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FC Bayern bezwingt Salzburg und baut Siegesserie weiter aus
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Publiziert 03/11/2020 um 22:52 GMT+1 Uhr
Der FC Bayern hat seine beeindruckende Siegesserie in der Champions League weiter ausgebaut. Der Triple-Sieger setzte sich am 3. Spieltag der Gruppe A 6:2 (2:1) beim FC Salzburg durch. Robert Lewandowski (21./FE, 88.), Rasmus Kristensen (44./ET), Jérôme Boateng (79.), Leroy Sané (83.) und Lucas Hernández (90.+2) trafen für den FCB. Mërgim Berisha (4.) und Masaya Okugawa (66.) konnten verkürzen.
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Für den deutschen Rekordmeister war es der 14. Sieg in Folge in der Königsklasse. Das letzte Champions-League-Spiel, das die Bayern nicht gewonnen haben, liegt damit mittlerweile fast schon 20 Monate zurück (1:3 im Achtelfinal-Rückspiel 2018/19 gegen den FC Liverpool, 13. März 2019).
Selbst wenn man die Begegnungen beim Finalturnier in Lissabon 2019/20 außen vorlässt, hat der FC Bayern seit 15 Champions-League-Auswärtspartien nicht mehr verloren.
Eine längere ungeschlagene Serie hatten die Münchner in diesem Wettbewerb noch nie. Sie fuhren dabei zwölf Siege und drei Unentschieden ein.
Die bis dato letzte Auswärtspleite war im September 2017. Damals setzte es ein 0:3 bei PSG - noch unter Carlo Ancelotti.
So lief das Spiel:
Der FC Salzburg erwies sich von der ersten Minute an als der erwartet unangenehme Gegner und überraschte die noch nicht ganz wachen Münchner bereits nach vier Minuten mit der frühen Führung. Einen Schuss von Angreifer Sékou Koita fälschte Jérôme Boateng etwas unglücklich vor die Füße des vollkommen ungedeckten Mërgim Berisha ab, der vom linken Fünfereck wuchtig in die kurze Ecke einnetzte (4.).
In der Folge entwickelte sich in Salzburg ein rasantes Fußballspiel mit Chancen auf beiden Seiten. André Ramalho klärte einen Abschluss von Serge Gnabry für den geschlagenen Salzburger Schlussmann Cican Stankovic kurz vor der Linie (11.), auf der Gegenseite scheiterte Retter Ramalho nach einer Ecke von Supertalent Dominik Szoboszlai freistehend aus zehn Metern am gut reagierenden Manuel Neuer im Bayern-Tor (17.).
Fünf Minuten später war es aber soweit: Thomas Müller wurde im Strafraum von Enock Mwepu zu Fall gebracht und Goalgetter Robert Lewandowski erzielte vom Punkt seinen ersten Champions-League-Treffer in dieser Saison (22.). Etwa zehn Minuten zuvor war den Bayern ein zunächst gepfiffener Strafstoß per Videobeweis noch aberkannt worden, weil Lucas Hernández des Stürmerfouls an Szoboszlai überführt wurde.
In einem weiter schnellen, intensiven Fußballspiel drehten die Bayern kurz vor der Pause die Partie. Lewandowski leitete in den Lauf von Müller weiter, der von der Grundlinie hart in den Fünfmeterraum flankte. Rechtsverteidiger Rasmus Kristensen stand zur falschen Zeit am falschen Ort und lenkte den Ball per Kopf ins eigene Tor (44.).
Salzburg kam im zweiten Durchgang unbeeindruckt aus der Kabine und hätte bereits wenige Sekunden nach Wiederanpfiff um ein Haar den Ausgleich hergestellt. Eine flache Flanke von Kapitän Andreas Ulmer landete bei Mwepu, der mit seinem Flachschuss aus zehn Metern im glänzend reagierenden Neuer seinen Meister fand (46.).
Nach etwas mehr als einer Stunde ließen die Bayern in Person von Gnabry (62.) und Coman (64.) gute Chancen liegen, was sich umgehend rächen sollte.
