halbzeit nur eine gute Chance, Lo Celsos Schlenzer (44.) hielt Peter Gulacsi jedoch mit einer starken Parade.
Einen Schockmoment für Leipzig gab es in der 52. Minute, nachdem Nordi Mukiele den Ball genau ins Gesicht bekam und benommen liegen blieb. Nach einer längeren Unterbrechung wurde der Außenverteidiger vom Platz getragen. Eine Diagnose wurde nach Spielende noch nicht bekanntgegeben.
Ansonsten verflachte die zweite Halbzeit durch die klare Führung der Leipziger dann etwas. RB hatte Tottenham im Griff und ließ gegen schwache Spurs fast keine Chancen zu. Einzig Dele Alli (74.) tauchte einmal frei vor Peter Gulacsi auf, doch dessen Abschluss war letztlich zu unplatziert.
In der Schlussphase sorgte Emil Forsberg nur 27 Sekunden nach seiner Einwechslung für den Schlusspunkt (87.), nachdem der Ball über den sehr starken Angelino und Tyler Adams bei dem Schweden landete und Forsberg trocken ins Eck abschloss.
Mit einer sehr souveränen Leistung steht Leipzig somit als erste deutsche Mannschaft im Viertelfinale der Champions League.
Stimmen:
Marcel Sabitzer (RB Leipzig): "Ich muss der Mannschaft ein Kompliment aussprechen, was wir in zwei Spielen gegen Tottenham abgeliefert haben ist unfassbar. Es macht einfach Spaß mit den Jungs, es war ein Abend für die Geschichtsbücher. Ich werde heute Nacht wahrscheinlich kaum schlafen können, weil mir einfach so viele Gedanken durch den Kopf gehen. Doch ab morgen müssen wir uns wieder auf die Bundesliga konzentrieren."
Julian Nagelsmann (RB Leipzig): "Wir hatten in den ersten zehn Minuten etwas Probleme, doch danach hatten wir eine sehr gute Kontrolle im Spiel und waren sehr giftig. Timo und Patrik haben vorne sehr gut mitverteidigt. Ohne Gegentreffer zu bleiben ist natürlich sehr gut, da kann man schon von einem verdienten Weiterkommen sprechen. Wir freuen uns auf die Auslosung und sind gespannt, wer unser Gegner wird."
José Mourinho (Tottenham Hotspur): "Wir sind keine Idioten. Wir kennen unsere Limitierungen. Trotzdem fahren wir zu jedem Spiel und sind vor der Begegnung optimistisch. Momentan sind wir leider kein richtiges Team. Wir haben leider zu viele Verletzungen, das schadet uns leider extrem. Das ist eine Erfahrung, die ich noch nicht gemacht habe, das ist sehr bitter. Uns fehlt aktuell leider die Qualität. Aber wir verlieren als Mannschaft."
Das fiel auf:
Tottenham hatte von Beginn an nie die Chance, dieses Spiel ausgeglichen zu gestalten. Es war fast schon erschreckend, dass das Team von José Mourinho im gesamten Spiel, trotz frühem Rückstand, nur zwei echte Chancen herausspielte. Im Umkehrschluss zeigte die unerfahrene Mannschaft von Julian Nagelsmann eine sehr starke Leistung und hatte durch den frühen Doppelpack von Sabitzer die Begegnung schnell im Griff.
Tweet des Spiels:
Die Statistik: 27
Emil Forsbergs Tor nach nur 27 Sekunden war das drittschnellste Jokertor in der Geschichte der Champion League. Nur Yevhen Konoplyanka (17 Sekunden) und Valère Germain (23 Sekunden) trafen schneller. Kurios: Beide Spieler trafen gegen deutsche Mannschaften. Konoplyanka gegen Borussia Mönchengladbach (2015) und Germain gegen Borussia Dortmund (2017).
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