Die Anfangsphase hatte es in sich: Erst kam auf Seiten von Juventus Turin Alvaro Morata (3.) zur großen Chance zur Führung, ehe Mateus Uribe (6.) für den FC Porto auf der Gegenseite das 1:0 auf dem Fuß hatte.
Doch Moratas Kopfball aus geringer Distanz war zu zentral, Uribe blieb mit seinem Schuss aus sieben Metern an Leonardo Bonuccis Bein hängen, ehe er den Nachschuss per Kopf an die Latte setzte.
Gerade als sich das Spiel zu beruhigen schien, gab es den nächsten Aufreger. Merih Demiral brachte im Strafraum Mehdi Taremi zu Fall, den fälligen Strafstoß verwandelte Sergio Oliveira (19.) sicher zur Führung für Porto.
Serie A
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27/07/2021 AM 16:35
Der Rückstand versetzte Juve regelrecht in Schockstarre, die Gastgeber leisteten sich viele Fehlpässe und Stockfehler. So bekam Turin keinen Zugriff auf das Spiel.
Einzig Morata (27.) hätte in der ersten Halbzeit ausgleichen können, doch seinen Schuss aus spitzem Winkel wehrte Portos Torhüter Agustin Marchesin sicher ab.
Die Portugiesen verteidigten sicher und beschränkten sich nur noch auf Konter, dabei prüften Jesús Corona (24.) und Otavio (25.) Wojciech Szczesny aus der Distanz, doch der Pole hielt die Versuche sicher fest.
Die zweite Hälfte begann mit einem Knall: Nach einem Pass in die Schnittstelle von Bonucci legte Cristiano Ronaldo die Kugel auf Federico Chiesa (49.) ab, der den Ball aus zehn Metern in den Winkel schlenzte.
Anschließend wurde es wild: Taremi leistete sich nach einem Foulspiel Gelb vorbelastet eine Unsportlichkeit und schoss den Ball nach einem Foul ins Aus, so flog der Iraner nach zwei Verwarnungen innerhalb von zwei Minuten mit Gelb-Rot vom Platz (54.).
Es war die beste Phase der alten Dame: Chiesa (56.) setzte sich in einem Zweikampf gegen Corona durch und spitzelte den Ball per Kopf an Marchesin vorbei, doch Pepe drängte den Torschützen in höchster Not ab, sodass Chiesa den Ball nur an den Pfosten stolperte.
Doch lange hielt das 1:1 nicht, Cuadrado fand mit einer seiner vielen Flanken Chiesa (63.), der per Kopf den Rückstand aus dem Hinspiel egalisierte.
Juve hatte das Spiel in Überzahl im Griff, kam in der regulären Spielzeit allerdings nur noch zu zwei großen Chancen: Chiesa (83.) scheiterte im Eins gegen Eins an Marchesin, ehe Cuadrado (90.+3) mit einem Schuss aus spitzem Winkel den Ball an die Latte hämmerte.
Die fällige Verlängerung war lange extrem zäh, viele Fouls prägten die Partie und ließen keinen Spielfluss aufkommen.
So fiel auch letztlich das entscheidende Tor nach einem Standard: Sergio Oliveira (115.) machte seinen Doppelpack mit einem Freistoß aus knapp 30 Metern perfekt.
Da half die erneute Führung für Juventus durch Rabiot (117.), der nach einem Eckball die Kugel freistehend ins Tor köpfte, durch die Auswärtstorregel nicht mehr weiter. Die alte Dame warf in den letzten Sekunden alles nach vorne, doch Porto zitterte das Ergebnis über die Zeit. Alex Sandro (120.+3) hatte noch die beste Gelegenheit, Marchesin kratzte den Kopfball des Brasilianers nach einem Freistoß aber von der Linie.
Porto steht damit im Viertelfinale der Champions League, Juventus muss nach den Problemen in der Liga jetzt den nächsten Nackenschlag hinnehmen.

Die Stimmen zum Spiel:

Pepe (FC Porto): "Mit dieser Leidenschaft, die wir vor allem dann in Unterzahl nochmal gezeigt haben, sind wir ein extrem unangenehmes Team, was schwer zu schlagen ist. Heute kann man jeden von uns einfach nur gratulieren. Wir haben heute Charakter bewiesen."
Sergio Oliveira (FC Porto): "Das ist einfach ein tolles Resultat für uns alle und entschädigt uns für unseren großen Kampf. Wir kämpfen uns schon durch die gesamte Saison durch, das heute ist aber ein Meilenstein für uns. Ich bin extrem stolz auf die Leistung, die wir heute gezeigt haben. Ich freue mich natürlich besonders über meine zwei Tore, das ist kaum in Worte zu fassen."

Das fiel auf: Cristiano Ronaldo im Niemandsland

Es war nicht das Spiel des Cristiano Ronaldos, auch wenn dem Superstar der Assist zum 1:1 gelang. Der Portugiese hatte im ersten Durchgang keinen Ballkontakt im gegnerischen Strafraum und kam auch nach seiner Vorlage nicht ins Spiel. Seine beste Chance war ein Kopfball (78.), doch auch den vergab Ronaldo freistehend kläglich.

Der Tweet des Spiels:

Die Statistik: 2

Chiesa ist der erste Italiener seit 1999, der für Juventus Turin mindestens zwei Tore in einem Spiel während der K.O.-Phase erzielt. Zuvor gelang Filippo Inzaghi dieses Kunststück.
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