Der kurz zuvor eingewechselte Masaya Okugawa nahm einen präzisen Schnittstellenpass von Ramalho auf und schob mit seinem zweiten Ballkontakt an Neuer vorbei zum nicht unverdienten 2:2 ein (66.).
Die Bayern zeigten sich vom Ausgleichstreffer der Hausherren nur kurz geschockt und stellten mit ihrer erst zweiten Ecke des Spiels den alten Abstand wieder her. Nach Kimmichs Hereingabe setzte sich Boateng im Luftduell gegen Kristensen durch und köpfte entschlossen rechts oben ein (79.).
In den Schlussminuten fielen die Salzburger in der Defensive bedenklich auseinander und machten dem FC Bayern das Toreschießen leicht. Joker Leroy Sané traf herrlich zum 4:2 in den linken Winkel (83.), Lewandowski erhöhte nach Vorarbeit von Javi Martínez per Kopf auf 5:2 (88.) und Hernández stellte in der letzten Aktion des Spiels mit einem humorlosen Abschluss unter die Latte den 6:2-Endstand her (90.+2).
Nach dem 14. Champions-League-Sieg in Folge ist den Bayern der Achtelfinaleinzug praktisch nicht mehr zu nehmen.
Die Stimmen:
Jérôme Boateng (FC Bayern): "Es war das erwartet schwere Spiel. Wir hatten gute Phasen und auch schlechte Phasen. Am Ende haben wir nochmal eine Schippe draufgelegt und auch in der Höhe verdient gewonnen."
Leroy Sané (FC Bayern): "Wir haben uns ein bisschen schwer getan. Wir wussten, dass Salzburg eine starke Truppe und konterstark ist. Am Ende habe wir das sehr gut gemacht und haben nicht aufgehört."
Thomas Müller (FC Bayern): "Heute wären die Fans auf ihre Kosten gekommen. Die Spielweise von Salzburg war uns bekannt, deswegen hat mich das Spiel auch nicht überrascht. Es war klar, dass es ein Schlagabtausch werden kann. Am Ende hat Salzburg in der Defensive auch viele Lücken offenbart."
Hansi Flick (Trainer FC Bayern): "Salzburg war von Anfang an so, wie wir es analysiert haben. Zum Schluss haben wir unsere Stärke gezeigt. Für den neutralen Zuschauer war das sicherlich ein Topspiel, für den Trainer eher nicht so."
Jesse Marsch (Trainer FC Salzburg): "Das 6:2 ist keine Repräsentation unserer Leistung. Wir haben richtig gut gespielt, besonders in den ersten 75 Minuten. Das 3:2 nach der Ecke war sehr ärgerlich, das war wie ein Dammbruch für uns. Wir bekommen zu viele Gegentore, daraus müssen wir lernen."
Dominik Szoboszlai (FC Salzburg): "Bis zur 80. Minute haben wir richtig geil gespielt, so wie wir das wollten. Wir hatten keine Angst, dass wir gegen den Titelverteidiger spielen. Das 2:6 zeigt nicht das, was wir verdient haben."
Der Tweet zum Spiel:
Das fiel auf: Salzburg 70 Minuten auf Augenhöhe
Salzburg setzte den FC Bayern von Beginn mit aggressivem Anlaufen unter Druck und präsentierte sich in den Zweikämpfen enorm giftig. So gewannen die Österreicher eine Vielzahl an Bällen gegen traditionell weit aufgerückte Bayern und erspielten sich so zahlreiche gute Chancen. Erst aber der 70. Minute mussten die Gastgeber ihrem hohen Tempo langsam Tribut zollen und gewährten den Münchnern nach konzentrationsbedingten Ballverlusten immer wieder große Räume rund um den Strafraum.
Das Eckenverhältnis - oftmals ein guter Indikator für die Kräfteverhältnisse in einem Spiel - sprach nach 90 Minuten mit 10:3 klar für die Salzburger. In der Schlussphase flog das Ergebnis etwas aus der Form und wurde dem Spielverlauf nicht wirklich gerecht. Am Ende standen für Salzburg 22 Torschüsse zu Buche, für Bayern derer 21.
Die Statistik: 50
Joshua Kimmich absolvierte gegen Salzburg das 50. Europacup-Spiel seiner Karriere.
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