Es gehe dabei auch "nur um noch mehr Spiele und damit noch mehr Geld", meinte Babbel.
Aus seiner Sicht sei die Reform, die vor allem den Top-Vereinen zugutekommt, "ein Desaster, aber immerhin haben die Mannschaften dabei noch die Chance, sich sportlich zu qualifizieren", erklärte der Europameister von 1996 und stimmte damit in den Chor derer ein, die eine Super League abgelehnt hatten.
Besonders schockierte den früheren Profi des FC Liverpool, dass die Reds zu den zwölf Gründungsmitgliedern der Super League gehörten, die am Dienstag und Mittwoch nach massiven Fan-Widerständen in sich zusammenfiel.
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"Ich hätte bei vielen Vereinen damit gerechnet. Aber dass ausgerechnet der FC Liverpool dazu bereit ist, hat mich sehr irritiert. Als ich im Anschluss mitbekam, dass weder Jürgen Klopp noch die Mannschaft in die Pläne eingeweiht worden war, habe ich gewusst: Okay, da waren wieder ein paar Herren am Start, die mit der Geschichte dieses Klubs und der Geschichte der Fans nichts am Hut haben", sagte Babbel.
Ausdrücklich lobte der ehemalige Bundesligatrainer (VfB Stuttgart, Hertha BSC, TSG Hoffenheim) die ablehnende Haltung der beiden deutschen Top-Klubs. "Für ihre Absage an die Super League muss man den Bayern und dem BVB ein großes Kompliment aussprechen. Das wäre ein riesiges Desaster geworden." Das deutsche System müsse "generell gelobt" werden: "Der Wahnsinn, der weltweit bezüglich Ablösen und Gehälter stattfindet, hält sich hier noch in Grenzen."
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(SID)

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