Hansi Flick und der FC Bayern: Wenn ein Glücksfall zum Unglücksfall wird
Hans-Dieter Flick hat mit dem FC Bayern München Historisches erreicht. Nach nur eineinhalb Jahren droht die Beziehung jedoch wieder auseinanderzugehen. Offenbar sind sich beide Parteien in einer simplen Frage uneins, nämlich der, wer denn nun eigentlich für wen ein Glücksfall war. Schade eigentlich. Ein Kommentar von Florian Bogner.
Hansi Flick vom FC Bayern München
Fotocredit: Getty Images
Hans-Dieter Flick ist gemeinhin nicht als ausnehmend guter Tänzer bekannt. Auch als Profi war der heutige Bayern-Trainer kein Dribbelkünstler. Umso erstaunlicher, wie er sich seit Wochen um Fragen der Journalisten schlängelt, die alle nur eins wissen wollen: Will er nun Bundestrainer werden, oder nicht?
Flick will, soviel ist nach so vielen verbalen Verbiegungsaktionen sicher. Doch sein bis 2023 laufender Vertrag beim FC Bayern und die etwas trottelige Aussage des DFB-Präsidenten Fritz Keller, keinen Trainer mit gültigem Arbeitspapier kontaktieren zu wollen, hindern ihn (noch) daran.
Nach dem Aus in der Champions League bei Paris Saint-Germain wird sich Flick nun aber zumindest gegenüber seinem Arbeitgeber klar positionieren müssen. Dieser muss schließlich auch über das Jahresende planen können. Die Handynummer von Julian Nagelsmann hat man sich sicher schon besorgt.
Was aber auch die Frage aufwirft, warum das alles überhaupt soweit kommen musste.
Flick ein Glücksfall für den FC Bayern - oder andersherum?
Ob die Beziehung Flick/Bayern wirklich so schnell schon zum Scheitern verurteilt war. Warum die Münchner nach einer Saison mit sechs Titeln über Nebenkriegsschauplätze stolpern, wie die Frage, ob sich ein Trainer nach der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte auch selbst Spieler wünschen darf (Verweis auf: "Thiago oder nix"), oder nur dazu da ist, das zu managen, was ihm ein Sport-Vorstand vorsetzt.
Der Bayern-Trainer sei "sehr unzufrieden", berichtete dessen Freund Lothar Matthäus am Dienstagabend bei "Sky".
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"Mache mir Gedanken": Flick über Zukunftspläne nach Bayern-Aus
Quelle: Perform
Der Eisberg, an dem alles zu zerschellen droht, ist wahrscheinlich nur die simple Frage, ob nun Flick ein Glückfall für die Bayern war, oder die Bayern einer für Flick – und die unterschiedliche Ansicht darüber. So wird die Geschichte schnell zum Unglücksfall. Und Flick das Weite suchen.
Und so sehr Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge öffentlich auch auf Flicks Arbeitsvertrag pochen mag – wenn Flick am Ende zum DFB will und der DFB Flick will, dann wird das so passieren. Wie sagte Rummenigge noch im Fall von David Alaba? "Reisende soll man nicht aufhalten."
Das gilt dann auch für den Trainer.
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