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Rassismus-Eklat in Paris: Das ist der Schiedsrichter im Zentrum der Kritik
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Publiziert 09/12/2020 um 14:13 GMT+1 Uhr
Mit seiner rassistischen Wortwahl sorgte der rumänische Schiedsrichter Sebastian Colțescu beim Spiel zwischen PSG gegen Basaksehir für einen Eklat. Mit der Beschreibung "negru" (deutsch: "schwarz") für Co-Trainer Pierre Webó im Betreuerstab des türkischen Klubs löste er einen Sturm der Entrüstung aus, der im Abbruch des Partie und der Neuansetzung des Matches (18:55 Uhr im Liveticker) endete.
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Doch wer ist Colțescu?
Sebastian Colțescu gab sein Debüt als Schiedsrichter in Rumäniens erster Liga 2003, damals war er erst 26 Jahre alt. Seine Leistungen waren dabei nicht immer überzeugend und grobe Fehlentscheidungen mehrfach Auslöser von Kontroversen.
Die FIFA reagierte darauf und nahm in von der Liste ihrer offiziellen Schiedsrichter, während Colțescu in Rumänien in die zweite Liga zurückgestuft wurde.
Colțescu war von der Nachricht, die ihn während der Trennung von seiner Partnerin traf, so geschockt, dass er im Oktober 2008 versuchte, sich mit einem Sprung aus dem Fenster das Leben zu nehmen. In einer dramatischen Aktion gelang es der Polizei aber zum Glück rechtzeitig, ihn noch zu stoppen und eine furchtbare Tragödie zu verhindern. Schon zuvor hatte er, getrieben auch durch persönliche Probleme, einen Suizidversuch unternommen gehabt.
Colțescu fiel durch umstrittene Entscheidungen auf
Colțescu überwand die dunklen Stunden. Auch beruflich: Nur ein Jahr später stieg er bereits wieder in den Kreis der Schiedsrichter für die erste Liga auf.
Die Rückkehr auf die FIFA-Liste dauerte etwas länger; 2013 kehrte der heute 43-Jährige in die internationale Elite zurück, als er Alexandru Deaconu ersetzte, der damals in den Schiedsrichter-Ruhestand ging.
Die Leistungen von Colțescu blieben über die Jahre allerdings unbeständig. Umstrittene Entscheidungen sorgten in der Liga 1 immer wieder für Aufreger und Diskussionen. Es kam daher wenig überraschend, als die FIFA ihn 2019 in ihre vierte Kategorie zurückstufte.
Unvergessen sind in Rumänien die sieben Platzverweise, die er 2013 in einem Spiel aussprach und eine Partie 2015, in welcher er drei Tore aberkannte.
In den insgesamt 29 Begegnungen, die er international leitete, verteilte Colțescu 120 gelbe Karten und elf Platzverweise.
Nie aber gab es in der Schiedsrichter-Laufbahn von Colțescu bisher rassistische Zwischenfälle – bis zum diesem Abend in Paris, als er mit der Verwendung des Wortes negru” (schwarz”) gegenüber Pierre Webó für einen Eklat sorgte, der den Spielabbruch nach sich zog.
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Quelle: Eurosport
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